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18.10.2019, 09.57 Uhr

Jan Hofer: "Tagesschau"-Sprecher im Netz bedroht und beschimpft

Als Chefsprecher der ARD-"Tagesschau" steht Jan Hofer im Fokus der Öffentlichkeit - und das hat auch seine Schattenseiten. Wie der Nachrichtensprecher jetzt enthüllte, wird er immer wieder unflätig beschimpft und bedroht.

"Tagesschau"-Chefsprecher Jan Hofer sieht sich öffentlichen Anfeindungen ausgesetzt. Bild: Ulrich Perrey / picture alliance / dpa

So mancher Promi wird ein Lied davon singen können, dass ein Leben im Rampenlicht nur nicht angenehme Seiten hat. Dass sich mitunter beängstigende Schattenseiten der Prominenz auftun, ist auch Jan Hofer bewusst geworden.

Jan Hofer bedroht und beschimpft - "Tagesschau"-Chefsprecher offenbart Angriffe

Der "Tagesschau"-Chefsprecher wird nach eigenen Angaben immer wieder Ziel von Beschimpfungen und Drohungen. "Da kommen Sachen wie "Man müsste Sie aufhängen"", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die ersten Male schlafen Sie schlecht, das kann ich Ihnen sagen." Irgendwann habe er aufgehört, sich derartige Beleidigungen anzusehen. "Sonst halten Sie das nicht aus." Der Nachrichtensprecher wurde zudem Opfer weiterer Straftaten: Erst vor wenigen Monaten machte Jan Hofer einen dreisten Diebstahl vor seiner eigenen Haustür publik.

Auch Grünen-Politikerin Renate Künast wurde unflätig beschimpft und beleidigt

Kürzlich war die Grünen-Politikerin Renate Künast vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, gegen Beschimpfungen auf Facebook vorzugehen. Unbekannte hatten sie als "altes grünes Dreckschwein" bezeichnet und auch noch drastischere Formulierungen gewählt. Aus Sicht des Landgerichts Berlin stellen solche Kommentare "keine Diffamierung der Person der Antragstellerin und damit keine Beleidigungen" dar.

Jan Hofer: "Grenze überschritten" durch persönliche Anfeindungen im Netz

"Dieses Urteil empfinde ich persönlich als eine Katastrophe", sagte Hofer dem RND über den Gerichtsbeschluss. Mit Blick auf Künast meinte er: "Es spielt keine Rolle, ob man ihr politisch nahe steht oder nicht: Dass Menschen, die sich für dieses Land mit Herzblut einsetzen, so beschimpft werden dürfen, finde ich sehr merkwürdig." Es gebe eine Grenze. "Und in diesem Fall war diese Grenze in einigen Aussagen für mein Empfinden überschritten."

Schon gelesen? Zusammenbruch im TV! Wie geht es "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer jetzt?

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loc/news.de/dpa

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