Donald Trump: "The Don" schwärmt von Infantino - FIFA-Boss bricht in Gelächter aus

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat an der ersten Sitzung von Donald Trumps gegründetem Friedensrat teilgenommen. Der US-Präsident scherzte und der Fußball-Boss lachte. Ein Zusammentreffen, was für Entsetzen sorgte.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump hat FIFA-Boss Gianni Infantino zur ersten Sitzung seines Friedensrates eingeladen. (Foto) Suche
Donald Trump hat FIFA-Boss Gianni Infantino zur ersten Sitzung seines Friedensrates eingeladen. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Suzanne Plunkett
  • Gianni Infantino bei der ersten Sitzung von Trumps Friedensrat.
  • Der US-Präsident scherzt über den FIFA-Präsidenten. Infantino lacht.
  • Im Netz regt sich Kritik.
  • DasInternationale Olympische Komitee (IOC) will Infantinos Auftritt untersuchen.

Donald Trump mag offenbar nur selbst gewählte Bündnisse. Deshalb gründete er auch einen Friedensrat als eine Alternative zu den Vereinten Nationen. Länder wie Ungarn sind dem umstrittenen Bord of Peace bereits beigetreten. Am Donnerstag begrüßte er die Mitglieder zur ersten Sitzung - und überraschte mit einem Gast: FIFA-Präsident Gianni Infantino.

FIFA-Präsident Gianni Infantino bei Trumps Friedensrat

Infantino hatte bei der ersten Zusammenkunft des von Trump gegründeten umstrittenen Friedensrats vorn auf dem Podium Platz genommen, ganz in der Nähe von Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Regierungschef Viktor Orban. "Jeder muss den Frieden unterstützen", sagte der Schweizer bei seiner kurzen Rede. Danach zeigte er einen Werbespot, in dem es hieß, dass im Gazastreifen unter anderem Spielfelder sowie ein Stadion für bis zu 25.000 Zuschauer gebaut werden sollen. Trump sagte, die FIFA werde helfen, 75 Millionen Dollar für Projekte in Gaza zu sammeln, die mit Fußball zu tun haben sollen.

Donald Trump schwärmt von FIFA-Boss

Donald Trump wandte sich in seiner Rede an den FIFA-Chef, der eine rote Schirmmütze mit dem Schriftzug USA trug. Das unabhängige Nachrichtenportal Nexta teilte zwei Ausschnitte. In einem sagte der US-Präsident im scherzhaften Ton zu Infantino: "Alle hier sind Staatschefs, außer Gianni – aber er ist der Chef des Fußballs, also ist das nicht so schlimm. Stimmt's, Gianni? Ich glaube, dein Job gefällt mir am besten." In dem anderen Clip ist der FIFA-Präsident zu sehen, wie er lacht, seine Basecap abnimmt und seinen rechten Daumen in die Luft reckt - vermutlich in dem Moment, als Trump ihn ansprach.

Entsetzen nach Trumps Infantino-Scherz

Den Chef des Weltfußballverbands im Friedensrat zu sehen, stieß auf der Plattform X auf viel Kritik:

  • "Das muss alles nur ein Albtraum sein. Das kann nicht wahr sein. Wann wird dieser gruselige Traum endlich zu Ende sein?"
  • "Die halten das alles für einen verdammten Witz! (In gewisser Weise ist es das auch.)"
  • Wenn ich Infantino wäre, würde ich nicht so viel lachen, nachdem Trump gesagt hat: 'Dein Job gefällt mir am besten'. Es könnte passieren, dass Trump diesen Job für sich beansprucht."
  • "Das ist ein einziger großer, verrückter Zirkus. Infantino sollte sich für diesen absolut lächerlichen Stunt schämen."
  • "Infantino mit einer roten USA-Kappe bei einem Friedensgipfel. Das ist schon ein ziemlicher Anblick. Politik und Fußball finden immer einen Weg, sich zu vermischen."

IOC will Infantinos Auftritt beim Friedensrat untersuchen

Womöglich könnte Infantinos Teilnahme Folgen haben.Das IOC will sich mit dem Auftritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der ersten Sitzung des Friedensrats von US-Präsident Donald Trump befassen. "Wir werden uns das anschauen und zur angeblichen Unterzeichnung von Dokumenten recherchieren", sagte Kirsty Coventry, Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, am Rande der Winterspiele in Mailand. Infantino ist als Fußball-Weltverbandschef auch IOC-Mitglied. Dem FIFA-Präsidenten wird seit Längerem eine zu große Nähe zu Trump und Staaten vorgeworfen, die demokratische Werte nicht teilen.

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/news.de/dpa

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