06.02.2020, 11.24 Uhr

Thomas Kemmerich als Ministerpräsident in Thüringen: Angela Merkel fordert Konsequenzen nach "unverzeihlichem" Wahl-Schock

Die Wahl von FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen mittels AfD-Stimmen hat eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Jetzt fordert Bundeskanzlerin Merkel, das Wahlergebnis solle rückgängig gemacht werden.

Angela Merkel fordert Konsequenzen nach dem "unverzeihlichen" Wahlergebnis in Thüringen. Bild: Michael Kappeler / picture alliance / dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten mit AfD-Stimmen als "unverzeihlich" kritisiert. Das Ergebnis dieses Vorgangs müsse rückgängig gemacht werden, sagte Merkel am Donnerstag bei einem Besuch in Südafrika und stellte sich damit indirekt hinter Neuwahl-Forderungen. Sie nannte die Wahl einen "einzigartigen Vorgang".

Forderung nach Neuwahl in Thüringen nach Wahl von Kemmerich zum Ministerpräsidenten

Merkel betonte: "Es war ein schlechter Tag für die Demokratie. Es war ein Tag, der mit den Werten und Überzeugungen der CDU gebrochen hat." Es müsse jetzt alles getan werden, damit deutlich werde, dass dies in keiner Weise mit dem in Übereinstimmung gebracht werden könne, was die CDU denke und tue. "Daran wird in den nächsten Tagen zu arbeiten sein", sagte Merkel.

Thomas Kemmerich dank AfD-Stimmen zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt

Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war am Mittwoch im Thüringer Landtag überraschend mit den Stimmen von Liberalen, CDU und AfD zum Regierungschef gewählt worden. Der Kandidat der FDP, die im Herbst nur knapp den Sprung in den Landtag geschafft hatte, setzte sich gegen den bisherigen Regierungschef Bodo Ramelow von den Linken durch. Es war das erste Mal, dass die AfDeinem Ministerpräsident ins Amt half.

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loc/news.de/dpa

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