04.05.2020, 07.33 Uhr

Meghan Markle vor Gericht: Herbe Klatsche! Mit DIESER Niederlage hat Meghan nicht gerechnet

Meghan Markle wollte der britischen Klatschpresse vor Gericht das Handwerk legen. Allerdings legte die Herzogin bereits in einer Vorverhandlung eine lupenreine Bauchlandung hin: Teile ihrer Klage wurden offenbar nicht zugelassen.

Herzogin Meghan kämpft vor Gericht gegen die britische Boulevardpresse Bild: imago images/i Images/spot on news

Auf Schritt und Tritt von Klatschreportern verfolgt und für jeden Fehltritt mit Negativpresse überschüttet zu werden ging Herzogin Meghan enorm gegen den Strich. Kaum sind Meghan Markle und ihr Ehemann Prinz Harry aus der ersten Riege der britischen Royals ausgeschieden, wurde bekannt, dass das Paar gegen die Berichterstattung in der Boulevardpresse vor Gericht ziehen wolle. Dabei musste die US-Amerikanerin jedoch eine erste Schlappe einstecken.

Meghan Markle kassiert Rückschlag vor Gericht im Prozess gegen Klatschpresse

Die Herzogin von Sussex (38) ist nämlich mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung "Mail on Sunday" gescheitert - zumindest teilweise. Das geht aus dem Urteil zu einer Voranhörung des Londoner High Courts hervor, das am Freitag veröffentlicht wurde. Der Verlag hatte beantragt, einen Teil der Vorwürfe nicht zum Hauptverfahren zuzulassen. Diesem Antrag gab der Richter nun statt.

Insgesamt hatte Meghan Markle wegen fünf Artikeln - zwei von "Mail on Sunday" und drei von "Mail Online" -, die im Februar 2019 veröffentlicht wurden, Klage eingereicht. In ihnen wurden Teile des handgeschriebenen Briefes abgedruckt, den die Herzogin im August 2018 an Thomas Markle (75) geschickt hatte. Das Gericht entschied nun dem Bericht zufolge, dass sich einige der Vorwürfe "als irrelevant" für die Klage herausstellten. Anderes sei "nicht ausreichend detailliert" dargestellt oder würde nicht das Grundlegende des Falls betreffen, heißt es weiter. Allerdings erklärte das Gericht auch, dass einige Aspekte des Falls, die nun gestrichen wurden, wieder aufgenommen werden könnten, "wenn sie in die richtige Form gebracht werden".

Herzogin Meghan zettelt Prozess wegen Brief-Veröffentlichung an

Anlass für die Klage war die Teilveröffentlichung eines handgeschriebenen Briefs, den Meghan an ihren Vater, Thomas Markle, geschickt hatte. Mit ihm liegt sie seit ihrer Hochzeit mit Prinz Harry (35) vor zwei Jahren im Clinch. Der 75-Jährige hatte den Brief an die "Mail on Sunday" weitergegeben. Meghan Markle sieht sich durch die Veröffentlichung in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.

"Böse Absichten": Herzogin Meghan zerrt britische Klatschpresse vor Gericht

Zudem warf die Ehefrau von Prinz Harry, die früher als Schauspielerin tätig war, den Journalisten Unredlichkeit und böse Absichten vor. Der Streit mit ihrem Vater sei erst von der Presse angefacht worden, argumentierte ihr Anwalt. Die Berichterstattung sei Teil einer breiteren "Agenda" gegen Meghan Markle. Diese Vorwürfe ließ der Richter aber nicht zu. Sie seien entweder nicht relevant für den Kern des Verfahrens, zu pauschal oder nicht ordnungsgemäß vorgebracht worden, so die Begründung.

Herzogin Meghan fordert Schadensersatz für wohltätige Zwecke

Der Herausgeber der Zeitung bestreitet alle Vorwürfe, insbesondere die Behauptung, dass der Brief in einer Weise bearbeitet wurde, die seine Bedeutung geändert hätte. Herzogin Meghan fordert in dem Fall Schadensersatz von Associated Newspapers wegen angeblichen Missbrauchs privater Informationen, Urheberrechtsverletzung und Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz. Sie hatte bereits zuvor erklärt, sollte ihr Geld zugesprochen werden, wolle sie dies an eine Anti-Mobbing-Organisation spenden.

FOTOS: Prinz Harry und Herzogin Meghan als Senior Royals: Es war einmal...
zurück Weiter Prinz Harry und Herzogin Meghan als Senior Royals: Es war einmal... (Foto) Foto: imago images / PA Images/spot on news Kamera

Meghan Markle scheitert schon in Vorverhandlung mit ihrer Klage gegen Klatschblätter

Wann das Hauptverfahren beginnen soll, war zunächst unklar. Es dürfte nun hauptsächlich darum gehen, ob der Inhalt des veröffentlichten Briefs von öffentlichem Interesse war oder nicht. Für Meghan Markle und Prinz Harry ist das ein herber Rückschlag. An Aufgeben scheinen sie aber nicht zu denken. "Wir werden uns weiterhin auf die Angelegenheit des privaten, intimen und handgeschriebenen Briefs einer Tochter an ihren Vater konzentrieren", hieß es in einer Mitteilung der Anwälte Meghan Markles. Diese "grobe Verletzung des Rechts eines jeden auf Privatsphäre" sei offensichtlich und unrechtmäßig.

Das Paar hat sich vor kurzem aus dem engeren Kreis der Königsfamilie verabschiedet und lebt inzwischen in der US-Metropole Los Angeles. Die beiden hoffen, sich so künftig besser vor Berichterstattung über ihr Privatleben schützen zu können. Doch ob sie dieses Ziel mit dem Prozess erreichen werden, ist fraglich. Schon jetzt sind viele private Informationen - beispielsweise Textnachrichten - durch Gerichtsdokumente an die Öffentlichkeit gelangt. Meghans Vater hat angekündigt, wenn nötig zugunsten der Zeitung auszusagen.

Prinz Harry leidet wegen Klatschpresse Höllenqualen

Wie sehr ihm die Berichterstattung der Boulevardpresse zusetzt, hatte Prinz Harry im vergangenen Herbst in einem öffentlichen Brief offenbart, als er die Klage gegen Associated Newspapers ankündigte. Darin warf er den Medien vor, seine Frau während und kurz nach ihrer Schwangerschaft mit dem gemeinsamen Sohn Archie (11 Monate) dämonisiert zu haben.

"Ich war zu lang stummer Zeuge ihres Leidens. Die Hände in den Schoß zu legen und nichts zu tun, würde allem widersprechen, woran wir glauben", schrieb der britische Prinz und fügte eine düstere Befürchtung hinzu: "Es ist meine größte Angst, dass sich die Geschichte wiederholt." Er habe seine Mutter verloren und sehe nun, wie seine Frau zum Opfer "derselben mächtigen Kräfte" werde. Harrys Mutter, Prinzessin Diana, starb 1997 bei einem Autounfall in Paris, als sie mit ihrem Lebensgefährten Dodi Al Fayed auf der Flucht vor Paparazzi war.

FOTOS: Lady Di Prinzessin Diana: Ihre schönsten Bilder

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loc/news.de/spot on news/dpa

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