Donald Trump: Provokanter Vorstoß – Präsident will sich selbst höchste Auszeichnung verleihen

Mit einer neuen Idee sorgt Donald Trump erneut für Aufsehen: Der US-Präsident bringt ins Spiel, sich selbst die höchste Militärmedaille zu verleihen. Kritiker reagieren entsetzt auf die Aussagen.

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Donald Trump: US-Präsident liebäugelt mit höchster Tapferkeitsauszeichnung (Foto) Suche
Donald Trump: US-Präsident liebäugelt mit höchster Tapferkeitsauszeichnung Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump denkt laut über eigene "Medal of Honor" nach
  • Kritik wegen fehlendem Militärdienst von Donald Trump
  • Veteranen reagieren mit deutlichen Worten auf Donald Trump

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Mit einer neuen Idee hat Donald Trump bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Georgia für Kopfschütteln gesorgt. Der US-Präsident brachte erneut ins Spiel, sich selbst mit der höchsten militärischen Auszeichnung der Vereinigten Staaten ehren zu lassen – der "Medal of Honor".

In seiner Rede erzählte Trump "The Daily Beast" zufolge, er habe schon zahlreichen verwundeten Soldaten Orden überreicht. Dabei sprach er über Veteranen, die schwer verletzt aus Kriegseinsätzen zurückkehrten. Im gleichen Atemzug scherzte er, er habe nach einem Besuch bei US-Truppen im Irak darüber nachgedacht, sich selbst ebenfalls mit der prestigeträchtigen Auszeichnung zu bedenken.

Ändert Donald Trump das Gesetz für die eigene Ehrung?

Die "Medal of Honor" wird seit 1861 an Militärangehörige verliehen, die im Gefecht außergewöhnlichen Mut bewiesen haben. Mehr als 3.500 Soldaten wurden bislang ausgezeichnet. Da Trump nie aktiven Militärdienst geleistet hat, erfüllt er die Voraussetzungen nicht. Trotzdem ließ der 79-Jährige durchblicken, man könne ja "testen", ob eine rechtliche Anpassung möglich sei. Sollte es Klagen geben, könne er die Frage vor Gericht klären lassen, so Trump sinngemäß. Später relativierte er seine Worte und sprach von Humor. Kritiker sehen darin allerdings ein wiederkehrendes Muster.

Alte Aussagen holen Donald Trump ein

Schon in früheren Reden hatte Trump mit ähnlichen Gedankenspielen provoziert. 2019 machte er auf einer Veteranenkonferenz entsprechende Bemerkungen. Auch im Wahlkampf 2024 sorgte er für Empörung, als er die zivile "Presidential Medal of Freedom" als "besser" bezeichnete als die militärische Ehrenmedaille und das mit der Begründung, Soldaten seien bei deren Verleihung oft schwer verletzt oder bereits gefallen. Eine große Veteranenorganisation reagierte damals scharf und nannte die Aussagen unangemessen. Trumps Umfeld verteidigte ihn und sprach von Missverständnissen.

Donald Trumps Georgia-Besuch mit Nebengeräuschen

Eigentlich wollte der Präsident bei seinem Auftritt wirtschaftliche Themen in den Mittelpunkt stellen. Stattdessen driftete die Rede schnell in bekannte Gefilde ab: Trump sprach über angeblichen Wahlbetrug, philosophierte über sein Alter und erklärte kurzerhand, das Thema Lebenshaltungskosten habe sich erledigt. Parallel hatte er in Washington Staats- und Regierungschefs empfangen und nebenbei angemerkt, auch ein Friedensnobelpreis wäre eine denkbare Auszeichnung, auch wenn ihn dieser angeblich nicht interessiere.

Ob scherzhaft oder ernst gemeint: Mit seinen Medaillen-Fantasien hat Trump erneut eine Debatte entfacht und einmal mehr die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

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