13.11.2017, 12.37 Uhr

Armutsgefährdung in Deutschland:    In diesen Berufen reicht später die Rente nicht

Fast jeder 10. Deutsche verdient so wenig, dass er trotz Job in Armut lebt. Das hat dramatische Konsequenzen für die Rente. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auch innerhalb dieser Gruppen lag die Armutsgefährdung allerdings vor Jahren noch niedriger, bei Menschen mit Befristungen etwa 2005 erst bei 8,6 Prozent. Und auch bei Vollzeitbeschäftigten stieg die Armutsgefährdung in Deutschland von 3,5 Prozent im Jahr 2005 auf 6,5 Prozent in 2016.

Mindestens 230 Berufsgruppen von Altersarmut bedroht

Auch der aktuelle ARD-Rentenreport kommt zu einem erschreckenden Ergebnis. Danach sind mindestens 170 Berufsgruppen - vom Koch über Paketzusteller bis zum Zahnarzthelfer- selbst bei Langzeitbeschäftigung von Altersarmut bedroht. Noch kritischer sieht es zum Beispiel für Wachpersonal, Kosmetiker und Frisöre aus. Laut der ARD verdienen in Deutschland rund 50 Berufsgruppen aktuell so wenig Geld, dass ihre Netto-Rente am Ende noch unter der Grundsicherung liegen könnte.

Linksfraktion fordert Reform des Arbeitsmarktes

Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, hatte auf die Trends aufmerksam gemacht. "Nach wie vor sind viel zu viele Menschen in Deutschland arm trotz Arbeit", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der Mindestlohn müsse erhöht, Leiharbeit und sachgrundlose Befristungen sollten abgeschafft werden.

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jat/news.de/dpa

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