Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist - 10.01.2014, 10.46 Uhr

Helene Fischer: Gegen diesen Hass-Artikel laufen ihre Fans Sturm

Die Tageszeitung «taz» geht in einem Satire-Artikel auf Schlagerstar Helene Fischer los und spart dabei nicht mit derben Ausdrücken. Der Zorn vieler Fans ist entsprechend groß. Für sie haben die Hasstiraden nichts mit Satire zu tun, sondern sind einfach nur entwürdigend.

Fans von Schlagerkönigin bringt sie derzeit gehörig auf die Palme. In dem am Dienstag erschienenen Artikel «Scharf wie Marmelade» zieht der Autor nämlich gehörig vom Leder und macht schon im Vorspann deutlich, dass er von der Sängerin nicht allzu viel hält:

«Das Schlagerwesen Helene Fischer und ihr Feuerwerk der Langeweile. Perfektion vor allem in den Disziplinen Dösbackigkeit und Gefühlsduselei.»

Das Leben der Schlager-Prinzessin
Helene Fischer
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Helene Fischer als perfektes Einschlafmittel

Im weiteren Verlauf des Artikels bekommt die sonst so beliebte Interpretin ihr Fett weg. Ihre «Helene Fischer Show», die an Weihnachten Millionen Fernsehzuschauer vor den Bildschirm lockte, wird als «rund dreistündiger K.-o.-Cocktail für das Gehirn» bezeichnet, «wobei das aufgefahrene Brimborium kaum darüber hinwegtäuschen kann, dass Helene Fischer ihre Perfektion vor allem in den Disziplinen Dösbackigkeit, Gefühlsduselei und Harmlosigkeit zelebriert».

Ihre Anmoderationen seien so langweilig, dass man «in tausendjährigen Tiefschlaf» verfallen wolle, heißt es weiter. Das sehen Fans der erfolgreichen Schlagersängerin sicherlich anders. Für sie hat der Autor ähnlich harte Worte übrig.

Schlagerfans ohne Sinn und Verstand

Von «Matschbirnen» ist da die Rede, von «frustrierten Frauen» und «notgeilen Säcken», «die es nach belanglosen Rockballaden von den Sitzen reißt; die verträumt ihre gehirnlosen Köpfchen aneinander schmiegen und die ob des ganzen Schwachsinns bezaubert lächeln». Wer der «singenden Schlaftablette» Helene Fischer zujubele, sei - auf gut Deutsch - nicht ganz bei Trost.

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zurück Weiter Helene Fischer (Foto) Foto: ZDF / Max Kohr Kamera

Nicht jeder versteht das als Satire

Nun möchte man meinen, der Autor habe sich hier mal ganz schön im Ton vergriffen. Einige machen ihrem Ärger in Kommentaren unter dem «taz»-Artikel Luft. So schreibt ein Gast: «Journalismus der untersten Kategorie. Wieso muss man Menschen, die etwas gut finden, als Matschbirnen bezeichnen». Ein anderer bekundet: «Ich mag keine Volksmusik, was ich aber noch weniger mag, ist die Arroganz die aus diesem Artikel trieft.»

Tatsächlich handelt es sich dabei um Satire. Denn «Scharf wie Marmelade» erschien in der Rubrik «Die Wahrheit», der Satire- und Humorseite der Tageszeitung. Und Satire lebt nun einmal von Übertreibung, Ironie und Spott, der nicht völlig ernst gemeint ist, aber dem stets ein Fünkchen Wahrheit innewohnt.

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