20.07.2016, 15.09 Uhr

Arbeitsagentur warnt: Großteil der Flüchtlinge nur für Hilfsjobs geeignet

Laut der Bundesagentur für Arbeit sind Migranten, die im Zuge der Flüchtlingskrise nach Deutschland kommen, weitaus weniger gebildet, als angenommen. Besonders auf dem Arbeitsmarkt sorgt das für Schwierigkeiten.

Laut der Arbeitsagentur sind viele Flüchtlinge nur gering qualifiziert. Bild: Axel Heimken/dpa

Auf der Sommerpressekonferenz im August 2015 schwor Angela Merkel die Bevölkerung auf die Folgen der Flüchtlingskrise ein. "Wir schaffen das", lautete damals die Durchhalteparole. Dennoch könnte es vor allem auf dem Arbeitsmarkt zu Problemen kommen – viele Migranten mangele es an der nötigen Bildung

Flüchtlingskrise 2016: Bildung bei Migranten mangelhaft

Wie aus einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, ist ein Großteil der Flüchtlinge in Deutschland nur gering qualifiziert. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, seien aktuell etwa 297.000 Flüchtlinge in Deutschland als arbeitssuchend gemeldet. Davon hätten jedoch knapp 74 Prozent keine Berufsausbildung, nur etwa jeder Vierte habe Abitur. Lediglich vier Prozent kämen für den Einsatz in Expertengebieten in Frage, dagegen seien 58 Prozent nach Einschätzung der BA lediglich für Hilfsarbeiten geeignet.

Migranten hauptsächlich in Billig-Jobs im Einsatz

Aufgrund ihrer geringen Qualifikation werden viele Migranten hauptsächlich im Niedriglohnsektor beschäftigt. Laut Informationen der "FAZ" würden in den 30 größten Unternehmen im Deutschen Aktienindex (DAX) momentan nur 54 Flüchtlinge arbeiten, 50 davon bei der Deutschen Post. Doch nicht alle Arbeitgeber sind Migranten gegenüber misstrauisch: Die Fast-Food-Kette McDonald's beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben über 900 Flüchtlinge. Mangelnde Sprachkenntnisse sind dabei kein Problem: Das Unternehmen schult seine Mitarbeiter und bietet zusätzlich Sprachkurse an.

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