04.03.2021, 10.02 Uhr

Messerangriff in Schweden: Drei Menschen nach Attacke in Lebensgefahr - Täter angeschossen

In der südschwedischen Kleinstadt Vetlanda hat ein Mann auf mehrere Menschen eingestochen. Sieben Personen wurden bei der Messerattacke verletzt. Der Täter konnte festgenommen werden. Handelt es sich um Terror?

Die Polizei ermittelt nach einer Messerattacke in Schweden wegen Terrorverdachts. (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ yaroslav1986

Bei der mutmaßlichen Terrortat im schwedischen Vetlanda wurden drei Menschen lebensgefährlich verletzt. Das meldete die schwedische Nachrichtenagentur TT am Donnerstag unter Berufung auf die betroffenen Krankenhäuser der Region Jonköping. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden. Die Polizei in Jonköping konzentrierte sich am Donnerstag auf die Vernehmung von Zeugen der Tat. Am Nachmittag (15.00 Uhr) wollte sie bei einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten mitteilen.

Mann sticht auf Menschen ein - Polizei geht von Terrorverdacht aus

Ein junger Mann hatte am Mittwoch im Zentrum von Vetlanda zahlreiche Menschen mit einer nicht näher definierten Stichwaffe angegriffen. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt sieben Menschen verletzt. Zuvor war die Rede von acht Personen gewesen. Der mutmaßliche Täter wurde bei der Festnahme angeschossen und liegt ebenfalls im Krankenhaus. Er soll der Polizei wegen kleinerer Straftaten bekannt gewesen sei.

Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Details in der Ermittlung gäben Anlass, ein mögliches terroristisches Motiv zu untersuchen, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung der Polizei.

Tatmotiv nach Messerangriff unklar

Viele Fragen blieben am Abend offen, darunter das Motiv und der genaue Handelsverlauf der Tat in Vetlanda rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm. Bisherigen Polizeierkenntnisse zufolge hat der Mann - mutmaßlich ein Einzeltäter im Alter von 20 bis 30 Jahren, der aus der Gegend stammt - eine Reihe von Menschen an insgesamt fünf verschiedenen Tatorten mit einer Art von Stichwaffe angegriffen. Um was für eine Waffe es sich handelte, gab die Polizei noch nicht bekannt.

"Ich verurteile diese furchtbare Gewalt", erklärte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven am Abend auf Facebook. Er sei in Gedanken bei denjenigen, die in Vetlanda verletzt worden seien. "Wir werden daran erinnert, wie zerbrechlich unsere sichere Existenz ist", schrieb der Regierungschef.

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bos/news.de/dpa

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