27.04.2020, 10.53 Uhr

Coronvirus News: Bis zu 5.000 Euro! DIESE Bußgelder drohen bei Verstoß gegen die Maskenpflicht

Aus Asien kennt man längst Bilder von Menschen, die mit Mundschutz unterwegs sind. Ab Montag gilt nun auch in Deutschland eine bundesweite Maskenpflicht. Wer sich nicht daran hält, der wird ordentlich zur Kasse gebeten.

Ab der kommenden Woche MUSS in allen Bundesländern eine Mund-Nasen-Maske getragen werden. Bild: dpa

In ganz Deutschland beginnt am Montag (27.04.2020) - zumindest offiziell - die Zeit der Masken. In Bussen und Bahnen und beim Einkaufen gilt dann weitgehend einheitlich: Aber bitte mit Maske. Zum Schutz von Mund und Nase reicht aber auch ein Schal oder ein Tuch. Während in manchen Bundesländern saftige Strafen drohen, setzt man anderswo nur auf sozialen Druck. Wie bei den bisherigen Maßnahmen und Lockerungen herrscht Unübersichtlichkeit in Deutschland: Denn bei Tragepflicht und den Bußgeldern für Verstöße gibt es bundesweit kein einheitliches Vorgehen.

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Maskenpflicht in ganz Deutschland: Bei Verstoß drohen am Montag saftige Bugßelder

Wie aktuell bei "Bild" zu lesen ist, gibt es in neun Bundesländern gar keine Bußgelder, in fünf Ländern gibt es ab Montag Bußgelder, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wollen ab 4. Mai nachziehen. Erst am 30. April will Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder die Bußgelder dann bundeseinheitlich festlegen. Bis dahin können die Strafen bei fehlendem Mundschutz sehr unterschiedlich ausfallen.

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Bayern fordert bis zu 5.000 Euro Bußgeld! HIER drohen heftige Strafen

Das ist ernst gemeint. Besonders streng ist Bayern: Bei fehlendem Mund-Nase-Schutz in Bussen, Bahnen und Geschäften werden 150 Euro fällig. Für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal Maske trägt, sind sogar 5000 Euro Bußgeld vorgesehen. Die meisten anderen Länder gehen es erst mal etwas lockerer an, behalten sich aber vor, mit Bußgeldern nachzulegen.

Nordrhein-Westfalen überlässt Bußgeld-Summe den Kommunen

In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel gilt: Händler dürfen Kunden, die keine Maske tragen, den Zugang verwehren. Eine feste Summe hat das Bundesland bewusst nicht festgelegt. Das Land überlässt die Höhe den Ordnungsämtern der Kommunen. Das Bußgeld soll auch nicht sofort angeordnet werden.

Rheinland-Pfalz beschließt 10 Euro Verwarnungsgeld

Rheinland-Pfalz will es in der ersten Woche bei einer Ermahnung belassen, ab der zweiten Woche kann dann aber ein Verwarnungsgeld von 10 Euro fällig werden. Auch wenn Mitarbeiter geöffneter Geschäfte Mund und Nase nicht abgedeckt haben, soll dies mit einem Bußgeld von 250 Euro für die Betreiber geahndet werden – sofern es in dem Laden keine anderweitigen Schutzmaßnahmen gibt.

Mecklenburg-Vorpommern fordert 25 Euro Bußgeld

Wer sich hingegen in Mecklenburg-Vorpommern der beschlossenen Maskenpflicht widersetzt, dem droht nach "Bild"-Informationen ein Bußgeld von 25 Euro. Auch hier gilt die Maskenpflicht ab Montag in Geschäften und im Nahverkehr. Für Ladenbesitzer sind bislang keine besonderen Strafen vorgesehen.

Hamburg verlangt Busgelder bis zu 1.000 Euro

Richtig teuer wird eine Missachtung der Maskenpflicht für Ladenbetreiber in Hamburg. Betreibern, die Menschen ohne Maske ins Geschäft lassen, drohen nach Angaben der Gesundheitsbehörde Bußgelder in Höhe von 500 bis 1.000 Euro. Von Montag an sind auch in Hamburg in Bussen und Bahnen, in Geschäften und auf Wochenmärkten Schutzmasken Pflicht. Ein Bußgeld sei zunächst nicht vorgesehen. "Das wollen wir uns erst ansehen, ob das überhaupt erforderlich ist", zitiert "Bild" Justizsenator Till Steffen (Grüne).

Baden-Württemberg: Bußgeld erst ab 4. Mai 2020

In Baden-Württemberg gilt die Maskenpflicht zwar schon seit dem 27. April beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Über Bußgelder muss aber noch entschieden werden. "Ab 4. Mai 2020 ist vorgesehen, ein Bußgeld zu erheben, wenn ein Verstoß gegen die Maskenpflicht festgestellt wird.", erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber "Bild".

50 Euro Strafe Bußgeld für wiederholte Verstöße in Hessen

Auch in Hessen müssen Bürger und Bürgerinnen ab Montag einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs nutzen. Auch in Geschäften, Bank- und Postfilialen ist die Maske Pflicht. Wer wiederholt gegen die Maskenpflicht verstößt, der kann mit einem Bußgeld von 50 Euro bestraft werden.

Keine Strafen in Berlin und Brandenburg

Die Berliner dagegen müssen nur in Bus und Bahn Mund-Nase-Schutz tragen, nicht beim Einkaufen. Strafen drohen auch keine - abgesehen von bösem Blicken der Mitmenschen vielleicht. In der Landes-Hauptstadt Potsdam galt sie bereits – ab Montag gilt die Pflicht nun auch in ganz Brandenburg: in Bus, Bahn, Straßenbahn und Geschäften. Wie in Berlin gilt auch hier: Wer die Masken nicht trägt, muss zunächst nicht mit einem Bußgeld rechnen.

Auch in Sachsen, Niedersachsen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Bremen sei ein Bußgeld bei Nichtbeachtung der Maskenpflicht bislang nicht geplant.

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sba/news.de/dpa

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