22.04.2020, 09.03 Uhr

Prinz Harry: Coronakrise nur Panikmache? DIESE Aussage verärgert Royal-Fans

Fassungslosigkeit und Empörung im Vereinigten Königreich! Zu der Coronakrise, die das Land fest im Griff hat, verbreitete ausgerechnet Prinz Harry Fake-News: Er behauptete, die Krise sei nur Panikmache.

In einem Podcast verleumdet Prinz Harry eine systemrelevante Berufsgruppe in der Coronakrise - und zog die Empörung von Ärzten und Wissenschaftlern auf sich. Bild: picture alliance/Chris Jackson/PA Wire/dpa

Neben Spanien und Italien leidet Großbritannien in Europa mit am stärksten unter der Coronavirus-Pandemie. Da verwundert es nicht, dass Prinz Harry von Wales für DIESE Aussage einen massiven Shitstorm kassierte.

Prinz Harry erntete für seine Aussage Empörung

Wie das britische Magazin "The Sun" berichtet, sagte Prinz Harry am Samstag im Podcast "Declassified", dass die Dinge "hier besser sind, als bestimmte Medienbereiche uns glauben machen wollen." Genau das "Argument" derjenigen, die die Berichterstattung der Medien als "Panikmache" abtun und durch ihr fahrlässiges Handeln zur Verbreitung des Virus beitragen.

Ärzte und Wissenschaftler reagieren empört auf Harrys Verleumdung der Medien

Prof. Karol Sikora reagierte empört auf Prinz Harrys unqualifizierte Einschätzung der Lage. Sie fragt: "Was qualifiziert ihn dazu, diese Kommentare abzugeben? Bis auf die Tatsache, dass er sein Land in der Stunde der Not im Stich gelassen hat?" Damit meint sie Prinz Harrys und Herzogin Meghan Markles Rücktritt von ihren royalen Pflichten im Rahmen des Megxits und ihrem Umzug nach Los Angeles.

Prinz Harry lobt Engagement der Bevölkerung in Coronakrise

Im Podcast lobte Harry den 99-jährigen Captain Tom Moore, der 23 Millionen Pfund für das NHS, das britische Gesundheitssystem, gesammelt hat. "Ich bin unglaublich stolz, zu sehen, wie sich diese Menschen [...] einsetzen", sagte der Herzog von Sussex im Podcast und führte an: "Das beweist auch, dass es in Wirklichkeit besser um die Dinge bestellt ist, als uns die Medien weismachen wollen."

Harry gab den Kommentar ab, obwohl er zuvor bei einem Videoanruf mit einer Krankenschwester mit eigenen Augen sehen konnte, wie schlimm es um das britische Gesundheitssystem bestellt ist.

Prinz Harry kritisiert systemrelevante Berufsgruppe Journalisten

Harry weiter: "Es kann sehr besorgniserregend sein - du sitzt da und die einzige Information, die du bekommst, ist die von bestimmten Nachrichtensendern. Doch wenn du dich auf den richtigen Plattformen aufhältst, spürst du schnell die Humanität und den menschlichen Geist im Vordergrund."

Ärzte sagen: Prinz Harry ist unzureichend informiert

Prof. Sikora, die an vorderster Front Coronatests durchgeführt hat, sagte: "Ich finde diese Anmerkungen unerhört! [...] Was die Medien betrifft, verstehe ich Harrys Problem nicht. Journalisten berichten schlichtweg über die Fakten, und das tun sie großartig, auch indem sie die Regierung zur Verantwortung ziehen."

Die Ärztin erklärte weiter: "Die Medien haben außerdem das NHS verteidigt und sich zu einem wichtigen Verbündeten für Ärzte, Pfleger und systemrelevante Kräfte entwickelt. Sie haben Applaus verdient, keine Verleumdung." Nadra Ahmed, von der "National Care Association" meinte, dass Prinz Harry sich nicht umfassend informiert habe, sonst wüsste er, wie sehr das Krankenpersonal leidet.

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Menschen, die sich nicht informieren, stellen Gefahr dar

Ein Mangel an Informationen ist die Quelle vieler Verschwörungstheorien. Statt Nachrichten zu schauen, hören die Menschen nur auf die Meinungen in ihrem engen Kreis, sodass sich Falschinformationen festsetzen könnten. Die Lösung: sich auf offiziellen Plattformen wie Nachrichtenmagazinen zu informieren.

Hier geht's zum Video über das Coronavirus.

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sig/bua/news.de

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