16.05.2019, 12.25 Uhr

Rebecca Mir: Münchner Promis feiern in Retro-Ambiente

Die britische Designermarke Belstaff lädt zur Eröffnung des neuen Stores samt Café in München - und die Promigäste schwärmen vom Rustikalen: jahrzehntealten Lederjacken, Handwerk und eher schweren Filmthemen.

Daniel Donskoy, Rebecca Mir, August Wittgenstein (v.l.n.r.) beim Belstaff-Store-Opening in München Bild: Sabine Brauer für Belstaff/spot on news

Trends, wohin man blickt: Bei der Eröffnung des neuen Belstaff Stores in der Residenzstraße erschienen viele der geladenen Promis in der aktuellen Frühjahrs/Sommerkollektion, konnten aber auch schon mal einen exklusiven Blick auf die Highlights der Herbst/Winterkollektion werfen. Während in den Verkaufsräumen das Power-Ehepaar Eva Padberg (39) und Niklas Worgt (41) als DJ-Duo Dapayk & Padberg auflegten, lockte das Café im ersten Stock mit einheimischen Weinen, einem internationalen Menü und spannenden Design-Elementen. Es ist als Hommage an die Racer-Szene der 1950er- und 1960er-Jahre konzipiert, die Wände zieren Fotografien der Pellerossa-Lederfabrik sowie Fotos der Vergangenheit als Ausstatter der Royal Air Force.

Daniel Donskoy singt - und spricht von "ulkigen" Sexszenen

Daniel Donskoy als falscher Pfarrer in der RTL-Serie "Sankt Maik" sehen Sie hier.

Schauspieler und Sänger Daniel Donskoy (29) performte gleich vier neue Songs auf der Wendeltreppe, die vom Shop ins Café führt. Darunter auch seine neue Single "Should I give up on love". Privat läuft bei dem Frauenschwarm gerade nicht so viel: "Bei Facebook würde wohl stehen: 'In einer Beziehung mit der Musik'. Ich bin gerade glücklicher Single". Dafür prickelt es umso mehr am Set seiner Serie "Sankt Maik". Als Kleinkrimineller Maik Schäfer taucht er auf der Flucht vor der Polizei in einer Kirche unter. Und verliebt sich dann ausgerechnet in eine Polizistin, heiße Sex-Szenen inklusive.

Generell sei das Drehen von Bettszenen nicht so, wie sich der Zuschauer das vorstelle: "Es ist eher ulkig, nicht wirklich erotisch." Dazu trügen auch die vielen Leute im Raum, Kameras und der Regisseur bei, der dann immer wieder sage: "Und Cut. Die Einstellung bitte nochmal mit mehr Leidenschaft." In einer Sequenz fragte irgendjemand von der Crew: "'Warum liegt da eigentlich Heu' und alle hatten einen Lach-Flash." Generell wird viel geflachst am Set, es ist eine tolle Stimmung." Donskoy ist ein passionierter Lederjackenträger: "Für die Bühne passt das sehr gut, es schützt vor Wind und Wetter", meint Donskoy.

August Wittgenstein: "Eine Lederjacke komplementiert jeden Mann"

August Wittgenstein (38), der eigentlich August-Frederik Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg heißt, aber auf die korrekte Ansprache nicht sonderlich viel Wert legt, hat gerade "Das Boot" für Sky abgedreht. "Das passt natürlich perfekt zum Event, in der Marine im Zweiten Weltkrieg trugen alle Lederjacken, weil sie vor der rauen Luft auf hoher See schützt." Dort hat er übrigens mit "Game of Thrones"-Star Tom Wlaschiha (45) gedreht, "ein richtig cooler Typ und toller Charakterdarsteller". Als Mitglied des Adels legt er viel Wert auf Fashion: "Mode-technisch ist das gerade eine spannende Zeit. Ich trage sehr gerne Anzüge, probiere mich aber auch aus. Es gibt immer mehr Kombi-Modelle, wo links ein Karo-Muster bestickt ist, rechts Kunstleder. Aber so eine richtige, dicke, wertige Lederjacke komplementiert, wie ich finde, jeden Mann. Mindestens eine sollte jeder besitzen."

Für Rebecca Mir sind Lederhosen "der Trend für Frauen"

Einen heißen Fashion-Tipp für Frauen hat Model Rebecca Mir (27) parat: "Schwarze Lederhosen sehen unglaublich sexy aus an jeder Frau. Die kann man vor allem auch wundervoll in Black & White kombinieren. Ich trage heute einen weißen Trenchcoat dazu." Begeistert von der Auswahl zeigte sich auch TV-Moderatorin Funda Vanroy (42), bekannt aus "Galileo": "Mich interessiert das Thema natürlich auch als Journalistin, wir haben uns schon öfter angeschaut, wie teure Lederjacken im Gegensatz zu günstigeren Modellen hergestellt werden. Das ist schon ein riesiger Unterschied. Deshalb weiß ich jetzt auch, auf was man achten muss". Sie finde es außerdem "super, dass wir bei Lederjacken mittlerweile Signalfarben tragen können, die dem Ganzen den gewissen Touch geben." Als Münchnerinnen freuen sich die beiden natürlich auch über das neue Café: "Das wird sicherlich der neue Szenetreff und ist super für Meetings, so direkt am Odeonsplatz", meint Mir.

TV-Koch Baudrexel ist in seinem Element

In der Residenzstraße 25 fühlt sich auch TV-Koch Martin Baudrexel (49) in seinem Element: "Das ist genau mein Ding: Hier gibt's alte Maschinen, mit denen früher die Niete gesetzt wurden. Wunderschönes Holz, fein gearbeitetes Handwerk. Nicht der übliche Münchner Schick, sondern sehr einzigartig. Entsprechend trage er auch "lieber eine schöne Lederjacke als einen Anzug. Du kaufst einen teuren Anzug, trägst ihn mal auf dem roten Teppich, danach hängt er im Schrank. So eine Lederjacke ist ein Ding fürs Leben. Ich habe welche, die trage ich schon seit Jahrzehnten. Die gehen ja auch nicht kaputt."

Oliver Berben: "Es ist eine wundervolle Zeit, Filme zu machen"

Mit seinem neuesten Werk geht Constantin Film-Chef Oliver Berben (47) ebenfalls ein paar Jahrzehnte zurück: "Wir arbeiten ja gerade an einem Remake für 'Die Kinder vom Bahnhof Zoo' [Buch von 1978] mit Amazon Prime. Wie toll ist das, dass ein US-Konzern in lokale Stoffe investiert, weil sie das Potenzial erkannt haben. Ich habe die Ehre, mit Philipp Kadelbach als Regisseur zusammenzuarbeiten, der mit 'Unsere Mütter, unsere Väter' eine unglaublich emotionale Serie über den Zweiten Weltkrieg gedreht hat. Es ist ihm gelungen, einem Thema, das schon sehr oft verfilmt wurde, einen komplett anderen Blickwinkel zu geben."

Berben glaubt, dass US-Medienkonzerne an solchen Stoffen auch deshalb Interesse hätten, weil sie darin Chancen für den eigenen Markt sähen: "Wir haben ja letztes Jahr 'Parfum' mit Netflix gemacht, und der lief am besten in den USA. Damit hat keiner gerechnet, auch Netflix selbst nicht. Es gibt dort eine große Sehnsucht, mehr über Städte wie Paris oder Berlin zu erfahren. Und ich denke, wir alle haben Interesse an Stoffen mit Tiefe. Das ist gerade eine ganz wundervolle Zeit, Filme zu machen."

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