07.12.2019, 15.25 Uhr

Fridays for Future 2019: Greta Thunberg braucht Polizeischutz! Gefahr für die Klima-Aktivistin?

Greta Thunberg ist in Madrid angekommen. Der Trubel war so groß, dass die Klima-Aktivistin Polizeischutz brauchte. Ist die junge Schwedin etwa in Gefahr?

Greta Thunberg bei ihrer turbulenten Ankunft im Bahnhof von Madrid Bild: imago images/Agencia EFE/Juan Carlos Hidalgo/spot on news

Nachdem lange unklar war, ob Greta Thunberg (16) es überhaupt zum UN-Klimagipfel in Madrid schaffen würde, erreichte die schwedische Klimaaktivistin am Freitag endlich den Bahnhof Chamartin in der spanischen Hauptstadt und Metropole. Dort musste sie wegen des enormen Medienandrangs zunächst eine Zeit lang im Zug ausharren, ehe sie von Polizisten und Sicherheitskräften begleitet aussteigen konnte.

Greta Thunberg zu Klimademonstration in Madrid eingetroffen

Von ihrer Ankunft berichtete die 16-Jährige auch auf ihrem Twitter-Account. "Ich habe es heute Morgen geschafft, nach Madrid zu schleichen! Ich glaube nicht, dass mich jemand gesehen hat. Auf jeden Fall ist es toll, in Spanien zu sein", scherzte sie in einem Tweet.

"Fridays for Future" in Spanien gestartet

Spanischen Medienberichten zufolge begab Thunberg sich direkt zum Messegelände Ifema, wo die UN-Klimakonferenz bereits seit Montag stattfindet. Seit 18 Uhr nimmt sie in der spanischen Hauptstadt an einem Protestzug im Rahmen der von ihr ins Leben gerufenen "Fridays for Future"-Bewegung in der Nähe des Prado-Museums teil.

Am Dienstag hatte Greta Thunbergs Katamaran nach einem rund dreiwöchigen Segeltörn über den Ozean in Lissabon angelegt. Am Donnerstagabend bestieg die junge Schwedin in der portugiesischen Hauptstadt einen Zug in Richtung Madrid.

Greta Thunberg ruft UN-Klimagipfel zu konkreten Ergebnissen auf

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die verantwortlichen Politiker bei der Weltklimakonferenz in Madrid zu mehr Engagement und handfesten Ergebnissen aufgerufen. "Ich hoffe sehr, dass die COP25 etwas Konkretes hervorbringt", sagte die 16-Jährige in der spanischen Hauptstadt vor zahlreichen Journalisten. Die Mächtigen in der Welt müssten endlich begreifen, wie ernst die Situation sei.

Thunberg stellte sich den Fragen der Medienvertreter zusammen mit Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung aus Spanien und Uganda. Zwar werde die COP26 im nächsten Jahr als weitaus wichtigerer Klimagipfel angesehen, weil dann gemäß des Pariser Klimaabkommens ambitioniertere Ziele im Kampf gegen die Erderwärmung vorgelegt werden sollen. "Aber halbe Gipfeltreffen können wir uns gar nicht leisten, wir müssen jede Chance nutzen", sagte die junge Schwedin."Ich selbst bin nur eine Aktivistin, ein kleiner Teil einer sehr großen Bewegung", sagte Thunberg, die die internationalen Proteste 2018 durch ihren Schulstreik angestoßen hatte. "Aber wir brauchen noch viel mehr Klimaaktivisten."

Greta Thunberg fordert Politiker zum Handeln auf: "Wir brauchen endlich Taten"

Denn alle Bemühungen hätten bisher nicht gefruchtet, es fehle am politischen Willen. Die Klimakrise sei derweil noch viel größer geworden. "Wir streiken jetzt seit mehr als einem Jahr, aber nichts ist wirklich passiert", resümierte sie. "Wir brauchen endlich Taten." Am Abend wollte Thunberg am großen Klimamarsch durch das Zentrum von Madrid teilnehmen.

Lesen Sie auch: Abgefahrene Theorie! Ist die Klima-Aktivistin echt eine Zeitreisende?

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sba/news.de/spot on news/dpa

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