05.02.2021, 07.45 Uhr

Karin Hanczewski privat: So denkt der "Tatort"-Star über Kinder und Familie

Karin Hanczewski jongliert als "Tatort"-Ermittlerin ihre Polizeikarriere und die Rolle als alleinerziehende Mutter - doch wie sieht es privat bei der Schauspielerin aus? Wen Karin Hanczewski in ihr Bett lässt und was Familie für sie bedeutet, lesen Sie hier.

Schauspielerin Karin Hanczewski (rechts) mit ihren Kollegen Martin Brambach und Alwara Höfels aus dem Dresdner "Tatort". Bild: Bernd Settnik / picture alliance / dpa

In der Rolle von Kommissarin Karin Gorniak gehört Karin Hanczewski praktisch zum Inventar im Dresdner "Tatort". In der Krimi-Rolle spielt die gebürtige Berlinerin seit 2016 eine alleinerziehende Mutter, die ihr Privatleben mit der Karriere in Einklang zu bringen versucht - doch wie sieht es privat bei Karin Hanczewski aus?

Karin Hanczewski wurde mit diesen Rollen in Film und Fernsehen zum Publikumsliebling

Vier Jahre lang drückte Karin Hanczewski, die zweisprachig mit Deutsch und Polnisch aufgewachsen ist, in ihrer Heimatstadt Berlin am Europäischen Theaterinstitut die Schulbank, bevor die Künstlerin ihr erworbenes Wissen praktisch anwenden konnte. Ab 2005 gehörte Karin Hanczewski als festes Ensemblemitglied zum Jungen Theater in Göttingen, bevor sich zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen anschlossen. Ob "Soko Wismar", "Alarm für Cobra 11", "Ein Fall für zwei" oder "Kommissarin Heller", als wandelbare Schauspielerin war Karin Hanczewski bereits in etlichen Produktionen zu sehen.

Deshalb meidet Hanczewski die Partnersuche mit Flirt-Apps

In ihrer "Tatort"-Rolle mimt Karin Hanczewski also eine junge Mutter ohne Partner - und privat? Für die Schauspielerin kommt es da keinesfalls in die Tüte, mittels Flirt-Apps nach dem Partner fürs Leben zu suchen. Das hat Karin Hanczewski selbst verraten, als die "Tatort"-Ausgabe "Wer jetzt allein ist" ausgestrahlt wurde. Was die Schauspielerin von Online-Dating hält, hat sie in folgende Worte gefasst: "Mir widerstrebt das Wegwischen anhand von Äußerlichkeiten und ich bin auch zu stolz, dass das Jemand mit mir macht", sagte Karin Hanczewski der Deutschen Presse-Agentur. Hanczewski spielt im Dresdner "Tatort" die Kommissarin Karin Gorniak. In dem Fall "Wer jetzt allein ist" melden sie und ihre Kollegin (Alwara Höfels) sich im Undercover-Einsatz bei der Online-Dating-Plattform "Love Tender" an, um einen Mörder zu finden.

Karin Hanczewski privat: So steht die Schauspielerin zu Familie und Kindern

Im Dresdner "Tatort" spielt Karin Hanczewski Kommissarin Karin Gorniak, die als alleinerziehende Mutter den Spagat zwischen Karriere und Kind wagt. Private Erfahrungen kann Karin Hanczewski diesbezüglich allerdings nicht einbringen, denn Nachwuchs hat die Schauspielerin selbst (noch) nicht. Im Frühjahr 2017 verriet die Schauspielerin in der "Berliner Zeitung", dass sie auch ohne eigene Kinder glücklich sei - und verriet ganz nebenbei, wie sie sich ihre ideale Familie vorstellt. "Für mich bedeutet Familie, sich die Leute auszusuchen, denen man nahe sein will. Das können auch Freunde sein."

Jemals Kinder zu haben ist für Karin Hanczewski jedoch nach eigenem Bekunden nicht ausgeschlossen, auch wenn sich die Künstlerin kein Leben als Vollzeitmutter vorstellen könnte: "Ich bräuchte, glaube ich, neben Muttersein und Kindererziehung noch Dinge und Projekte für mich", so die "Tatort"-Schauspielerin in der "Berliner Zeitung". Bis sich der Kinderwunsch für Karin Hanczewski vielleicht eines Tages erfüllt, kümmert sich die Schauspielerin um ihren Mischlingshund- der Vierbeiner hat offenbar nicht nur den Weg ins Herz seines Frauchens, sondern auch in ihr Bett gefunden!

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Wenn Karin Hanczewski nicht gerade vor der Kamera steht, widmet sie sich einem ihren zahlreichen Hobbys wie Hobbys wie Yoga, Schwimmen, Ski, Reiten, Fechten, Inlineskaten, Tisch-Tennis, Akrobatik, Gitarre und Klavier.

Coming-out im "SZ Magazin": Karin Hanczewski unterzeichnet Manifest mit Schauspielkollegen

Sie outen sich als schwul, lesbisch, bisexuell, queer, nicht-binär und trans: Mit einem gemeinsamen Manifest im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" (05.02.2021) wollen 185 Schauspielerinnen und Schauspieler eine öffentliche Debatte anstoßen. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Maren Kroymann, Godehard Giese, Jonathan Berlin, Mark Waschke, Karin Hanczewski, Ulrich Matthes, Jaecki Schwarz und Mavie Hörbiger.

"Bisher konnten wir in unserem Beruf mit unserem Privatleben nicht offen umgehen, ohne dabei berufliche Konsequenzen zu fürchten", heißt es in dem Beitrag. Zu oft sei ihnen geraten worden, die eigene sexuelle Orientierung geheim zu halten. "Das ist jetzt vorbei." Diversität sei in Deutschland längst gesellschaftlich gelebte Realität, schreiben die Künstler. Diese Vielfalt soll durch die Film- und Fernsehbranche abgebildet werden. Das Publikum sei bereit dafür.

Im Interview fordern sechs der 185 Unterzeichner ihre Branche und die Gesellschaft auf, Diversität noch stärker sichtbar zu machen. Sie kritisieren die Männer- und Frauenbilder, die im Fernsehen und im Kino vermittelt werden. Lesbische Schauspielerinnen fürchteten, aus "dem Pool der für Männer begehrenswerten Frauen oder Frauenrollen" herauszufallen und nicht mehr besetzt zu werden, sagt Karin Hanczewski.

Den Künstlern geht es darum, als Minderheit sichtbar zu sein. In der Familie oder im Freundeskreis hätten sie ein Coming-out hinter sich, sagt Godehard Giese. "Aber wir sind mit unserer sexuellen Identität in der Öffentlichkeit nicht sichtbar. Es wird immer angenommen, man gehöre zur Norm." Sein Kollege Jonathan Berlin bezeichnet es als "Akt der Selbstliebe", sich zu outen. Als Jugendlichem hätten ihm Vorbilder gefehlt, "um damit freier umgehen zu können".

Karin Hanczewski kritisiert, dass ihr in ihrem Beruf gesagt worden sei, sie solle sich nicht outen. Auch sie spricht von "Befreiung" und fügt an: "Ich hatte immer den utopischen Wunsch, dass es, wenn ich mich mal oute, eine politisch-gesellschaftliche Relevanz hat. Als Einzelperson müsste ich schon wahnsinnig bekannt sein, damit das irgendwas verändert." In der Gruppe könnten sie aber etwas verändern.

Schauspielerin Karin Hanczewski im Steckbrief

Name: Karin Hanczewski

Geburtstag und -ort: 22. Dezember 1981 in Berlin

Sternzeichen: Steinbock

Augenfarbe: blaugrün

Größe: 1,69 Meter

Hobbys: Yoga, Schwimmen, Ski, Reiten, Tischtennis

Karrierestationen (Auswahl): Der Kriminalist (2011), Soko Wismar (2013), Der Tatortreiniger (2013), Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei (2013), Ein Fall für zwei (2014), Notruf Hafenkante (2015), Soko Leipzig (2015), Tatort (seit 2016), Blind & Hässlich (2017), jerks. (2018)

Auszeichnungen (Auswahl):Goldener Herkules beim Kasseler Dokumentarfilmfest (2007), Filmkunstpreis beim 11. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen (2015),Publikumspreis beim 12. Freiburger Filmfest (2015)

Autogrammadresse: Karin Hanczewski, c/o Management Goldschmidt, Renate Landkammer, Damaschkestraße 33, 10711 Berlin

Karin Hanczewski bei Facebook | Karin Hanczewski bei Instagram

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loc/kad/news.de/dpa

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