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27.12.2019, 15.16 Uhr

Peter Schreier ist tot: Tenor mit 84 Jahren in Dresden gestorben

Große Trauer in der Musikwelt: Peter Schreier ist tot. Mit seiner Kunst hat er Musikliebhaber auf der ganzen Welt begeistert. Nach dem Abschied von der Opernbühne hat sich Peter Schreier ganz dem Lied gewidmet und dem Dirigieren. Die Trauer in den sozialen Netzwerken ist groß.

Peter Schreier ist tot. Bild: dpa

Der große Opernsänger und Dirigent Peter Schreier ist tot. Er starb am zweiten Weihnachtsfeiertag nach langer Krankheit in Dresden, wie seine langjährige Sekretärin der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte. Zuerst hatten die "Dresdner Neuesten Nachrichten" darüber berichtet. Schreier galt als einer der führenden lyrischen Tenöre des 20. Jahrhunderts.

Peter Schreier ist tot - Opernsänger mit 84 Jahren gestorben

Mit 65 hatte er nach Jahrzehnten voller Stress und Druck Abschied von Opern- und Konzertbühne genommen. Danach war er noch als Dirigent und Lehrer aktiv, bis es zu beschwerlich wurde für seine angeschlagene Gesundheit. Schreier plagten Rückenprobleme, er lebte mit Bypässen und war Diabetiker.

Peter Schreier 1959 erstmals auf der Opernbühne und später international ein Star

Der in Meißen geborene Schreier kam mit acht Jahren zum Dresdner Kreuzchor und studierte später in Dresden Gesang und Dirigieren. 1959 stand er erstmals auf der Opernbühne - als Erster Gefangener in Beethovens "Fidelio". Drei Jahre später schaffte er den Durchbruch als Belmonte in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail". Danach gastierte er von New York bis Mailand auf den wichtigsten Opernbühnen der Welt und wurde international ausgezeichnet.

Peter Schreier wichtigster DDR-Exportschlager auf sängerischem Gebiet

Mehr als 60 Partien hat Schreier verkörpert, war bei den Salzburger Festspielen engagiert und der wichtigste DDR-Exportschlager auf sängerischem Gebiet. Er genoss Privilegien, und das ohne SED-Parteibuch. 1972 war er an der Staatsoper Berlin von ehemaligen Kommilitonen gefragt worden, ob er nicht mal den Taktstock führen wolle. Er stand dann unter anderem bei den Wiener Philharmonikern und beim New York Philharmonic Orchestra am Pult. Doch er war in der Heimat verwurzelt. "Mir würde etwas fehlen, wenn ich nicht in Dresden leben könnte", sagte er stets.

Trauer um toten Tenor Peter Schreier

In den sozialen Netzwerken sorgte der Tod von Tenor Peter Schreier für Bestürzung. Zahlreiche Fans würdigten noch einmal seine Leistungen und Erfolge. "Peter Schreier – Begleiter so viele Fahrten und Sonntagsfrühstücke. Eine Jahrhundertstimme. Ruhe in Frieden", schrieb ein Fan auf Twitter."Ich bin wohl das, was man eine 'Provinznudel' nennt." Peter Schreier + Leben Sie wohl!", ist in einem weiteren Twitter-beitrag zu lesen. Selbst die BBC würdigte Schreier noch einmal auf Twitter. "Peter Schreier: Leading German tenor dies at 84", heißt es in dem Tweet.

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Kretschmer rühmt Peter Schreiers "Weltruhm und Heimatliebe"

Bewunderung für den gestorbenen Opernsänger Peter Schreier hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bekundet. "Weltruhm und Heimatliebe - beides gehört zu ihm", schrieb Kretschmer am Donnerstag zum Tod des berühmten Tenors auf Twitter. "Seine Liebe und Treue zu Dresden und Sachsen haben wir genau so bewundert wie seine famosen Auftritte."

Der Fußballverein SG Dynamo Dresden schrieb bei Twitter über Schreier: "Seit seiner Kindheit fieberte er leidenschaftlich mit der SGD mit." Er werde der Welt fehlen.

Man werde Schreier vermissen, teilte auch das internationale Musik-Label Decca Classics mit. Der Sänger sei ein "herausragender Tenor" gewesen, dessen Repertoire von Bach bis Strawinsky gereicht habe.

FOTOS: Trauriger Abschied von den Stars Diese beliebten Promis sind 2019 gestorben
zurück Weiter Jan Fedder, Schauspieler (14.01.1955 - 30.12.2019) (Foto) Foto: Angelika Warmuth / picture alliance / dpa Kamera

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fka/news.de/dpa

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