09.07.2020, 07.46 Uhr

Donald Trump: Anstieg der Corona-Fälle nach Kundgebung! Gefährdet Trump sein eigenes Volk?

Entsetzen in den USA: Nach einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma stiegen die Corona-Infektionen erneut massiv an. Behördenvertreter machen Trump für den Anstieg der Corona-Fälle verantwortlich.

Donald Trump hält trotz der Corona-Pandemie an seinen Wahlkampfveranstaltungen fest. Bild: dpa

Die Gesundheitsbehörden in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma führen den Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Bezirk auch auf einen Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump zurück. Der Auftritt sowie andere Veranstaltungen hätten "mehr als wahrscheinlich" zu der Zunahme beigetragen, sagte Behördenchef Bruce Dart am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Tulsa. Als Dart auf die Trump-Kundgebung angesprochen wurde, sagte er: "In den vergangenen Tagen hatten wir fast 500 Fälle und wir wissen, dass wir mehrere große Veranstaltungen vor etwas mehr als zwei Wochen hatten." Er denke, man könne da einen Zusammenhang herstellen.

Nach Trump-Auftritt in Tulsa: Zahl der Corona-Infektionen deutlich gestiegen

Trumps Kundgebung am 20. Juni war die erste seit Beginn der anhaltenden Pandemie und wurde von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt begleitet. Der Präsident war dafür kritisiert worden, Tausende Menschen in einer Halle zu versammeln, in der das Tragen von Masken nicht verpflichtend waren. Auch Trump trägt in der Öffentlichkeit keine Maske. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, begründete das am Mittwoch erneut damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde.

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Trotz neuer Corona-Fälle: Donald Trump hält an Wahlkampf-Veranstaltungen fest

An diesem Samstag will Trump auf dem Flughafen von Portsmouth im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire vor Tausenden Anhängern sprechen - diesmal im Freien. Alle Gäste müssen bei der Anmeldung zustimmen, dass sie "freiwillig alle Risiken" übernehmen, die aus einer Corona-Infektion resultieren könnten, wie seine Kampagne erklärte. Trumps Wahlkampflager haftet dafür nicht. Teilnehmer würden aber "stark ermuntert", bereitgestellte Masken zu tragen, hieß es.

Keine Entspannung bei Explosion der Corona-Zahlen in den USA in Sicht

Nach Corona-Rekordzahlen in den Vereinigten Staaten zeichnet sich in dem Land weiter keine Entspannung ab. Eine Reihe von Bundesstaaten wie Florida, Texas oder Arizona verzeichneten auch am Mittwoch hohe Infektionsraten, teilweise wurden Intensivbetten in Krankenhäusern knapp. Am Dienstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 laut Johns-Hopkins-Universität (JHU) bei mehr als 60.000 an einem einzelnen Tag gelegen - die bei weitem höchsten Zahlen bislang.

Horror-Prognose: Experten rechnen in den USA mit bis zu 208.000 Corona-Toten

Insgesamt liegt die Zahl der Toten infolge einer Covid-19-Erkrankung in den USA inzwischen bei mehr als 130.000 - zudem gibt es über drei Millionen bestätigte Fälle. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen - vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. Trump erklärte das wiederholt mit den ebenfalls gestiegenen Zahl an Tests.

Bis November könnten nach einem weithin beachteten Modell des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle in den USA insgesamt rund 208.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben.

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Video: news.de

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sba/loc/news.de/dpa

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