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Corona-Impfung aktuell: Zu wenig Impfstoff für Hausärzte! Droht ein neues Impfdebakel? 

Um den Impf-Turbo in Deutschland endlich zu zünden, sollen ab Ostern auch Hausärzte die Corona-Impfstoffe verimpfen. Doch die ganze Sache hat laut einem Medienbericht einen kleinen Harken. Schlittert Deutschland in das nächste Impfdebakel?

Der Impfstart bei den Hausärzten wird wohl nur schleppend anlaufen. Bild: dpa

Am Dienstag (5. April) nach Ostern dürfen endlich Ärzte ihre Patienten gegen das Coronavirus impfen. Damit soll das Impftempo nach dem langsamen Start endlich angezogen werden. Doch das scheint eher eine Hoffnung gewesen zu sein. Laut einem Medienbericht können die Ärzte nicht gleich so viele Impfstoffdosen verimpfen, denn es ist nicht genügend da. Schlittert Deutschland schon wieder in das nächste Impfdebakel hinein?

Corona-Impfung beim Hausarzt ab 5. April startet langsam

Ein geschmeidiger Turbostart dürfte das wohl nicht werden. Zunächst sollen die 50.000 Hausärzte über den Apotheken-Großhandel zunächst nur 20 Impfdosen pro Woche von Biontech/Pfizer zugeteilt bekommen. Die anderen Impfstoffe von Moderna und AstraZeneca stehen den niedergelassenen Ärzten nicht zur Verfügung. Insgesamt sollen sie nur eine Million Dosen pro Woche bekommen. Dafür stehen die Impfzentren etwas besser da: Sie erhalten zwei Millionen Impfdosen in der Woche.

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Impf-Trödelei: Deshalb laufen die Impfungen beim Hausarzt nur schleppend an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erklärt, dass das britisch-schwedische Unternehmen AstraZeneca gerade die Liefermengen reduziert und die Impfzentren die bereits bestellten Mengen für die Zweit-Impfungen braucht. 

So lukrativ sind Corona-Impfungen für Hausärzte

Deshalb machen die Kassenärzte jetzt auch Druck. Ihrer Meinung nach sollen mehr Menschen in Arztpraxen geimpft werden. Das würde sich auch finanziell auszahlen. Wie Bild berichtet erhält ein Arzt je Impfung eine Pauschale von 20 Euro, bei einer Impfung bei den Patienten zuhause sind es 35 und für die Aufklärung ohne Impfung nochmal 15 Euro. Ärzte in den Impfzentren bekommen nur ein Honorar von 100 bis 150 Euro pro Stunde.

Bundesgesundheitsministerium will Impfungen bei Hausärzten voranbringen

Um den Impfstart schnell voranzubringen hat das Bundesgesundheitsministerium eine Arbeitsgruppe für das Hausärzte-Impfen eingerichtet. Diese trifft sich regelmäßig - auch mit Impfstoffherstellern. AstraZeneca ist nicht dabei und auch Moderna ist ausgeschieden, weil sie mit dem logistischen Plan nicht einverstanden sind. Denn der Transport des hochsensiblen Stoffs zu den Apotheken-Großhändlern sei wohl zu teuer. "Das wird fast teurer als der Impfstoff selbst", sagte ein namentlich nicht genannter Experte gegenüber "Bild". Das Ministerium bestreitet diese Aussage.

Am vergangenen Montag wurde besprochen, wie der Impfstoff gerecht verteilt werden kann. Dabei ging es dann im Wesentlichen darum, wie die Großhändler ihren "gerechten Anteil" bekämen, sagten zwei Insider "Bild".

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bos/news.de