18.03.2020, 08.15 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Horror-Vorhersage! Experten rechnen mit 250.000 Toten in Großbritannien

Harte Kritik an Großbritanniens Premierminister Boris Johnson: Trotz 55 Todesfällen gibt es noch immer keine harten Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wissenschaftler warnen nun vor hohen Todeszahlen.

Boris Johnson verhängt noch immer keine drastischen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Bild: dpa

Abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Restaurants, Ausgangssperren und geschlossene Grenzen: Immer mehr europäische Staaten schränken den Alltag der Bürger massiv ein. Bis auf Großbritannien: Hier sind bislang mehr als 1.500 Menschen erkrankt und 55 gestorben (Stand: 17.03.2020), doch Premierminister Boris Johnson verhängt noch immer keine verpflichtenden Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Coronavirus-Pandemie 2020: Harte Kritik an Boris Johnson in Großbritannien

Johnson hat alle Menschen in Großbritannien lediglich dazu aufgerufen, unnötige soziale Kontakte, Pubs und Reisen zu meiden. Auch der Besuch von Clubs und Theatern sollte unterbleiben, sagte der Regierungschef am Montag nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats in London. Außerdem empfahl er das Arbeiten von Zuhause aus, falls das machbar sei. Wer Husten oder Fieber habe, müsse 14 Tage zu Hause bleiben. Dies gelte auch für Mitbewohner. Schwerkranke sollten drei Monate lang isoliert werden.

Massenveranstaltungen und überfüllte Plätze sollten gemieden werden, sagte Johnson weiter. Konkrete Vorgaben hierzu nannte er aber nicht. Schulen und Universitäten werden noch nicht geschlossen. Kritiker hatten Johnson zuvor vorgeworfen, mit zu laschen Maßnahmen auf das grassierende Coronavirus zu reagieren. Die Regierung will mit den kleineren Schritten verhindern, dass der Ausbruch zu stark unterdrückt wird und im Herbst mit voller Wucht zurückkehrt.

Wissenschaftler warnen: 250.000 Tote ohne drastische Maßnahmen gegen Covid-19-Ausbreitung

Alle Landesteile sind von der Pandemie betroffen; die meisten Infektionen gibt es in England. In den kommenden Wochen erwarten Experten einen gewaltigen Anstieg. Wissenschaftler warnen davor, dass rund 250.000 Briten an den Folgen der Pandemie sterben werden, wenn zum Schutz der Bevölkerung nicht endlich drastische Maßnahmen getroffen werden. Diese seien soziale Distanzierung, häusliche Quarantäne und Isolation von Erkrankten.

Der britische Gesundheitsdienst NHS gilt schon jetzt als völlig überlastet und marode. Es mangelt an Personal, Betten und medizinischer Ausstattung. So stehen beispielsweise nicht genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung. "Die nächsten Wochen und Monate werden außerordentlich schwer für den NHS in allen vier Landesteilen", sagte Regierungsberater Professor Chris Whitty.

Demonstranten in weißen Schutzanzügen und mit Schutzmasken hatten zuvor von Johnson gefordert, im Kampf gegen die Pandemie alle Menschen zu unterstützen und nicht der Wirtschaft den Vorrang einzuräumen. Man müsse sich vor allem um die Schwächsten kümmern. Johnson folge nicht den Ratschlägen der Weltgesundheitsorganisation wie die meisten anderen europäischen Länder, kritisierten die Demonstranten vor dem Regierungssitz. Mehr als 270.000 Menschen hatten bis zum Nachmittag eine entsprechende Petition unterschrieben.

Lesen Sie auch:DIESE Corona-Regeln müssen Sie jetzt UNBEDINGT einhalten.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/sba/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser