26.09.2020, 14.09 Uhr

Coronavirus News am Samstag, 26.09.2020: Über 2500 neuer Fälle! Jugendliche feiern Corona-Party in Berlin

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Auch am Samstag wurden den Gesundheitsämtern mehr als 2500 neue Fälle gemeldet. Das sind die Corona-News und -Zahlen vom 26.09.2020.

Die aktuellen Corona-News des Tages bei news.de. Bild: dpa

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2507 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Am Freitag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2153 gelegen.

Coronavirus-News aktuell: Zahl der Corona-Toten steigt in Deutschland auf 9452

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen mindestens 282.730 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 26.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9452. Das sind 9 mehr als am Vortag. Rund 249700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Zahl der Corona-Neuinfektionen abhängig von Anzahl getesteter Personen

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Reproduktionszahl R-Wert steigt laut RKI auf 0,91, Sieben-Tage-R bei 1,01

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,91 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI einen Sieben-Tage-R-Wert an, der weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen und lag zuletzt bei 1,01 (Vortag: 0,97). Demnach steckt ein Infizierter im Mittel ungefähr einen weiteren Menschen an.

Corona-Partys! Wieder Polizei-Einsätze in Berliner Parks

Entgegen der Corona-Maßnahmen feierten erneut Hunderte Menschen in zwei Berliner Parks. Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung wurden die Betroffenen laut "Bild" aus zwei Parks in Berlin-Mitte verwiesen. "Bis zu 300 Personen in Partystimmung und mit viel zu wenig Abstand" hielten sich am Freitagabend im Weinbergspark und im James-Simon-Park auf, wie ein Sprecher am Samstag mitteilte. Die Sicherheitskräfte mussten demnach "mit Nachdruck" die teils alkoholisierten und jugendlichen Feiernden ansprechen, um die Menschenansammlungen aufzulösen.

Bei dem Einsatz soll es vereinzelt zu Flaschenwürfen und einer Zündung von Pyrotechnik gekommen sein. Im Weinbergspark wurde ein Polizist leicht verletzt, so der Sprecher.

WHO mit Corona-Schock-Prognose: Zwei Millionen Covid-Tote und mehr möglich

Währenddessen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem massiven weiteren Anstieg der Todeszahlen durch das Coronavirus gewarnt. Die Zahl von zwei Millionen Todesopfern sei zwar unvorstellbar, "aber nicht unmöglich", sagte der Nothilfekoordinator Mike Ryan am Freitagabend in Genf. Die WHO rechnet damit, dass die Zahl von einer Million gemeldeten Covid-Todesfällen in der kommenden Woche erreicht wird.

Experten warnen: Corona-Maßnahmen müssen rigoros umgesetzt werden

Der massive weitere Anstieg sei abwendbar, meinte Ryan. Sämtliche Maßnahmen müssten dafür weltweit und rigoros umgesetzt werden: Hygiene, Masken tragen, Abstand halten, Testen, Kontaktverfolgung, Quarantäne und mehr.

"Die Frage ist: sind wir bereit multilateral, global so zusammen zu handeln, dass wir dieses Virus kontrollieren, anstatt dass es unser Schicksal kontrolliert?" sagte er. "Wenn wir dies nicht tun und die Art, den Umfang und die Intensität unserer Zusammenarbeit nicht weiterentwickeln, dann, fürchte ich, müssen wir uns auf eine solche Zahl einstellen - und bedauerlicherweise womöglich noch eine größere."

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sba/news.de/dpa

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