28.04.2020, 08.25 Uhr

Kim Jong-un tot oder lebendig?: Berichte über öffentlichen Auftritt! Lebt der Machthaber noch?

Seit Tagen erscheint Nordkoreas Machthaber nicht mehr in der Öffentlichkeit. Seitdem gibt es Gerüchte, dass Kim Jong-un schwer erkrankt ist. Sogar über den Tod des Diktators wurde zuletzt spekuliert. Nun soll Kim jedoch wieder in der Öffentlichkeit aufgetaucht sein.

Tod oder lebendig? Um Kim Jong-un ringen sich aktuell zahlreiche Gerüchte. Bild: dpa

Nach zwei Wochen Abwesenheit wird immer mehr über den Verbleib von Nordkoreas Machthabers Kim Jong Un gerätselt. Inmitten widersprüchlicher Berichte über den angeblichen Tod des Alleinherrschers soll Kim nun eine Rede gehalten haben. Aufnahmen des angeblichen Auftritts gibt es jedoch nicht. Das Rätselraten um den Gesundheitszustand von Kim Jong-un geht also weiter.

Kim Jong-un verschollen: Rätselraten über Verbleib des Diktators

Die Berichte über eine angeblich schwere Erkrankung Kims, der erst Mitte 30 ist, sorgen international schon seit Tagen für Aufsehen. Aus seinem international ziemlich abgeschotteten Landes gibt es dazu nur Schweigen. Dies feuert nicht nur die Spekulationen über Kims Wohlergehen an. Am Wochenende berichtete die "New York Post" sogar von Kim Jong-uns vermeintlichem Tod. Dem Bericht nach sei er nach einer Herz-OP gestorben. Offiziell bestätigt wurden derartige Berichte jedoch nicht.

Koma oder fehlgeschlagene Herz-OP? Gesundheitszustand von Kim Jong-un weiter unklar

Doch dies ist nicht die einzige Theorie über den Verbleib des nordkoreanischen Machthabers. So berichtet die japanische Zeitung "Shukan Gendai", dass Kim zwar noch am Leben sei, jedoch im Koma liegen würde. Weiter hieß es in dem Bericht: Kims Hirn sein nur noch "Gemüse". Andere unbestätigte Berichte besagten unterdessen, dass eine Operation zum Einsetzen eines Stents fehlgeschlagen sei, weil die Hände des Chirurgen zu stark gezittert hätten.

Kim Jong-un doch am Leben? Zeuge spricht von erfolgreicher Operation

Ganz andere Berichte ereilen uns währenddessen von der südkoreanische Website "DailyNK". Die will von einem Zeugen erfahren haben, dass die Herz-OP erfolgreich verlaufen sei. Ihm zufolge erhole sich der Diktator an einem streng bewachten Ort.

Inmitten widersprüchlicher Berichte über den Gesundheitszustand des Alleinherrschers wurde nun auch noch Kims mutmaßlicher Privatzug von US-Experten an der Ostküste des Landes gesichtet. Die auf Nordkorea spezialisierte Nachrichtenseite "38 North" veröffentlichte dazu am Samstag (Ortszeit) Satellitenbilder, die aus der vergangenen Woche stammen sollen. Wirklich Aufschluss brachten aber auch diese Aufnahmen nicht.

Kim Jong-un soll Rede gehalten haben

Mag man aktuellen Berichten der Zeitung "Rodong Sinmum" Glauben schenken, dann hat sich Nordkoreas oberster Führer nun sogar selbst zu Wort gemeldet. In einer angeblichen Rede soll der Machthaber den Arbeitern für den Bau eines neuen Touristenviertels im Geheimstaat gedankt haben. Allerdings enthielt der Bericht weder aktuelle Bilder noch den Standort von Kim Jong-un.

Diskussionen um möglichen Nachfolger Kim Jong-uns werden laut

Seinen letzten öffentlichen Auftritt absolvierte Kim Jong-un am 11. April. Seither wurde er nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Inzwischen wird auch über die Frage diskutiert, wer dem jüngsten Machthaber der Diktatorenfamilie folgen könnte. Mittelpunkt der Spekulationen steht in Südkorea Kims jüngere Schwester Kim Yo Jong. Kims eigene Kinder - er soll drei haben - sind zu jung, um für eine Machtübernahme in Frage zu kommen.

Bei Tod von Kim Jong-un: Übernimmt Kims Schwester Kim Yo Jong die Macht in Nordkorea?

Die Schwester, die Anfang 30 ist, gilt nicht nur als einflussreiche Beraterin des Machthabers. Mit ihr würde auch sichergestellt, dass die Macht weiter in der Hand der Kim-Dynastie liegt, die seit mehr als 70 Jahren über das Land herrscht. Mit der Festigung der Macht von Kim Jong Un stieg auch die Schwester in der Hierarchie auf. Inzwischen ist sie "Alternatives Mitglied" im Politbüro des Zentralkomitees der Arbeiterpartei. Das Politbüro gilt als höchstes Vollzugsorgan innerhalb des Zentralkomitees.

Ausgeschlossen wird aber auch nicht, dass die Macht zunächst von einem Zirkel einflussreicher Funktionäre und Militärs ausgeübt wird. Falls Kim Jong-un sterbe, bevor seine Kinder erwachsen seien, "wird höchstwahrscheinlich eine kollektive Führung ernannt, um das Land zu regieren, bevor ein dynastischer Nachfolger bereit ist, um zu übernehmen", schrieb zuletzt der Nordkorea-Kenner Leonid Petrow von der Australischen National-Universität auf Twitter.

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sba/bua/news.de/dpa

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