19.12.2020, 14.32 Uhr

Böller-Verbot an Silvester: Bis zu 25.000 Euro! DIESE Bußgelder drohen bei Missachtung des Böllerverbotes

Um Unfälle in der Silvesternacht zu vermeiden gilt in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ein Böller-Verbot. Böller und Raketen dürfen nicht verkauft werden. Doch welche Bußgelder drohen, wenn man gegen das Böllerverbot verstößt?

In diesem Jahr gilt ein Böller-Verbot. Bild: dpa

Wegen der Corona-Pandemie dürfen in diesem Jahr vor Silvester keine Böller und Raketen verkauft werden. Der Bundesrat beschloss auf Bitten der Bundesregierung am Freitag eine entsprechende Änderung der Sprengstoffverordnung. Das Verkaufsverbot soll die Zahl der Unfälle vor und in der Silvesternacht reduzieren und dafür sorgen, dass sich Krankenhäuser vor allem um die Corona-Patienten kümmern können. Außerdem soll es dazu beitragen, dass Menschen nicht auf der Straße ausgelassen feiern.

Böller-Verbot an Silvester 2020 wegen der Corona-Pandemie

Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich bereits am vergangenen Wochenende auf das Verkaufsverbot geeinigt und zusätzlich vom Zünden jeglichen Silvesterfeuerwerks abgeraten. Auf bestimmten publikumsträchtigen Plätzen, die die Kommunen definieren, gilt zudem ein Feuerwerksverbot.

Großteil der Deutschen befürwortet Böller-Verbot an Silvester

Fast drei Viertel der Deutschen halten das Böller-Verbot zu Silvester für richtig. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur unterstützten 71 Prozent die Entscheidung von Bund und Ländern, nur 22 Prozent lehnten sie ab. 8 Prozent machten keine Angaben.

Bußgelder bei Verstoß gegen Böller-Verbot?

Für manche jedoch gehört das Feuerwerk zu Silvester zwingend dazu. Gibt es also eine Möglichkeit, das Böller-Verbot zu umgehen? Was passiert, wenn ich Raketen und Böller aus dem letzten Jahr abschieße? Welche genauen Regeln an Silvester gelten entscheidet jedes Bundesland selbst. AnwältinNicole Mutschke erklärte gegenüber "RTL.de": "Tatsächlich ist nicht so ganz klar, was verboten ist und was nicht."

So hatten einige Bundesländer zwar den Verkauf, aber nicht das Anzünden der Böller verboten. In Nordrhein-Westfalen gibt es laut Mutschke zwar ein festgelegtes Bußgeld aber kein ausdrückliches Böller-Verbot in der Corona-Verordnung. In Baden-Württemberg wiederum sei nur das Knallen auf öffentlichen Plätzen verboten, nicht aber im privaten Bereich.

25.000 Euro Bußgeld beim Kauf von Böllern auf dem Schwarzmarkt

Wer also sicher gehen will, welche Regeln an Silvester gelten, sollte immer wieder einen Blick in die Corona-Verordnung des eigenen Bundeslandes werfen. Vorsicht sei in jedem Fall geboten. Wer CE-gekennzeichnete Feuerwerkskörper auf dem Schwarzmarkt kauft, muss je nach Bundesland mit einem Bußgeld rechnen, im schlimmsten Fall bis zu 25.000 Euro, so Mutschke im Gespräch mit "RTL.de".

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fka/news.de/dpa

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