15.12.2016, 15.50 Uhr

Verteidigungsausschuss zieht Resumeé: Nachfolger des G36 kommt deutlich später

Im April letzten Jahres stand fest, die deutsche Bundeswehr wird eine neue Standard-Waffe bekommen. Das ursprüngliche G36 ist zwar bei den Soldaten eine beliebte Waffe, aber im Einsatz leidet bei Hitze die Treffgenauigkeit. Das Verteidigungsministerium musste nun den Einführungstermin korrigieren.

Der Nachfolger des G36 kommt deutlich später. Bild: Bernd Weissbrod / dpa

Dauerfeuer und Hitze sind die Feinde des G36, der Standard-Waffe der Deutschen Bundeswehr. Mit der Einführung eines neuen Gewehres soll sich die Trefferungenauigkeit ändern.

Pannengewehr G36 niemals für den Einsatz konzipiert

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte es lang angekündigt. Unsere Soldaten bekommen eine neue Waffe, die das Sturmgewehr G36 ersetzen soll. Im Einsatz sei es zu ungenau, Hitze schade der Waffe. Der Streit landete letztendlich vor Gericht, der Waffenhersteller Heckler & Koch bekam Recht. Das Pannengewehr G36 war niemals für den Einsatz konzipiert.

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Auslieferungstermin für die neue Standardwaffe verzögert sich

Besser spät als nie versuchten nun das Verteidigungsministerium das Versäumte wett zu machen und ließ wohl neue Waffen testen, die zeitnah in der Bundeswehr als Standardwaffe zum Einsatz kommen sollten. Wie die "Bild" nun schreibt, könne der Auslieferungstermin im Jahr 2019 nicht eingehalten werden. Wahrscheinlich sei ein Start in 2020 oder 2021.

Ursula von der Leyen zu nachlässig in der Suche nach der neuen Waffe

Zu den Gründen war in der "Bild" zu lesen, dass es bis dato noch nicht einmal aktuelle Ausschreibungsbedingungen für das Sturmgewehr geben soll. Sowohl die Regierungspartei als auch die Opposition sei überrascht und fordere unverzügliches Handeln. Die Politiker fordern außerdem Priorität für die Suche nach dem Nachfolger des G36.

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koj/grm/news.de

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