05.04.2017, 12.31 Uhr

Paul Collier: Ist das die Lösung für die Flüchtlingskrise?

Der Oxford-Ökonom Paul Collier hat eine Lösung für die Flüchtlingskrise. Drei einfache Schritte sollen das Elend der Menschen reduzieren und für eine Entspannung in Europa sorgen.

Mit drei einfachen Schritten könnte man die Flüchtlingskrise beenden. Bild: dpa

Er gilt als einer der härtesten Kritiker von Merkels Flüchtlingspolitik. Nun hat Paul Collier ein Buch geschrieben. In "Gestrandet" wettert er jedoch nicht nur gegen die globale Flüchtlingspolitik, sondern hat auch noch eine Lösung für das Problem parat.

Ökonom präsentiert Lösung für Flüchtlingskrise

Flüchtlinge haben ein Recht auf Hilfe, ist sich der 68-jährige Entwicklungsökonom Collier sicher. Doch die aktuelle Politik, die betrieben wird, um die Flüchtlingskrise zu regulieren, sei nicht mehr zeitgemäß. Die Flüchtlingspolitik basiert auf der Genfer Konvention. Ein Recht auf Asyl habe man demnach nur, wenn man gezielte Verfolgung zu befürchten habe. Doch das betrifft heutzutage die wenigsten Flüchtlinge. Wie "Deutschlandradio Kultur" schreibt, flüchten die meisten Menschen aufgrund von Unsicherheit.

FOTOS: 2015 - Das Jahr der Flüchtlinge Die Flüchtlingskrise in Bildern

Grenzen schützen, Nachbarländer unterstützen, Arbeitsplätze schaffen

Paul Collier hat eine einfache Lösung für die Flüchtlingskrise in Europa. Zunächst müsse Europa die Außengrenzen schützen, schreibt die "Welt". Schon allein aus wirtschaftlichen Gründen dürfe es laut Collier kein Recht auf Einwanderung geben. Sonst würden Menschen weltweit in ihr "Traumland" auswandern. Ein zweiter Punkt ist eine faire Flüchtlingshilfe. Politik und Medien konzentrieren sich laut Collier häufig auf die Flüchtlinge, die versuchen, entwickelte Staaten zu erreichen. Doch das betrifft nur einen Bruchteil aller Flüchtlinge. Es werden nämlich 90 Prozent der Flüchtlinge im eigenen Staat vertrieben oder sie flüchten in ein Nachbarland. Collier ist der Meinung, dass reiche Länder genau dort investieren sollten. Ein dritter Punkt: Große Konzerne sollten in Krisenregionen Flüchtlingen legal Arbeit anbieten.

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bua/kad/news.de

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