29.05.2020, 15.29 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Unterricht mit Zimmerservice? Schulbeginn ohne Abstand - So geht's

Der Streit um das Tempo der Schulöffnungen hat wieder an Fahrt gewonnen. Nach den Sommerferien könnten Schüler trotz Corona-Gefahr in Klassenstärke in Hotels, Messehallen und Vereinshäusern unterrichtet werden.

Findet Unterricht bald in Hotels statt? Bild: dpa

Eltern- und Lehrervertreter sehen wegen derCorona-Krise Handlungsbedarf bei derVorbereitung des Unterrichts nach den Sommerferien. Der Vorsitzende des Bundeselternrats, Stephan Wassmuth, schlägt etwa Vereinshäuser oder Tagungszentren als zusätzliche Räumlichkeiten vor, um Abstandsregeln einhalten zu können. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, mahnte eine besondere Förderung benachteiligterKinder an.

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Coronavirus-News: Normalbetrieb in den Schulen erst nach den Sommerferien

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz der Länder, Stefanie Hubig (SPD), sagte der "taz": In allen Bundesländern bestehe der dringende Wunsch, zu stärkerer Normalität zurückzukehren. "Im Grunde ist unser Weg der gleiche: Wenn möglich, soll nach den Sommerferien ein Normalbetrieb in den Schulen stattfinden", so die rheinland-pfälzische Ressortchefin. "Wir werden uns zu Beginn der nächsten Woche austauschen."

Grundschüler trotz Coronavirus nicht getrennt in Schule

Der Streit über das Tempo bei Schul- und Kitaöffnungen hatte zuletzt weiter Fahrt aufgenommen. Mehrere Bundesländer haben inzwischen angekündigt, dass zumindest an Grundschulen die Schüler bald nicht mehr getrennt, sondern wieder in voller Klassenstärke unterrichtet werden sollen. Auch die Frage, ob es wenigstens nach den Sommerferien an den Schulen wieder halbwegs normal weitergehen soll, bleibt umstritten.

Wegen Abstandsregeln: Elternrats-Vorsitzender will Schule in Hotels oder sogar Messehallen

Der Bundeselternrats-Vorsitzende Wassmuth ist skeptisch. "Wir müssen davon ausgehen, dass auch nach den Ferien die Abstandsregeln weiter gelten", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Um möglichst viel Präsenzunterricht für möglichst viele Schüler zu ermöglichen, sollten auch andere Gebäude fürs Lernen genutzt werden: Vereinshäuser, kommunale Veranstaltungsräume, Tagungszentren, Kongressräume in Hotels oder sogar Messehallen."

Sachsen hatte als erstes Bundesland Grundschulen und Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb wieder geöffnet. Statt auf kleine Gruppen und Abstandsregeln zu setzen, werden Gruppen und Klassen voneinander getrennt. Schleswig-Holstein hatte nun am Mittwoch ebenfalls entschieden, dass dort alle Grundschüler ab dem 8. Juni wieder zur Schule gehen sollen - ohne Abstandsregeln. Ab Mitte Juni peilt auch Sachsen-Anhalt für Grundschüler einen Betrieb in gesamter Klassenstärke an. In Baden-Württemberg ist das ab Ende Juni geplant.

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rut/news.de/dpa

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