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Donald Trump: Knallharter Rauswurf! Republikaner wollen Trump jetzt rausschmeißen

Nach dem Sturm auf das Kapitol forderten viele Politiker, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump anzustreben. Jetzt könnten ihm seine eigenen Partei-Freunde in den Rücken fallen und ihn rauswerfen. 

Republikaner könnten US-Präsident Donald Trump jetzt von seinem Amt entheben. Bild: picture alliance/Gerald Herbert/dpa

Für Donald Trump könnte es nach dem wütenden Krawall-Marsch in das Kapitol mit fünf Toten ernst werden. Am Mittwoch könnte das US-Repräsentantenhaus ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen den noch amtierenden US-Präsidenten anstreben. Die Wahrscheinlichkeit für ein Impeachment-Verfahren ist groß, vor allem weil der Unmut in den Reihen der Republikaner wächst. Vor allem Mitch McConnell ist wütend und könnte ihn jetzt rauswerfen.

Alle aktuellen Entwicklungen im Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump lesen Sie in unserem Ticker

Impeachment gegen Donald Trump: Mitch McConnell will US-Präsidenten rausschmeißen

Laut "Daily Mail" strebt Mitch McConnell an, bei einem Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump zu stimmen. Die Chancen, dass der Senatsmehrheitsführer der Republikaner Trump rauswirft, stehen "fifty fifty". Um Donald Trump per Gesetz aus der Partei und somit für alle zukünftigen politischen Ämter zu blockieren, braucht es eine Zweidrittelmehrheit. Die Republikaner haben 50 Stimmen. Ob diese den entscheidenden Ausschlag geben würden, ist ungewiss. Wenn es zu einem Verfahren kommt, muss sich Donald Trump von seiner Präsidentschaftskandidatur 2024 verabschieden.

Joe Biden fordert Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump

Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden rief McConnell am Montag wegen des Verfahrens an. McConnell sagte, er würde den Parlamentarier des Senats konsultieren und sich zurückmelden. Als Senatsführer hätte Mitch McConnell rechtlich gesehen die Möglichkeit, einen speziellen Amtsenthebungsausschuss zu bilden.

Mitch Connell wütend auf Donald Trump wegen Wahl-Klage

Dass Mitch McConnell sich jetzt gegen Donald Trump stellt, überrascht. Beim ersten Versuch im letzten Jahr, den noch amtierenden US-Präsidenten aus dem Amt zu schmeißen, vereitelte er noch. Als der 74-Jährige die Wahlergebnisse anzweifelte und Klage einreichte, reichte es McConell jedoch. Dadurch verlor der Senat wichtige Stimmen. "Jetzt ist der Moment, gegen die geschwächte lame duck ("lahme Ente") vorzugehen, die er dafür verantwortlich macht, dass die Republikaner den Senat verloren haben", heißt es in dem Bericht vom Dienstag. Er riet dem Mann von Melania Trump noch davon ab. 

Impeachment-Verfahren aktuell: Republikanerin Liz Cheney verurteilt Sturm auf Kapitol

Der Sturm auf das Kapitol hat viele Republikaner dazu bewegt, sich kategorisch von Donald Trump abzuwenden. Republikanerin Liz Cheney äußerte sich entrüstet, nachdem Donald Trump in seiner Rede darüber sprach, Kongressabgeordnete wie sie loszuwerden. "Am 6. Januar 2021 griff ein gewalttätiger Mob das Kapitol der Vereinigten Staaten an, um den Prozess unserer Demokratie zu behindern und die Auszählung der Präsidentschaftswahlen zu stoppen. Dieser Aufstand verursachte Verletzungen, Tod und Zerstörung in der heiligsten Raum in unserer Republik", schrieb Republikanerin Liz Cheney. 

"Der Präsident der Vereinigten Staaten rief diesen Mob zusammen, versammelte den Mob und entzündete die Flamme dieses Angriffs. Alles, was folgte, war sein Werk. Nichts von alledem wäre ohne den Präsidenten geschehen. Der Präsident hätte sofort und energisch eingreifen können, um die Gewalt zu stoppen. Er tat es nicht. Noch nie hat ein Präsident der Vereinigten Staaten sein Amt und seinen Eid auf die Verfassung mehr verraten", fuhr sie fort. Ich werde für ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten stimmen", schloss Liz Cheney. Auch Mick Connells Frau Elaine Chao zog die Reißleine und verließ Trumps Kabinett - wie zahlreiche andere.

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bos/sig/news.de