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Kim Jong-un: Alles wegen Putin? Nordkorea-Diktator feuert U-Boot-Raketen ins Meer

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un knechtet sein Volk auf grausame Weise und gilt als einer der weltweit gefährlichsten Machthaber. Am Samstag schockte der Machthaber Nordkoreas die Welt mit dem Abschuss von U-Boot-Raketen.

Kim Jong-un hat offenbar U-Boot-Raketen abgefeuert. Bild: picture alliance/dpa/KCNA | -

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs möglicherweise eine atomwaffenfähige U-Boot-Rakete getestet. Nordkorea habe eine ballistische Rakete am frühen Samstagnachmittag (Ortszeit) vor Sinpo an der Ostküste abgefeuert, teilte der Generalstab mit. Sie sei in Richtung offenes Meer geflogen. Es habe sich möglicherweise um eine U-Boot-gestützte Rakete (SLBM) von kurzer Reichweite gehandelt. Südkoreas Militär sei auf mögliche weitere Raketenstarts durch das Nachbarland vorbereitet, hieß es.

Kim Jong-un testet U-Boot-Rakete in Nordkorea

Nordkorea treibt seit Jahren die Entwicklung von ballistischen Raketen voran. Das sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart auch einen oder mehrere Atomsprengköpfe tragen können. Moderne SLBMs gehören ebenfalls dazu. UN-Resolutionen verbieten dem Land die Erprobung von Raketen mit ballistischer Raketentechnik.

Nordkorea nutzt Unterwasserplattform für Raketen-Abschuss

Nordkorea verfügt eigenen Angaben zufolge schon länger über die SLBM-Technologie. Doch wurden seine Angaben über bisherige Versuchsstarts vom U-Boot aus angezweifelt. Es wird vermutet, dass Nordkorea dazu eine Unterwasserplattform genutzt haben könnte. Raketen, die von einem U-Boot abgefeuert werden, sind schwerer vom Gegner zu entdecken.

Kim Jong-un will Atomprogramm ausbauen

Nordkorea hat in diesem Jahr bereits mehr als ein Dutzend umstrittener Raketentests durchgeführt, darunter mindestens auch einen Test mit einer Interkontinentalrakete (ICBM). Zuletzt hatte Nordkorea am Mittwoch laut Südkorea und Japan eine ballistische Rakete abgefeuert. Unklar blieb, um welchen Raketentyp es sich genau handelte. Doch wurde nicht ausgeschlossen wurde, dass ebenfalls eine ICBM erprobt werden sollte.

Twitter-User sicher: Kim Jong-un kämpft um Aufmerksamkeit wegen Putin

Während Experten besorgt nach Nordkorea blicken, reagieren etliche Twitter-User dem britischen "Express" zufolge mit Spott auf Kims jüngste Machtdemonstration. "Kim ist einfach sauer, dass der kleine Vlad (gemeint ist Wladimir Putin) die ganze Aufmerksamkeit bekommt, wenn es darum geht, der Menschheit mit einer nuklearen Apokalypse zu drohen.", spottet etwa dieser User. "Das heißt aber nicht, dass er nicht gefährlich ist", stellt ein anderer Twitter-Nutzer kurz darauf klar. Ein anderer bezeichnete Kim Jong-uns Entscheidung, die Raketen zu starten, schlicht als "verrückt".

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/news.de/dpa