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Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist - 04.01.2014, 09.00 Uhr

Schlagerkönig 2013: Warum Heino heute mehr Kult ist denn je

Die einen finden ihn lustig und unterhaltsam, die anderen halten sich am liebsten die Ohren zu, wenn er singt: Heino polarisiert - und das seit 50 Jahren. 2013 überraschte er alle und eroberte mit seinem neuen Rocker-Image ein völlig neues Publikum. Treu geblieben ist er sich dennoch.

75 und kein bisschen müde! Cover-Album «Mit freundlichen Grüßen» schaffte es auf Platz eins der Charts, er spielte mit Rammstein in Wacken und sogar Teenies feiern mittlerweile zur Musik des Schlager-Opas.

Doch nicht nur in Deutschland ist Heino bekannt wie ein bunter Hund. Selbst in Amerika ist er Kult. Dort wird er als Teil eines ganz eigenen Subkultur gefeiert, wie die Arte-Doku «Heino - Made in Germany» zeigt. Mark Hickox, seines Zeichens Heino-Imitator sagt sogar: «Wer Heino kennt, ist hipp.»

Deutschland «im Tal der wilden Rosen»?
2013 und der Schlager - eine Chronologie
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Heino: Mit rollendem R und tiefer Stimme zum Erfolg

Das war nicht immer so. Denn Heino war schon immer anders. Nicht der Tänzertyp, mit seinem platinblonden Haar, seinen Rollkragenpulllis und der Sonnenbrille eher sonderbar und altmodisch statt modern. Doch genau das hat ihn ausgemacht - und zu seiner Musik gepasst. «Ich wollte das Volkslied präsentieren, sie wie ich mir das vorstelle», sagt Heino bei Arte.

Was andere als gestelzt und roboterhaft empfanden, war sein Naturell. Das rollende R und die tiefe Stimme zeichnen seine Musik bis heute aus. Und natürlich die deutsche Sprache. Wenn man damals das Radio anmachte, seien nur die Nachrichten auf Deutsch gewesen, erklärt Heino rückblickend. «Das hat uns gestört.»

Platinblonder versetzt Deutschland ins Schlagerfieber

Uns - damit meint er sich und seinen Entdecker Ralf Bendix, der Heino Mitte der 1960er Jahre zum Erfolg führte. In alten Filmaufnahmen schwärmt er «von der Ausstrahlungkraft, von dem Volumen seiner Stimme». Und die Verkaufszahlen sollten ihm Recht geben. Schon Heinos erste Platte «Jenseits des Tales» wurde zum Hit.

Bis heute hat der Schlagerbarde mehr als 50 Millionen Platten in Deutschland verkauft. «Was ich mit meinen Volksliedern angestellt habe - positiv -, das war ja mehr als Frank Sinatra in Deutschland», gibt sich Heino selbstbewusst. Dennoch sei er lange ein Sänger der schweigenden Mehrheit gewesen.

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