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12.03.2020, 17.01 Uhr

Jens Spahn privat: In der Krise zur Höchstform! NUN zeigt er, was er kann

Als Politiker sorgt Jens Spahn mit kontroversen Aussagen und Vorschlägen für Zündstoff. Privat findet er Rückhalt bei seinem Mann Daniel Funke. In der Corona-Krise zeigte er, was er wirklich drauf hat.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (rechts) und sein Partner Daniel Funke haben im Dezember 2017 geheiratet.  Bild: dpa

Seit März 2018 hat der deutsche CDU-Politiker das Amt des Gesundheitsministers inne und sorgte mit seinen Plänen für eine Umstrukturierung bei der Organspende für Schlagzeilen. Ganz unumstritten ist der Politiker nicht. Doch in der Corona-Krise zeigte der Politiker, aus welchem Holz er geschnitzt ist.

Trotzdem stieg seine Beliebtheit zuletzt, sodass er sich 2019 sogar um den CDU-Vorsitz bewarb. Mit dem Rücktritt AKKs als CDU-Vorsitzende eröffnete sich diese Chance nun für ihn erneut. Wird er sie ergreifen? Und wie lebt der Bundesgesundheitsminister überhaupt privat?

Jens Spahn ist schwul und sieht keinen Widerspruch zu seinem Glauben

Wer hinter dem CDU-Politiker einen traditionellen Familienvater mit Ehefrau und Kindern erwartet, täuscht sich vehement in Jens Spahn. Denn der bekennt sich öffentlich zu seiner Homosexualität. Einen Widerspruch mit seinem Glauben sieht er darin allerdings nicht. Auch wenn die katholische Kirche Homosexualität ablehnt, sei er gerne katholisch. "Weil ich überzeugt bin, dass Gott mich so nimmt, wie ich bin. Weil mein Glaube so selbstverständlich zu mir gehört wie mein Schwulsein", sagte Spahn in einem Interview der "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" im Mai 2018.

Hier geht's zum Instagram-Beitrag von Jens Spahn.

Er könne nicht akzeptieren, dass Homosexualität nach katholischer Lehre Sünde sei. "Da gibt es nichts zu bereuen. Ich hab mir meine Homosexualität schließlich nicht ausgesucht. Und sie schadet auch niemandem." Papst Franziskus hatte zu dem Thema zwar gesagt, dass die Kirche Homosexuelle nicht ausgrenzen dürfe. Homosexualität sei aber trotzdem Sünde.

Seit 2017 ist Jens Spahn glücklich mit seinem Mann Daniel Funke verheiratet

Somit verwundert es auch kaum, dass Spahn seine Ehe mit Daniel Funke als Statement betrachtet, wie er im Interview mit dem Magazin "Gala" verrät: "Einen Ring zu tragen macht eine Partnerschaft verbindlicher als 'Wir wohnen mal zusammen'". Der 39-Jährige Politiker ist seit 2013 mit seinem Partner zusammen. Funke ist Journalist und Leiter des Hauptstadtbüros der Zeitschrift "Bunte". Im Dezember 2017 hat sich das Paar drei Tage vor Weihnachten das Ja-Wort gegeben. Die Hochzeit fand im Kreis der Familie auf Schloss Borbeck in Essen statt. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) habe die Trauung vorgenommen.

Sie können das Bild von Jens Spahn mit seinem Ehemann Daniel Funke nicht sehen? Hier geht's zum Instagram-Beitrag des Gesundheitsministers.

Familie und Kinder geplant? So viel verrät Jens Spahn

Wie er der "Gala" erklärt, habe er "das große Glück, tolle, wahnsinnig gelassene Eltern zu haben". Ihm und seinen Geschwistern hätten sie "in allen Fragen - bei mir auch hinsichtlich des Schwulseins - zu verstehen gegeben: Wir stehen zu euch." So könne er sich durchaus vorstellen, mit seinem Mann auch selbst einmal Kinder zu haben. Zur Zeit sei dafür zwar nur wenig Zeit, aber eine Sache stünde für ihn bereits jetzt fest, verriet er im vergangenen Jahr der "Berliner Morgenpost": "Falls mein Freund und ich mal Kinder adoptieren sollten, dann wäre mein Vater der glücklichste Opa der Welt."

Spahn tritt zur Wahl für CDU-Vorsitz an - als Stellvertreter von Armin Laschet

Nach Annegret Kramp-Karrenbauers Rücktritt als CDU-Vorsitzende ist die Debatte um die Kanzlerkandidatur neu entbrannt. Mit einer erneuten Kandidatur Jens Spahns für den Partei-Vorsitz wurde seitens der Medien und der Bevölkerung bereits gerechnet. Doch der junge Politiker machte eine überraschende Ankündigung:

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet wird für den CDU-Vorsitz kandidieren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will als sein Stellvertreter zur Wahl auf dem Sonderparteitag antreten, wie beide Politiker am 25. Februar gemeinsam vor Journalisten erklärten.

Spahn sagte, seine Partei befinde sich "in der größten Krise unserer Geschichte". Die CDU habe viel Vertrauen verspielt, es sei zu wenig über Inhalte gesprochen worden und zu viel über Personalfragen und über Unterschiede innerhalb der Partei. Zu seinem Verzicht auf eine eigene Kandidatur sagte er: "Die CDU ist größer als jeder einzelne von uns." Die CDU müsse für einen "weltoffenen Patriotismus" stehen. "Man kann gleichzeitig für Grenzschutz und für Klimaschutz sein", sagte er.

In Coronavirus-Krise läuft Spahn zur Hochform auf

Dass der junge Gesundheitsminister fürs Regieren wie gemacht ist, beweist er Tag für Tag eindrucksvoll in der Coronavirus-Krise, die Deutschland seit Januar und besonders Februrar 2020 in Atem hält. Mitfühlend und dennoch mit kühlem Kopf agiert er verantwortungsvoll und gibt mit seinen klaren Empfehlungen starke Richtlinien vor, die den einzelnen Akteuren als wertvolle Orientierungshilfen dienen. Alles zu Jens Spahns Vorgehen in der Corona-Krise können Sie in unserem Coronavirus-Ticker nachlesen.

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kad/kns/news.de/dpa

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