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Von news.de-Redakteurin - Uhr

Corona-Demo in Schmalkalden: "Krimineller Pöbel!" Video zeigt brutale Attacke auf Polizisten

Bei einer unangemeldeten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen kam es am Montagabend in Schmalkalden zu einem brutalen Vorfall. Als Polizisten die Personalien eines Mannes aufnehmen wollten, wurden sie plötzlich attackiert. Ein Video im Netz zeigt den brutalen Angriff.

In Schmalkalden wurden Polizisten von Teilnehmern einer unangemeldeten Corona-Demo angegriffen. Bild: Screenshot Twitter @glr_berlin / SCREEN

In Schmalkalden haben Gegner der Corona-Maßnahmen bei einer unangemeldeten Demonstration auf dem Altmarkt am Montagabend drei Polizisten umzingelt, bedroht und attackiert. Zwei Beamte wurden dabei verletzt. In den sozialen Netzwerken sorgt ein Video des Vorfalls für kontroverse Diskussionen.

Corona-Demonstration in Schmalkalden am 27.04.2021: Polizisten brutal attackiert! Zwei Verletzte

Wie die Polizei Suhl in einer Pressemitteilung schreibt, war die Demonstration weder angemeldet, noch hielten sich alle Teilnehmer an die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Als die Ordnungshüter die Personalien eines Mannes aufnehmen wollten, bei dem es sich scheinbar um den Versammlungsleiter handelte, eskalierte die Situation plötzlich. Der Mann weigerte sich seine Daten preiszugeben und forderte andere Anwesende auf, die Situation zu filmen.

Plötzlich mischte sich ein 44-Jähriger ein. Er attackierte die Polizisten zunächst verbal und schlug dann völlig unvermittelt einem Polizisten mit der Faust gegen den Hals. In der Rangelei wurde ein weiterer Polizist zu Boden geworfen. Die aufgebrachte Menschenmenge umzingelte die drei Beamten, die schließlich Pfefferspray einsetzen mussten. Zwei Polizisten wurden verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Mittlerweile hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

"Paradebeispiel für die stetige Radikalisierung!" Schock-Video zeigt Angriff auf Polizei

"Gestrige Montagsdemo in Schmalkalden, Thüringen. Paradebeispiel für die stetige Radikalisierung der querdenkenden 'bürgerlichen Mitte'. 2 Minuten, zig Straftaten. Auf Telegram werden die beteiligten Polizisten wahlweise als 'Sölder' oder 'SA' bezeichnet", schreibt ein Twitter-Nutzer und teilt ein Video des Vorfalls.

Angesichts des hohen Gewaltpotenzials fragen sich viele nach dem Grund für die Wut. "Grund für die Wut sind allerdings Restriktionen des Staates, die durch nichts zu rechtfertigen sind. Und ein Staat, der Gewalt säht, erntet Gewalt", schreibt ein Twitter-Nutzer.

"Doch, die Restriktionen des Staates sind gerechtfertigt, um Leben und körperliche Unversehrtheit von Menschen zu schützen. Wenn man glaubt, dass die Restriktionen zu weit gehen, kann man den Rechtsweg beschreiten", hält ein anderer dagegen. "Das hysterische Kreischen dieser Frau macht mich so aggressiv. Man wird doch noch nen Polizisten schlagen, und ihm seine Ausrüstung wegnehmen dürfen... Nix darf man mehr in diesem Land.!!!!11", ätzt ein weiterer gegen die Demonstranten.

Verschärfen die Corona-Maßnahmen das Gewaltpotenzial?

"Natürlich radikalisieren die sich. Die Gründe (Maßnahmen) verschärfen sich mit der pandemischen Lage ja genauso. Das befeuert sich gegenseitig. Wahnsinn wie ruhig die Cops da bleiben. Hätte schon längst nen Warnschuss abgegeben und für Ruhe gesorgt", heißt es in einem Tweet. "Nicht die Maßnahmen sind dafür verantwortlich, die Durchgeknallten sind es", meint ein Twitter-Nutzer.

"Unerträgliche Szenen in #Schmalkalden, die das Gewalt- und Hasspotenzial von #Querdenken zeigen. Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um Aggressoren habhaft zu werden. Rechtsstaat muss konsequent gegen Radikalisierung und Hass vorgehen", schreibt Thüringens Innenminister Georg Maier auf Twitter. "Wir als Thüringer sind noch mehr als Sprachlos, am Freitag der Vorfall in der Erfurter Straßenbahn, gestern in Schmalkalden, drehen die hier alle am Rad?? Wir schämen uns für dieses Verhalten", schreibt eine Twitter-Nutzerin.

"Andauernd solche Meldungen aus #Thüringen #Erfurt #Sachsen und und... Was ist mit diesen Menschen dort los?! Verrohung u Gewaltbereitschaft an der Tagesordnung?! Ich empfinde eine solch große Verachtung,das kann ich nicht beschreiben! #niedorthin #KriminellerPöbel", heißt es in einem anderen Tweet. "diese Menschen sind mittlerweile so manipuliert durch Fake News auf Telegram das es nur noch schwer wird sie in die normale Gesellschaft wieder zu integrieren. Ich hoffe dennoch das sie sich irgendwann an diesen Tag zurückerinnern und sich in Grund und Boden schämen", gibt ein Twitter-Nutzer die Hoffnung nicht auf.

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bua/fka/news.de/dpa