06.04.2020, 07.45 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Lösung für schlechte Schüler? Verband fordert freiwilliges Sitzenbleiben

Seit mehreren Wochen sind Schulen in Deutschland geschlossen. Schüler sollen in Heimarbeit weiterlernen. Vor allem lernschwache Schüler leiden unter der aktuellen Situation. Der Lehrerverband fordert nun freiwilliges Sitzenbleiben.

Sollten leistungsschwache Schüler die Klassenstufe freiwillig wiederholen? Bild: dpa

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, sind in den meisten Bundesländern seit nunmehr drei Wochen die Schulen und Kitas geschlossen. Schüler bekommen Arbeitsblätter und Aufgaben, die sie durcharbeiten sollen. Die Idee ist nicht schlecht, jedoch hapert es bei der Umsetzung. Homeschooling funktioniert nicht überall.

Alle aktuellen Entwicklungen in der Coronavirus-Krise lesen Sie hier.

Coronavirs-News aktuell: Lehrerverband empfiehlt schlechten Schülern freiwilliges Sitzenbleiben

Noch ist völlig unklar, wann die Schulen wieder regulär öffnen. Bereits jetzt rät der Deutsche Lehrerverband Schülern mit schlechten Leistungen, wegen der Corona-Krise lieber freiwillig die Klasse zu wiederholen, anstatt "mit massiven Wissenslücken" ins nächste Schuljahr zu starten.

Diese Empfehlung richte sich allerdings nur an Schüler, bei denen "bereits vor Corona solche Leistungsdefizite feststellbar waren, dass ein Erreichen des Klassenziels unwahrscheinlich gewesen wäre", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Das freiwillige Wiederholen hat in vielen Bundesländern auch den Vorteil, dass es nicht als Pflichtwiederholung gewertet wird, was ein nochmaliges Wiederholen einer Jahrgangsstufe ausschließen kann", erklärte Meidinger.

Versetzungsregeln anpassen! Werden nun die Lehrplaninhalte gekürzt?

Gleichzeitig forderte er großzügige Versetzungsregeln: "Weil ja ansonsten Schülern, die sitzen zu bleiben drohen, die Chance genommen wird, sich zu verbessern und das Klassenziel noch zu erreichen." Grundsätzlich müssten Schulen in allen Bundesländern nun überlegen, wie sie "wieder in die Normalspur der Lehrplanerfüllung einschwenken können", sagte Meidinger. Vorstellbar wären etwa zusätzliche Förderkurse und Kürzungen eventuell verzichtbarer Lehrplaninhalte.

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bua/fka/news.de/dpa

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