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09.03.2020, 08.00 Uhr

Krise an griechisch-türkischer Grenze: Beschlossen! GroKo will Flüchtlingskinder aufnehmen

Nach einer siebenstündigen Beratung im Kanzleramt hat sich die GroKo dafür ausgesprochen, Griechenland bei der Flüchtlingskrise zu helfen und Flüchtlinge aufzunehmen.

Hunderte Kinder leiden an der Flüchtlingskrise an der griechisch-türkischen Grenze. Bild: dpa

Die schwarz-roten Koalitionsspitzen haben nach gut sieben Stunden nicht nur über Maßnahmen gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Krise beschlossen, sondern auch über die Lage an der griechisch-türkischen Grenze beraten. Tausende Flüchtlinge und Migranten hatten sich dorthin auf den Weg gemacht, nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Grenzen nach Europa für geöffnet erklärt hatte.

Krise in Griechenland! Deutschland will Flüchtlingskinder aufnehmen

So hat die Bundesregierung beschlossen, dass man Griechenland bei der "schwierigen humanitären Lage von etwa 1.000 bis 1.500 Kindern auf den griechischen Inseln" unterstützt werde. Es handelt sich laut dem Koalitionsbeschluss um Kinder, die schwer erkrankt oder unbegleitet und jünger als 14 Jahre seien. Auf europäischer Ebene werde derzeit verhandelt, um in einer "Koalition der Willigen" die Übernahme dieser Kinder zu organisieren. "In diesem Rahmen steht Deutschland bereit, einen angemessenen Anteil zu übernehmen", teilte die Koalition mit.

Humanitäre Hilfe für Idlib

Das Bündnis geht auch auf die Kämpfe im syrischen Idlib ein. Dringend benötigte humanitäre Hilfe müsse vor Ort gebracht werden - Deutschland habe aktuell 125 Millionen Euro dafür zur Verfügung gestellt. SPD-Chefin Saskia Esken zeigte sich auf Twitter "froh", dass Deutschland sich nun an einer EU-Koalition der Willigen angemessen beteiligen werde. An den Beratungen nahmen neben Merkel, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und den Partei- und Fraktionschefs von CDU, CSU und SPD zeitweise auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) teil.

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bua/news.de/dpa

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