Von news.de-Volontär Eric Mittmann - 05.10.2015, 16.11 Uhr

Demos in Deutschland: Wie die Linke sich selbst vernichtet

Immer wieder enden Demonstrationen von Rechtspopulisten in gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Wutbürgern und Gegendemonstranten. Für die Gegenseite könnte dies bald zum Verhängnis werden - die Linke schadet sich letztendlich selbst.

Linksextreme Demonstranten werfen am 26.09. in Leipzig Steine und Falschen auf Polizisten. Bild: dpa/Jan Woitas

Allein in Sebnitz versammelten sich am Wochenende laut "Spiegel Online" etwa 2.500 Menschen, um eine "lebende Grenze" an der Grenze zu Tschechien zu formieren. Hinzu kamen weitere 1.000 Menschen in Chemnitz, die gegen eine Flüchtlingsnotunterkunft im Stadtteil Einsiedel demonstrierten, sowie weitere 1.000 Leute in Görlitz, die sich unter dem Motto "Görlitz wehrt sich" versammelten.

Es sind nur einige weitere Beispiele dessen, was derzeit in Deutschland und vor allem im Osten der Bundesrepublik vor sich geht: Immer wieder versammeln sich rechte Gruppierungen, um gegen Flüchtlinge und die Politik der Bundesregierung zu demonstrieren. Das Problem: Die Gegenseite scheint zunehmend planlos im Umgang mit rechtsradikalen Demonstrationen - und greift deswegen zur Gewalt.

Demonstrationen in Deutschland: Verliert die Linke ihren Weg?

Denn während sich in den häufigsten Fällen noch immer weit mehr Menschen versammeln, wenn es statt für Ausländerfeindlichkeit und Gewalt für Toleranz und Offenheit auf die Straße geht, häufen sich dennoch die Meldungen über Gewaltakte linker Extremisten. Das beste Beispiel lieferte zuletzt Leipzig.

Als am Samstag, den 26.09., die sogenannte "Offensive für Deutschland" (OFD) unter Leitung des ehemaligen Legida-Chefs Silvio Rösler zur Großkundgebung aufrief, formierten sich circa 1.500 Gegendemonstranten. Die Großkundgebung fiel dagegen eher klein aus. Von ehemals 2.500 angekündigten Teilnehmern erschienen letztendlich lediglich 250. Letztendlich war es jedoch nicht das zahlenmäßige Verhältnis, über das die Medien berichteten, sondern die Steinwürfe und Attacken linker Demonstranten, durch die mehrere Polizisten verletzt wurden.

"Offensive für Deutschland" in Leipzig: Linke Extremisten attackieren Polizisten

Natürlich sollten auch die Behörden nicht frei von Sünde bleiben. Mehrere Demonstrationsteilnehmer beklagten sich über gewalttätige Übergriffe seitens der Polizei, sowie den ungerechtfertigten Einsatz von Pfefferspray. Dessen zum Trotz sind es dennoch vor allem die Attacken linker Demonstranten, die in Erinnerung zu bleiben scheinen.

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