Donald Trump und die Midterms: "The Don" erkennt unweigerlichen Absturz - jetzt bleiben nur noch faule Tricks
Die Zwischenwahlen in den USA rücken unaufhaltsam näher, während sich bei den Republikanern die letzten Hoffnungen auf einen Wahl-Triumph verflüchtigen. Bleiben Donald Trump nur noch faule Tricks, um das Ruder ehrumzureißen?
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Republikaner "wissen, dass sie verlieren werden" - Weißes Haus weist Vorwürfe zurück
Im November 2026 wird die US-Bevölkerung an die Wahlurne gebeten, wenn die Midterms - auch als Zwischenwahlen bekannt - auf dem Programm stehen. Den jüngsten Umfrageergebnissen zufolge sieht es für Donald Trump und seine Republikaner alles andere als rosig aus.
Manipulationsvorwürfe gegen Donald Trump: Beeinflusst der US-Präsident die bevorstehenden Wahlen?
Der US-Kolumnist David Rothkopf legt sich nun fest: Im Lager des US-Präsidenten wird bereits fest mit einer republikanischen Niederlage bei den Wahlen gerechnet, weshalb das Umfeld von "The Don" nun alle Hebel in Bewegung setzt, um mit unlauteren Methoden das Ruder herumzureißen. Die Vorwürfe gegen Donald Trump wiegen schwer: In einem Interview mit dem "Daily Beast Podcast" erklärte David Rothkopf, dass Donald Trumps Regierung gezielt versuche, die Integrität des Wahlprozesses vor den Midterm-Wahlen im November zu untergraben.
Republikaner ahnen drohende Niederlage laut US-Kolumnist David Rothkopf
Der Grund dafür liegt für Rothkopf auf der Hand: Die Republikaner rechneten mit einer Niederlage. "Die Realität ist, dass sie wissen, dass sie verlieren werden, und deshalb nutzen sie jedes erdenkliche Mittel, um die Waage zu ihren Gunsten zu beeinflussen", sagte Rothkopf. Die Handlungen der Administration und die Äußerungen des Präsidenten müssten "sehr ernst" genommen werden, warnte der Kolumnist. Das Weiße Haus wies die Kritik zurück und betonte stattdessen sein Engagement für sichere Wahlen.
Experte legt Beweise vor: So will Donald Trump die Zwischenwahlen zu seinen Gunsten beeinflussen
Rothkopf nannte mehrere konkrete Beispiele für seine Vorwürfe. Das FBI durchsuchte unlängst ein Wahlbüro im Bezirk Fulton County in Georgia und beschlagnahmte Wählerverzeichnisse aus dem Jahr 2020 sowie weitere Materialien. Zudem bot Justizministerin Pam Bondi dem Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, an, Einwanderungsbehörden-Einsätze in Minneapolis zu reduzieren – im Gegenzug für ungeschwärzte persönliche Daten von Wählern. Auch die Neuausrichtung von Wahlkreisen zugunsten der Republikaner kritisierte der Kolumnist. Texas habe damit begonnen, andere republikanisch geprägte Bundesstaaten wie Florida, Missouri, Ohio und North Carolina seien gefolgt.
Der sogenannte SAVE Act, der bereits das Repräsentantenhaus passiert hat, würde einen Staatsbürgerschaftsnachweis zur Wählerregistrierung verlangen. Kritiker befürchten, dass Wahlberechtigte ohne Pass oder Geburtsurkunde dadurch ihr Stimmrecht verlieren könnten. Donald Trump hatte den Kongress aufgefordert, den SAVE Act zu verabschieden. Dieses Gesetz würde einen einheitlichen Standard für Lichtbildausweise bei Wahlen einführen, briefliche Stimmabgabe ohne Begründung verbieten und das Einsammeln von Stimmzetteln durch Dritte beenden – alles im Namen der Wahlsicherheit, wie seitens des Weißen Hauses betont wurde.
Wahlmanipulation in aller Öffentlichkeit: Trump-Regierung bedient sich fauler Tricks
Rothkopf erläuterte die mutmaßliche Strategie hinter diesen Maßnahmen. "Warum wollen sie die Wählerverzeichnisse? Um Menschen zu disqualifizieren", erklärte er. Die Verschwörungstheorien über Fulton County dienten dazu, Wahlmaschinen zu beschlagnahmen. "Sie werden die Stimmen nie wieder sehen. Sie werden nie erfahren, was dabei herauskommt." Donald Trump selbst habe Republikaner aufgefordert, das Wahlsystem zu "nationalisieren". Zudem brachte Trump die Möglichkeit ins Spiel, die Midterm-Wahlen ganz abzusagen.
Trump-Vertrauter Steve Bannon erklärte laut Rothkopf, der Präsident wolle beweisen, dass ihm die Wahl 2020 gestohlen wurde – um dann demokratische Siege 2026 und 2028 zu verhindern. Das Justizministerium fordere zudem ungeschwärzte Kopien von Wählerregistrierungsdatenbanken aus den Bundesstaaten an.
Dementi aus dem Weißen Haus: Vorwürfe mit "Trump Derangement Syndrome" abgetan
Die Regierung wies die Vorwürfe scharf zurück. Sprecherin Abigail Jackson erklärte, die im "Daily Beast Podcast" getätigten Aussagen seien gleichbedeutend mit "ins Leere schreien". Niemand höre dieser "Therapiesitzung für Trump-Derangement-Syndrom" zu. Trump setze sich dafür ein, dass Amerikaner volles Vertrauen in die Durchführung von Wahlen hätten, so Jackson weiter. Dazu gehörten "vollständig korrekte und aktuelle Wählerverzeichnisse ohne Fehler und unrechtmäßig registrierte Nicht-Staatsbürger".
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loc/news.de/stg
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