17.02.2021, 14.25 Uhr

Wladimir Putin: Kreml am Pranger: Verschwörungstheorie um Folterkeller in der Ukraine

Es sind schwere Vorwürfe, die Bürgerrechtsgruppen gegen Wladimir Putin erheben. In der Ukraine soll der Kreml ehemalige Atombunker als Folterkeller nutzen. Gefangene Rebellen sollen hier von einem als "The Maniac" bekannten Mann mit chirurgischen Werkzeugen gefoltert werden.

Werden in der Ukraine Menschen gefoltert? Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Klimentyev

Wie viel Wahrheit steckt in den Behauptungen der Bürgerrechtler? Wie aktuelle das britische Nachrichtenportal "Daily Mail" berichtet, wird dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, ehemalige Atombunker in der Ukraine nicht nur als Gefängnisse sondern auch als Folterkeller zu nutzen.

Putins geheime Folterkeller? Elektroschocks, Schläge mit Hämmern und Verstümmelungen

Als Beweis für ihre Aussagen legten Bürgerrechtler Fotos aus den angeblichen Folterkellern des Kreml-Chefs vor. In den Einrichtungen in der Ostukraine nahe der russischen Grenze sollen mehr als 200 Menschen (darunter auch Zivilisten) gefangen gehalten werden. Zu den Foltermethoden gehören den Bürgerrechtlern zufolgeElektroschocks, Schläge mit Hämmern und Verstümmelungen mit chirurgischen Werkzeugen.

Inhaftierung und Folter dienen als abschreckendes Beispiel

Die Folterkerker sollen sich in Donezk und in Luhansk befinden, wo seit Jahren ein als Krieg von Donbass bekannter Konflikt zwischen prorussischen Separatist*innen und der ukrainischen Armee tobt. Laut Justice for Peace, einer Allianz von 17 ukrainischen Menschenrechtsorganisationen und lokalen Medien, soll ein unbekannter Mann, der nur als "The Maniac" bekannt ist, die Menschen foltern. Die Vorgänge in den ehemaligen Bunkern dienen zudem als Abschreckung und ersticken Oppositionsbemühungen oftmals bereits im Keim.

Ex-Häftlinge berichten von Stromschlägen an den Genitalien

Auch Zeugenaussagen ehemaliger Gefangener legten die Bürgerrechtler vor. Die Ex-Häftlinge gaben an, brutal gefoltert worden zu sein. Man habe sie unter anderem über an ihren Genitalien befestigte Drähte geschockt und ihnen die Finger gebogen, bis sie schließlich brachen. An anderen Tagen hätten ehemalige Profiboxer auf sie eingeprügelt.

Inhaftiert wurden die Gefangenen unter anderem, weil Nachbarn sie wegen angeblicher pro-ukrainischer Ansichten, Alkoholkonsum und Verstöße gegen die Ausgangssperre denunziert hatten. Das ganze Ausmaß der Inhaftierungen in den Folter-Gefängnissen sei jedoch unklar, da viele Betroffene zu eingeschüchtert sind, Hilfe bei staatlichen Behörden oder Menschenrechtsorganisationen zu suchen.

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fka/sig/news.de