27.01.2021, 08.45 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Ist DAS der Fahrplan für das Lockdown-Ende?

Offiziell gilt der Lockdown in Deutschland bis zum 14. Februar - wie es nach dem Valentinstag weitergehen soll, ist offenbar bereits in Planung. Ein Bundesland liefert Kanzlerin Merkel einen mehrstufigen Plan für die Rückkehr in den Alltag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bereits eine Strategie für die Zeit nach dem Lockdown zurechtgelegt haben. Bild: picture alliance/dpa/Reuters/Pool | Fabrizio Bensch

Die Geschäfte sind dicht, Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen, Homeoffice wird der täglichen Fahrt ins Büro vorgezogen - bis zum 14. Februar 2021 steckt Deutschland im Lockdown. Die vom Robert-Koch-Institut übermittelten Zahlen zu Neuinfektionen, Todesfällen und R-Wert gaben in den vergangenen Tagen rund um den Jahrestag der ersten in Deutschland bestätigten Covid-19-Erkrankung Hoffnung: Die zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen und Lockdownmaßnahmen scheinen zu fruchten, die Zahlen sinken langsam, aber beständig.

Angela Merkel: Deutschland ist bei Bekämpfung der Pandemie noch nicht am Ziel

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das zwar ein Grund für vorsichtigen Optimismus, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Es gebe einen nachhaltigen Rückgang der Infektionszahlen, das bedeute, dass die ergriffenen Maßnahmen wirkten, sagte Angela Merkel in der Online-Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach Angaben von Teilnehmern. Allerdings sei man noch nicht am Ziel von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Der Winter sei nicht einfach. Es gebe aber keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen.

Lockdown in Deutschland bis 14.02. - und wie geht's danach weiter?

Folgerichtig steht die Frage im Raum, wie es in Deutschland nach dem Stichtag 14. Februar weitergehen soll - kann der Lockdown aufgehoben werden, dürfen Kinder wieder in die Schule oder in die Kita gehen, kann die Wirtschaft wieder angekurbelt werden? Zuletzt bereiteten unter anderem in Großbritannien, Brasilien oder Südafrika aufgetretene Corona-Mutationen Mediziner und der Politik Kopfzerbrechen, "drastische Maßnahmen" in Gestalt von harten Reise-Einschränkungen waren im Gespräch, um die sich rasant verbreitenden Mutanten zu stoppen.

Angela Merkel schmiedet Geheimplan zur Lockdown-Aufhebung

Hinter den Mauern des Bundeskanzleramtes soll indes eifrig an Plänen getüftelt werden, wie es nach dem offiziellen Lockdown-Ende am Valentinstag in Deutschland weitergehen soll. Die "Bild" will erfahren haben, dass die Bundeskanzlerin schrittweise Lockerungen der derzeit geltenden Maßnahmen plane. Details dazu sind noch nicht durchgesickert.

Noch bevor sich die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen berät, sollen erste Skizzen für die Zeit nach dem Lockdown entstehen. Der "Bild" zufolge habe Angela Merkel mit Kanzleramtschef Helge Braun, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz Michael Müller nur einen kleinen Kreis ins Vertrauen gezogen.

Mecklenburg-Vorpommern macht's vor: So könnte der Lockdown stufenweise gelockert werden

Deutlich konkreter sind bereits die Lockerungspläne, die Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) für sein Bundesland Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt hat. Dem NDR zufolge seien die Lockerungspläne an der Sieben-Tage-Inzidenz orientiert. Der Fokus liege demnach auf der möglichst raschen Rückkehr zu einem halbwegs geregelten Schul- und Kitabetrieb, denkbar sei dies bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Die Öffnung von Friseursalons sei dann ebenso zu erwägen wie die Lockerung von Kontaktbeschränkungen. Bei Inzidenzen unter 50 könne man den Einzelhandel sowie die Gastronomie mit Auflagen öffnen.

In die Bedingungen sollen zudem neben der aktuell genutzten Kapazität an Intensivbetten in den Kliniken auch die derzeitige Impfquote sowie Fakten zur Verbreitung von Mutationen einfließen, heißt es beim NDR. Geht es nach Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident, so solle sein Plan für die Rückkehr aus dem Lockdown eine Basis für die Besprechungen von Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten werden.

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loc/news.de/dpa