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Coronavirus in Deutschland: Ethikrat lehnt Immunitätsnachweis ab - DER Grund spaltet Twitter

Jens Spahn forderte im Frühjahr einen Corona-Immunitätsausweis und entfachte eine heftige Debatte. Der Deutsche Ethikrat lehnt einen solchen Nachweis nach aktuellem Stand ab. Doch für Twitter ist das Thema damit noch nicht abgeschlossen.

Der Ethikrat lehnt einen Corona-Immunitätsausweis ab. Bild: AdobeStock / Axel Bueckert

Seit Monaten dauert die Debatte über einen Immunitätsausweis in der Corona-Pandemie an: Sollte jemand, der sich bereits mit dem Coronavirus infizierte, mehr Rechte als andere Bürger haben? Nein, sagt der Deutsche Ethikrat. Aktuell spreche vor allem der medizinische Sachstand gegen eine Einführung.

Coronavirus-News aktuell: Deutscher Ethikrat lehnt Immunitätsnachweis ab - DAS sind die Gründe

Der Deutsche Ethikrat lehnt eine Einführung eines solchen Nachweises derzeit klar ab. Grund seien "erhebliche Unsicherheiten" über die Immunität und die Aussagekraft von Antikörpertests, erklärte das unabhängige Beratergremium in einer am Dienstag in Berlin vorgelegten Stellungnahme. Zugleich sollten frei verkäufliche Tests zum Nachweis einer Unempfindlichkeit gegen das Coronavirus wegen "zweifelhafter Verlässlichkeit" und eines daraus folgenden Gefährdungspotenzials strenger reguliert werden.

Jens Spahn entfachte Debatte: Brauchen wir einen Corona-Immunitätsnachweis?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte den Ethikrat im Frühjahr um eine Stellungnahme gebeten. Hintergrund war breite Kritik an ursprünglichen Plänen, dass Immunitätsausweise auch Ausnahmen von Alltagsbeschränkungen ermöglichen könnten. Spahn zog die Pläne auch nach scharfem Protest des Koalitionspartners SPDzurück.

Das Nein des Ethikrats zu Corona-Immunitätsnachweisen zum jetzigen Zeitpunkt fiel einstimmig aus. Für den Fall, dass eine Immunität künftig hinreichend verlässlich nachweisbar sein sollte, gab es demnach unterschiedliche Auffassungen, inwiefern eine Einführung solcher Bescheinigungen zu empfehlen wäre. Dem Gremium gehören 26Wissenschaftler und Experten verschiedener Fachrichtungen an. Sie werden vom Bundestagspräsidenten berufen.

"Gesellschaft in zwei Gruppen gespalten!" Heftige Debatte auf Twitter über den Immunitätsnachweis

Der Vorschlag von Jens Spahn sorgte auch auf Twitter für heftige Diskussionen. Nutzer liefern sich eine heftige Debatte zu den Chancen und Risiken eines möglichen Immunitätsausweises. "Ein #Immunitätsausweis würde die #Gesellschaft in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Privilegien und Beschränkungen spalten! Denkbar ist auch, dass sich Menschen absichtlich #infizieren, ob freiwillig oder möglicherweise sogar auf Druck des Arbeitgebers!", heißt es in einem Tweet

"#Ethikrat lehnt einen Immunitätsausweis, nach aktueller Sachlage ab. Nachvollziehbar. Wieder mal eine Sache, die den 'Leugnern' zeigen sollte, wie unser Staat funktioniert", schreibt ein Twitter-Nutzer. "DANKE! Ethikrat spricht sich gegen Immunitätsausweis aus! LEIDER haben sie ausdrücklich ausgeschlossen, dass sich ihre Entscheidung auch auf eine immunität durch Impfung bezieht. Nicht gut", heißt es in einem anderen Tweet

Doch die Entscheidung des Ethikrates wirft auch Fragen auf. "Ich verstehe die Berichterstattung richtig, dass der #Ethikrat Immunitätsausweise aus medizinischen, nicht aber in erster Linie aus ethischen Gründen ablehnt? Da kann man dann nur noch mit dem Kopf schütteln", schreibt ein Twitter-Nutzer.

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bua/fka/news.de/dpa

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