04.08.2016, 09.20 Uhr

Harry Sarfo: Deutscher IS-Kämpfer warnt! Diese Anschläge drohen uns

Ein IS-Anhänger aus Bremen enthüllte in einem Interview jetzt erschreckende Details über die Terrormiliz. Besonders in Europa sei der Islamische Staat besser vernetzt als bislang vermutet. Welche Gefahr droht Deutschland?

Der Bremer Harry Sarfo berichtete in einem Interview über die Geheimnisse des IS. Bild: Bodo Marks/dpa

Wie ist der IS organisiert? Der gebürtige Deutsche Harry Sarfo enthüllt in einem Interview mit der "New York Times" pikante Details über seine Zeit bei der Terrororganisation. Dabei warnt er auch vor neuen Gefahren für Europa.

Harry Sarfo als Flaggenträger des IS

Der Bremer Harry Sarfo hatte schon früh Probleme mit der Polizei. Nach mehreren Einbrüchen, inklusive Haftstrafen, zieht der Sohn christlicher Einwanderer aus Ghana nach London, wo er mit Islamisten in Kontakt kommt. Er konvertiert zum Islam und reist im April 2015 mit einem anderen Dschihadisten nach Syrien aus. Bereits nach zwei Tagen sei er vom IS angesprochen wurden, ob er einen Anschlag in Deutschland verüben wolle. Sarfo lehnt ab, wird aber dennoch in die Terrormiliz aufgenommen. Da er sich weigert, Geiseln für ein Propagandavideo zu erschießen, tritt er für den IS unter anderem als Fahnenträger auf.

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Terroristen sprechen vermehrt Verbrecher an

IS-Rekrutierer würden sich den Nachwuchs für die Terrororganisation vermehrt unter Kriminellen suchen, berichtet Sarfo der "New York Times". Das habe den Vorteil, dass diese bereits Zugang zu kriminellen Strukturen hätten. Er selbst saß mehrfach in Haft, unter anderem wegen Einbrüchen und Erpressung. Dennoch würden potentielle Mitglieder vorher genau überprüft und ihre Überzeugtheit getestet.

VIDEO: Isis bildet Kinder zu Terroristen aus
Video: CNN

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