04.06.2020, 11.36 Uhr

Fall George Floyd: Autopsie-Bericht enthüllt: Afroamerikaner hatte Coronavirus!

Der Tod von George Floyd hat die Welt erschüttert. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft einen Autopsie-Bericht veröffentlicht. Dieser besagt, dass der Afroamerikaner vor seinem Tod am Coronavirus erkrankt war. Doch dies war nicht der Grund für Floyds Tod.

Ein Autopsie-Bericht klärt auf! Daran starb George Floyd. (Symbolfoto) Bild: SOPA Images via ZUMA Wire

Der bei einem brutalen Polizeieinsatz getötete Afroamerikaner George Floyd ist einer offiziellen Autopsie zufolge mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Die Infektion stand jedoch nicht in Zusammenhang mit seinem Tod, zumal sie seit April bekannt war und er "höchstwahrscheinlich" keine Symptome mehr hatte, wie es in dem am Mittwochabend (Ortszeit) veröffentlichten Autopsiebericht hieß. Floyds Familie habe der Veröffentlichung zugestimmt, hieß es.

George Floyd starb an den Folgen eines tödlichen Polizeieinsatzes

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits unter Berufung auf die Autopsie erklärt, dass Floyd am Montag vergangener Woche wegen des brutalen Polizeieinsatzes an einem Herz-Kreislaufstillstand gestorben war, als sich der Polizist auf seinen Nacken kniete. Ein Polizist in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Hals des am Boden liegenden Floyds gedrückt. Der 46-Jährige war festgenommen worden, weil er verdächtigt wurde, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Zuvor hatte sich George Floyd kooperativ gezeigt, doch der Polizist ringte ihn zu Boden wie ein Video zeigt.

George Floyd ist tot! Anklage gegen Polizisten wurde geändert

Die Anklage wegen Mordes gegen den Polizeibeamten wurde abgeändert, wie mehrere Medien schreiben. Der wegen "Mordes dritten Grades" angeklagte Mann muss sich beim Prozess wegen "Second Degree Murder" dem Richter und der Jury stellen. Dieses Strafmaß entspricht einem Totschlag in einem besonders schweren Fall. Ihm drohen bis zu 40 Jahre Gefängnis.

Auch die anderen drei beteiligten US-Polizisten wurden nun angeklagt. Gegen sie wurden Haftbefehle wegen Beihilfe zu einem Tötungsdelikt erlassen. Das teilte Keith Ellison, Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Minnesota, am Mittwoch in Minneapolis mit.

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bos/sig/news.de/dpa

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