06.02.2021, 11.51 Uhr

Minus-Zinsen: Bis zu 355 Millionen Euro Verluste! Riesiges Loch klafft in Rentenkasse

In der deutschen Rentenkasse klafft ein riesiges Loch, das von Jahr zu Jahr immer größer wird. Schuld sind die Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank. Diese belasten die Rentenkasse immer stärker. Kommendes Jahr drohen Verluste von bis zu 355 Millionen Euro.

In der Rentenkasse klafft ein riesiges Loch. Bild: AdobeStock /bilderstoeckchen

Seit Jahren belasten die Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) die deutsche Rentenkasse. Aktuell berichtet die "Bild"-Zeitung darüber, dass der Deutschen Rentenversicherung bis zum Ende des kommenden Jahres Verluste von bis zu 355 Millionen Euro drohen, "weil sie für die Anlage ihrer eisernen Reserve immer mehr Geld zahlen muss."

Rente in Deutschland: Verluste von bis zu 355 Millionen Euro drohen

In der sogenannten Nachhaltigkeitsrücklage der Rentenversicherung sollen sich laut "Bild" Ende Dezember mehrals 37 Milliarden Euro befunden haben. Das Geld aller Beitragszahler, welches nicht für laufende Rentenauszahlungen benötigt wurde, legte die Rentenkasse in den vergangenen Jahre immer gewinnbringend an, um die Beschäftigten zu entlasten. Doch seit einigen Jahren ist mit dieser Praktik Schluss. Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank gibt es keine Zinsgutschriften mehr. Stattdessen drohen nun Strafzinsen.

Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank verbrennen Rentengelder

Im Jahr 2017 habe die Rentenkasse laut "Bild" erstmals 48 Millionen Euro für die Anlage ihrer Milliarden-Rücklagen. 2018 waren weitere 49 Millionen Euro an Strafzinsen fällig. 2019 musste die Rentenkasse 29 Millionen Euro zahlen und bisherigen Prognose der Bundesregierung zufolge sollen sich die Srafzinsen 2020 auf 110 Millionen Euro belaufen haben. "In diesem Jahr rechnet die Regierung mit 97 Millionen Euro Minuszinsen und 2022 mit weiteren 22 Millionen Euro", heißt es bei der "Bild"-Zeitung.

355 Millionen Euro verbrannt! Riesiges Loch in der Rentenkasse wegen Nullzins-Politik der EZB

Dies bedeutet, dass die Rentenkasse innerhalb von sechs Jahren 355 Millionen Euro an Rentengeldern verbrannt hat. Eine Summe, die eigentlich für etwa 350.000 durchschnittliche Monatsrenten reichen würde. "Hier zeigt sich die hässliche Seite der Niedrigzins-Politik! Nicht nur die Sparer haben das Nachsehen, sondern auch die Steuer- und Beitragszahler müssen draufzahlen", so Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler.

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fka/news.de

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