17.10.2019, 21.08 Uhr

Ellie Goulding krank: Krankheitsbeichte! Unter DIESEM belastenden Syndrom leidet sie

Die britische Sängerin Ellie Goulding hat auf Instagram bekannt gegeben, unter dem "Hochstapler-Syndrom" zu leiden. Welche Symptome diese Angststörung mit sich bringt und was man dagegen tun kann, erfahren Sie HIER!

Die Sängerin Ellie Goulding hat bekannt gegeben, unter dem "Hochstapler-Syndrom" zu leiden. Bild: GeorgWendt/dpa

Die britische Sängerin Ellie Goulding hat ihren Fans über einen Post auf ihrem Instagram-Account mitgeteilt, dass sie unter dem sogenannten "Hochstapler-Syndrom" leide.

Ellie Goulding leidet am "Hochstapler-Syndrom"

Wie die "Bild" berichtet, beschreibt Prof. Sonja Rohrmann, Professorin für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Goethe-Universität Frankfurt, dass Syndrom als eine Art Angststörung. Betroffene leiden unter der Überzeugung, ihre Umwelt über die eigenen Fähigkeiten getäuscht zu haben, von anderen überschätzt zu werden und in Wirklichkeit nicht so kompetent zu sein, wie andere annehmen.

Erfolg nur durch Glück oder gutes Timing

Wenn man dann doch erfolgreich sein sollte, wird dies auf Faktoren von außen geschoben. Nicht die eigenen Fähigkeiten werden dabei berücksichtigt, sondern Beispielsweiseetwa gutes Timing, Charme oder auch Glück. Hinzu kommt die Angst, eines Tages als Hochstapler entlarvt zu werden und an einer Aufgabe zu scheitern, sodass der Umwelt die vermeintliche Inkompetenz offenbart würde.

Ellie Goulding beichtet Krankheit auf Instagram

Die 32-jährige Ellie Goulding wiederum erklärte ihren Fans zu diesem Thema: "Ich weiß mit Sicherheit, dass ein Großteil meiner Angst auf das sogenannte "Hochstapler-Syndrom" zurückzuführen ist, das nicht genug an mich selbst glaubt und der Meinung ist, dass ich kein Glück verdiene, was dazu führt, dass ich meinen eigenen Erfolg sabotieren möchte."

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Sorry this is a little late, but I had to speak about about Mental Health Awareness, for what it’s worth. We all have a right to feel what we do, whatever it is, whoever we are- Exhilaration, madness, absolutely nothing at all, confusion, chronic sadness... (I can sometimes feel all these things in the space of a few days). I am beyond relieved that more light is being shone on the complexity of going from being a touring artist/ performer to going straight back to normality on a regular basis. The constant change of pace is sometimes just too much to bare. Thank you to those artists who have spoken so candidly about it lately. I know I chose this job but nothing could have prepared me for the ups and downs that come with it. I know for sure that a lot of my anxiety has come from what they call “imposter syndrome” not believing in myself enough and thinking that I don’t deserve happiness, which results in wanting to sabotage my own success. I keep my head straight by training every day (running and boxing mainly) and although it is so hard sometimes to be motivated, the feeling of blood pumping through my veins and a human body performing the way it so impressively does reminds me how cool it is to be alive. Today I’m thinking about my grandfather, who took his own life a few years back. I wish I had spoken to him more, and wish we could have had even the smallest clue of how unhappy he was. I admire those who get out of bed every morning and seize the day, even when they’re not feeling too great. That requires a lot of courage. Please know that you are doing amazingly and I’m proud of you. Ellie xx #mentalhealthawareness

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"Impostor-Selbstkonzept": Versagensängsten und Minderwertigkeitsgefühle

Um das "Impostor-Selbstkonzept", wie das "Hochstapler-Syndrom" eigentlich genannt wird, zu behandeln empfiehlt Prof. Rohrmann gegenüber der "Bild": "Für manche vom Impostor-Selbstkonzept betroffene Personen kann es völlig ausreichend sein, Selbsthilfemaßnahmen umzusetzen. Andere profitieren eher von Supervision und Coaching. Sollte eine betroffene Person jedoch über ein normales Maß hinaus unter Versagensängsten, Minderwertigkeitsgefühlen bis hin zu Burnout und Depressionen leiden und die Abweichung des emotionalen oder kognitiven Erlebens so stark sein, dass erheblicher Leidensdruck besteht und es zu starken Beeinträchtigungen im Alltag kommt, ist eine dem jeweiligen Störungsbild angepasste Psychotherapie ratsam. Die effektivste Therapie zur Überwindung des Hochstapler-Syndroms ist, zu erkennen, dass es existiert", so die Expertin.

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kjf/bua/news.de

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