24.11.2020, 12.30 Uhr

Armin Laschet: Nach absurder Weihnachts-Aussage: Twitter-User fordern "Laschet geh"!

Seine Aussage zum diesjährigen Weihnachtsfest hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet reichlich Kritik eingebracht. Dabei sprach er vom "härtesten Weihnachten" seit dem Krieg. Twitter-User reagierten mit Wut und Empörung auf die fragwürdige Aussage.

Armin Laschet steht mal wieder mächtig unter Beschuss. Bild: dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sorgte mal wieder für Empörung. Am Wochenende äußerte sich der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen in der "Welt" zu Weihnachten 2020 unter Corona-Bedingungen. Dabei hatte er unter anderem erklärt: "Es wird wohl das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben." Ein Satz, der nun für reichlich Zündstoff sorgt. Nicht nur auf Twitter erntete der CDU-Politiker für den Spruch zurecht viel Unverständnis.

"Härteste Weihnachten" seit dem Krieg: Armin Laschet erntete Kritik für absurden Vergleich

Tatsächlich erscheint es kaum vorstellbar, dass Weihnachten 2020 härter wird, als das Fest nach dem 2. Weltkrieg, der allein etwa 6,3 Millionen Deutschen das Leben gekostet hat. Man kann sich kaum ausrechnen, wie viele Mütter ohne ihre Söhne oder ihre Ehemänner vor dem Weihnachtsbaum saßen. Andere wiederum verbrachten die Festtage in Lagern. Fernab von ihren Liebsten. Ebenso dramatisch dürfte die Lage nach der Teilung Deutschlands gewesen sein, nach der etliche Menschen Weihnachten plötzlich ohne ihre Familie verbringen mussten. Und damals gab es noch keine Coronavirus-Pandemie, sondern eine Mauer. Kann man Weihnachten 2020 tatsächlich mit all dem gleichsetzen? Wohl kaum.

Twitter-User entsetzt über Laschets Aussagen

Darin sind sich auch die Twitter-User einig, die mächtig gegen Armin Laschet austeilen. "#Laschet glaubt das sei das schlimmste #Weihnachten der Nachkriegsgeschichte. Meine Mama hat Weihnachten 45-48 in Lagern verbracht. Meine Oma (26) mit 3 kleinen Kindern. In den Lagern wütete Polio. Die Kinder hatten Läuse und Hunger. #arminausaachen", poltert etwa dieser User. Ein anderer schreibt: "Armin #Laschet: "Das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben" Herr Laschet, googeln Sie doch bitte einmal "Hungerwinter 1946/47" u. gehen Sie dann auf die Kategorie Bilder. Merken Sie selbst oder?"

"#Laschet geh!" User wüten gegen CDU-Politiker

Auch dieser Beitrag schlägt in die gleiche Kerbe: "Haben wir eine Hungersnot? Krieg? Kein Dach über dem Kopf? Werden wir gefoltert? Schlafen wir frierend in Hütten? NEIN wir sitzen gemütlich zu Hause, haben Braten, Schokolade, Kuchen können mit den Liebsten telefonieren, schreiben, skypen, denn wir sind gesund! #Laschet geh!!", wird dieser Kommentator noch etwas deutlicher. "#HaertestesWeihnachten mit Netflix & vollem Kühlschrank in zentralgeheizten Räumen.
Diese Form der Wohlstandverwahrlosung zeigt auch den Realitätsverlust von Gestalten, wie #Laschet.", schiebt dieser Twitter-Nutzer hinterher. Diese Liste ließe sich noch ewig fortsetzen.

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Armin Laschet kassiert für Weihnachts-Aussage Spott und Häme

Die Piratenpartei etwa schrieb nach Laschets absurder Weihnachts-Aussage: "Armin #Laschet "droht" mit dem "härtesten Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben". Man sollte, bevor man so etwas sagt, seine Wortwahl und deren Wirkung auf die Menschen überdenken. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass das falsch ist #arminausaachen". Die "ZDF heute-show" schob hinterher: "Wer sein Ohr an eine Friedhofsmauer legt, kann die Kriegsgeneration lachen hören. Hart. #Corona #HaertestesWeihnachten".

Armin Laschet rudert nach umstrittener Weihnachts-Aussage zurück

Armin Laschet hat sich mittlerweile selbst zu seiner umstrittenen Aussage geäußert und zurückgerudert. Nachdem er in der "Welt am Sonntag" gesagt hatte, "Es wird wohl das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben", betonte Laschet am Montagabend im ZDF-"heute-journal": "Natürlich ist es auf Lesbos schlimmer und natürlich ist es in Afrika in Elendsvierteln schlimmer. Das ist ja alles wahr. Aber die Botschaft ist: Dieses Weihnachten wird anders sein als alle Weihnachten, wie wir sie kennen. Es wird Verzicht bedeuten."

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sba/news.de/dpa