Von news.de-Volontär Eric Mittmann - 01.03.2016, 16.16 Uhr

Politisch-motivierte Kriminalität 2015: Politisch-motivierte Kriminalität 2015 - Deutschland im Rechtstrend

Polizeibeamte im sächsischen Heidenau. Ende August 2015 war es in dem Ort zu Ausschreitungen zwischen Polizei und Asylgegnern gekommen. Grund dafür war die Unterbringung von 250 Migranten in einem ehemaligen Baumarkt. Bild: dpa/ Arno Burgi

Vergleicht man die vorläufigen Zahlen der vergangenen Monate, lässt sich jedoch bereits jetzt etwas deutlich erkennen: Während die Zahl linker Kriminalität monatlich stabil zwischen 300 und 500 Straftaten schwankt, haben rechte Vergehen vor allem in der zweiten Jahreshälfte stark an Häufigkeit zugenommen.

Monat 2015 PMK Rechts PMK Links
Dezember 1.186 356
November 1.348 497
Oktober 1.717 424
September 1.484 317
August 1.469 326
Juli 1.146 298
Juni 946 356
Mai 968 469
April 890 372
März 946 300
Februar 879 336
Januar 849 466

Zwar wollte sich Pressesprecherin Müller-Niesen nicht zu den Tendenzen äußern, dennoch gab sie bekannt, dass "wir vor allem in der zweiten Jahreshälfte einen Anstieg an Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte feststellen mussten."

Politische Kriminalität nach Bundesländern: Sachsen auf Platz Vier

Zusätzlich zu den vorläufigen Gesamtzahlen im Gebiet der Bundesrepublik gab das Innenministerium auch die vorläufigen Zahlen der Straftaten gegliedert nach den Bundesländern heraus. Dabei wird deutlich, dass nach tatsächlichen Delikten nicht etwa das seit Wochen in Verruf geratene Sachsen die Führungsrolle in Bezug auf rechte Straftaten einnimmt, sondern vielmehr Altbundesland Nordrhein-Westfalen.

Bundesland Sachsen Bayern Nordrhein-Westfalen
Gewalttaten/Sonstige Straftaten 131/1.416 68/1.383 161/2.179

"Dass Sachsen derzeit gebrandmarkt ist, geht ja nicht auf uns, sondern vielmehr auf die Medien zurück. Wir geben hier nur objektive Zahlen heraus, nach denen Sachsen derzeit auf Platz vier steht, würde man ein Ranking vornehmen", mein Müller-Niesen. "Darauf kommt es aber nicht an, denn letztendlich ist jede Straftat eine zu viel und ein Schandfleck für Deutschland."

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mie/zij/news.de

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