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Von news.de-Redakteurin Jana Koopmann - 25.12.2016, 08.00 Uhr

Jahresrückblick: Selbstmordanschlag in Istanbul - Angriff auf Touristen

Der Terroranschlag von Brüssel erschütterte die Welt. Bild: Christophe Petit Tesson / picture alliance / dpa

Auch in der islamischen Welt verbreiten Attentäter Angst und Schrecken. Am 28. Juni sprengten sich drei Selbstmordattentäter auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk in die Luft. Sie schossen zuerst mit Kalaschnikows um sich, warfen Handgranaten zur Ablenkung. Somit konnte ein weiterer Täter in den Sicherheitsbereich stürmen und sich in die Luft sprengen. Es starben 45 Menschen, 235 wurden verletzt.

Massaker in einer Schwulenbar - Terror gegen Andersliebende

Zu einem Massaker kam es am 12. Juni in Orlando. 49 Menschen starben und 53 wurden verletzt, als Omar Meteen in einem Homosexuellen-Club um sich schoss. Gegen zwei Uhr morgens begann er Geiseln zu nehmen und immer wieder in dem gut besuchten Club um sich zu schießen. Drei Stunden später wurde ein Loch in die Außenmauer gesprengt, ein SWAT-Team konnte den Club stürmen und den Attentäter erschießen.

Höchste Terrorwarnstufe nach Anschlägen in Belgien

Ein schwarzes Kapitel von Belgien ereignete sich am 22. März. Nahezu zeitgleich drangen islamistische Attentäter in den Flughafen Brüssel Zaventem und in die Metro U-Bahnhof Maalbeek ein. Sie sprengten sich in die Luft, rissen 35 unschuldige Menschen mit in den Tod und verletzten 300 weitere. Bei der anschließenden Fahndung wurden noch unzählige weitere Waffen gefunden. Die belgische Regierung rief daraufhin die höchste Warnstufe aus und ließ Brüssel nahezu abriegeln.

Mehr Vorsicht, mehr Misstrauen und mehr Fremdenfeindlichkeit sind Früchte der Terrorangst

In Würzburg und Ansbach waren die Täter Flüchtlinge. Mehrfach - etwa in Schleswig-Holstein und in Leipzig - standen Flüchtlinge mit syrischen Pässen unter Terrorverdacht. Auch die Attentäter von Paris waren als Flüchtlinge ins Land gekommen. Und für die Bluttat in Berlin ist nun auch ein Flüchtling unter Verdacht.

Es waren in diesem zu Ende gehenden Jahr freilich nicht nur die Anschläge des IS, sondern auch andere Ausbrüche von Gewalt wie das Attentat von Orlando und der Putschversuch in der Türkei, der Amoklauf in München und die Übergriffe der Kölner Silvesternacht, die das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt haben. "In der Wahrnehmung der Menschen fließen viele Dinge zusammen", sagt der Wiesbadener Rechtspsychologe Rudolf Egg. Vor allem die zeitlich kurze Abfolge der jüngsten Ereignisse habe Sorge und Unsicherheit geschürt.

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koj/saw/news.de/dpa

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