28.06.2013, 15.54 Uhr

Nelson Mandela Biografie: Sein lebenslanger Freiheitskampf

Als ANC-Chef kämpfte Nelson Mandela für die Freiheit Südafrikas. Der Friedensnobelpreisträger saß dafür 27 Jahre in Haft, die meisten Jahren auf Robben Island mit der Häftlingsnummer 466/64. Der Lebenslauf von Nelson Mandela.

Der südafrikanische Nationalheld und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela hat sich als Staatsmann und Vermittler in Konflikten weltweit Wertschätzung erworben.

Chronologie des Lebens von Nelson Mandela

18. Juli 1918: Nelson Rolihlahla («Der Schwierige») Mandela wird als Mitglied der Tembu-Königsfamilie des Xhosa-Volkes bei Umtata im Südwesten des Landes geboren.

1938: Er beginnt sein Jurastudium an der Universität für Farbige in Fort Hare. Es folgen die Universitäten von Witwatersrand und Pretoria, wo er 1942 sein Studium abschließt.

Mandela schließt sich 1944 dem ANC an

1944: Mandela schließt sich der schwarzen Widerstandsbewegung gegen die südafrikanische Apartheidpolitik an und wird Mitglied des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC).

FOTOS: Nelson Mandela Diese Promis sonnen sich in seinem Glanz

1952: Er eröffnet das erste schwarze Anwaltsbüro in Johannesburg und führt eine gewaltlose landesweite Kampagne gegen die sogenannten Rassentrennungsgesetze.

1956: Mandela steht erstmals wegen Hochverrats vor Gericht, wird aber freigesprochen.

1961: Nach dem Verbot des ANC gründet Mandela die militante Gruppe Speer der Nation («Umkhonto we Sizwe»).

Von 1964 bis 1990 sitzt Mandela in Haft, die meisten Jahre in Robben Island

August 1962: Mandela wird erneut verhaftet. In dem folgenden Prozess werden ihm als Hauptangeklagten mehr als 150 Sabotageakte angelastet.

Juni 1964: Mandela wird wegen der Vorbereitung eines bewaffneten Aufstands als Hochverräter zu lebenslanger Haft verurteilt.

11. Februar 1990: Mandela wird nach 27 Jahren aus der Haft entlassen. 17 Jahre davon saß er mit der Häftlingsnummer 466/64 auf der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island ein.

Friedensnobelpreis für Nelson Mandela im Jahr 1993, erster freier Regierungschef Südafrika ab 1994

1993: Mandela und der südafrikanische Regierungschef Willem de Klerk werden gemeinsam mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

9. Mai 1994: Der einstige politische Häftling geht als Sieger aus den ersten freien Wahlen nach Ende der Trennung zwischen Schwarzen und Weißen hervor und wird von der Nationalversammlung zum Staatspräsidenten gewählt.

Dezember 1997: Thabo Mbeki löst Mandela als ANC-Präsident ab.

14. Juni 1999: Mbeki wird als Nachfolger Mandelas vom südafrikanischen Parlament zum Staatspräsidenten gewählt. Mandela zieht sich aus der aktiven Politik zurück, tritt national und international aber weiterhin als moralische Instanz und Vermittler in Erscheinung.

Gestorben am 5. Dezember 2013 um 20.50 Uhr

Juni 2004: Der 85-Jährige betont, sich endgültig aus dem öffentlichen Leben heraushalten zu wollen.

Juli 2010: Letztes öffentliches Erscheinen Mandelas zur Abschlussfeier der Fußball-Weltmeisterschaft in Johannesburg.

8. Juni 2013: Mandela wird wegen einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus in Pretoria eingeliefert. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich. Am 26. Juni wird bekannt, dass Mandela künstlich beatmet werden muss.

1. September 2013: Nach drei Monaten im Krankenhaus kehrt Mandela in sein Haus in Johannesburg zurück. Pflegepersonal begleitet ihn, weil die Folgen einer schweren Lungenentzündung nicht völlig überstanden sind.

5. Dezember 2013: Nelson Mandela stirbt um 20.50 Uhr Ortszeit (19.50 Uhr MEZ) in seinem Haus in Johannesburg.

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jag/news.de/dpa