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06.07.2017, 14.09 Uhr

Gegen 11 Krankheiten: Frankreich führt Impfpflicht für Kleinkinder ein

In Frankreich soll es ab 2018 eine Impfpflicht für Kleinkinder geben. Eltern sind dann verpflichtet ihre Kinder gegen elf Krankheiten zu impfen. Damit ist das Land jedoch nicht allein.

In Frankreich gibt es ab 2018 eine Impfpflicht gegen elf Krankheiten. Bild: dpa

Jetzt ist es amtlich! Ab 2018 müssen Eltern ihre Kinder gegen elf Krankheiten impfen lassen - zumindest in Frankreich. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe in einer Grundsatzrede an.

Impfpflicht in Frankreich: Eltern müssen Kinder gegen 11 Krankheiten impfen

Derzeit sind Eltern in Frankreich nur verpflichtet, ihre Schützlinge unter 18 Monaten gegen drei Krankheiten (Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung) zu impfen. Das soll sich ab 2018 allerdings ändern: Dann werden auch Impfungen gegen Keuchhusten, Hepatitis B, das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b, Pneumokokken, Meningokokken, Masern, Mumps und Röteln zur Pflicht. "Noch immer sterben Kinder an Masern, das ist in der Heimat von Pasteur nicht annehmbar", zitiert die "Welt" Philippe.

In Italien drohen Impfgegnern hohe Bußgelder

Frankreich ist mit der Impfpflicht allerdings nicht allein. Auch in Italien müssen Kinder nun gegen zwölf Krankheiten geimpft werden. Eltern, die dagegen verstoßen, bekommen für Kinder unter sechs Jahren keinen Platz in Krippe, Kindertagesstätten oder Vorschulklassen. Wer seine schulpflichtigen Kinder nicht impft, muss sogar mit hohen Bußgeldern rechnen. In Deutschland sehen Politiker die Notwendigkeit einer Impfpflicht eher als gering an.

Dabei haben bereits jetzt einzelne Kindertagesstätten für sich entschieden, eine Impfpflicht einzuführen. Bei der Anmeldung in der Einrichtung müssen Eltern oftmals bereits einen Impfpass vorlegen, um nachzuweisen, dass das Kind alle Impfungen erhalten hat, welche die Ständige Impfkommission empfiehlt.

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bua/fka/news.de

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