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Mädchen-Mord in Salzgitter im News-Ticker : Fredenberg nach Tod von 15-Jähriger in Aufruhr - Mordverdächtiger Junge (13) psychiatrisch begutachtet

Nachdem eine 15-Jährige in Salzgitter tot aufgefunden wurde, ist es Gewissheit: Die vermisste Schülerin ist einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen und erstickt worden. Ein 14-Jähriger sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft.

Die Polizei sperrte den Leichenfundort am Hans-Böckler-Ring in Salzgitter-Fredenberg weiträumig ab. Bild: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Seit den Abendstunden des 20.06.2022 fehlte von einer 15 Jahre alten Schülerin aus Salzgitter jede Spur. Die örtliche Polizei gab eine Vermisstenmeldung heraus und begann die fieberhafte Suche nach der abgängigen Teenagerin. Wenig später der Schock: Auf einer bewaldeten Grünfläche wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden.

Mädchen (15) in Salzgitter vermisst: Polizei findet Leiche

Die Polizei hat bei der Suche nach einem 15 Jahre alten Mädchen in einer Grünanlage im niedersächsischen Salzgitter eine junge Frauenleiche gefunden. Das Mädchen wurde seit Sonntagabend vermisst. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigte inzwischen, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vermissten 15-Jährigen handele. Die Todesursache war zunächst ungeklärt. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Leichenfund in Salzgitter: Alle Entwicklungen im Fall der getöteten 15-Jährigen im News-Ticker

+++ Tod einer 15-Jährigen - Betroffener Ortsteil im Fokus der Polizei +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15 Jahre alten Schülerin in Salzgitter bleibt der betroffene Ortsteil Fredenberg im Fokus der Polizei. "Wir sind mit erhöhter Präsenz vor Ort, versuchen mit den Menschen zu sprechen und die Lage zu beruhigen", sagte Polizeisprecher Matthias Pintak am Freitag. Auch an den Schulen seien Beamte im Einsatz, um auf Ängste und Unsicherheiten einzugehen.

Die Leiche der 15-Jährigen war am Dienstag auf einer mit Büschen und Bäumen bewachsenen Grünfläche entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft einem 13-Jährigen und einem 14 Jahre alten Jungen heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Der ältere mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft, der jüngere ist noch nicht strafmündig. Mit Blick auf diesen Tatverdächtigen soll es in Kürze eine Entscheidung des Familiengerichts zu einem Eilantrag für eine freiheitsentziehende Unterbringung in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie geben.

Die Polizei versucht laut Pintak auch, Gerüchte zur Tat einzudämmen. So habe beispielsweise ein Foto in sozialen Medien kursiert, das einen völlig Unbeteiligten zeige. Ein Präventionsteam soll falsche Verdächtigungen eindämmen und möglicherweise Betroffene schützen.

Die Ermittlungen zu der Tat in der niedersächsischen Stadt werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zum genauen Tathergang halten sich die Ermittler weiterhin bedeckt.

+++ Mordfall Salzgitter: 13-Jähriger wird psychiatrisch begutachtet +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer Schülerin in Salzgitter wird der jüngere der beiden Verdächtigen von einem Psychiater begutachtet. Das teilte der Jugenddezernent der niedersächsischen Stadt, Dirk Härdrich, am Donnerstag mit. Das Jugendamt hatte nach Verwaltungsangaben noch am Mittwoch beim Familiengericht Salzgitter einen Eilantrag für eine freiheitsentziehende Unterbringung des 13-Jährigen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie gestellt. Es werde zügig eine Entscheidung erwartet, hieß es.

Die Leiche der 15-Jährigen war am Dienstag auf einer mit Büschen und Bäumen bewachsenen Grünfläche entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft dem 13-Jährigen und einem 14 Jahre alten Jungen heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Der ältere mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft, der jüngere ist noch nicht strafmündig.

+++ Tod von 15-jährigem Mädchen: Jugendliche Verdächtige schweigen +++

Im Fall der getöteten 15-Jährigen in Salzgitter schweigen die jugendlichen Tatverdächtigen. "Die beiden mutmaßlichen Täter haben keine Angaben gemacht", sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Die Ermittlungen zu der Tat in der niedersächsischen Stadt wurden am 23. Juni fortgesetzt und werden Wolters zufolge noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Mit Blick auf den jüngeren Tatverdächtigen sei alles weitere Sache des Jugendamts. Das müsse nun entscheiden, inwieweit bei ihm weitere Maßnahmen erforderlich seien, sagte der Sprecher der Staatsanwalt. In Betracht käme unter anderem die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung. "Eine Zwangsunterbringung ist nur durch familiengerichtlichen Beschluss zulässig", hatte der Jugenddezernent in Salzgitter, Dirk Härdrich, am Mittwoch betont.

+++ Mädchen erstickt - 14-Jähriger in Untersuchungshaft +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Salzgitter ist ein 14 Jahre alter Tatverdächtiger wegen Mordes in Untersuchungshaft. Das sagte der Sprecher der Braunschweiger Staatsanwalt, Hans Christian Wolters, dem Sender RTL in einem Video-Interview. Als weiterer Tatverdächtiger gilt neben dem 14-Jährigen auch ein 13 Jahre alter Junge. Dem Obduktionsergebnis vom Mittwochnachmittag zufolge sei das Mädchen erstickt, sagte Wolters weiter: "Wie genau es zu dem Erstickungstod gekommen ist, das müssen die Ermittlungen jetzt noch klären." Als Todesursache nannte er Sauerstoffmangel.

Täter und Opfer seien aus demselben Viertel gekommen und hätten auch Kontakt miteinander gehabt. "Es hat sich dann offensichtlich, zumindest aus Sicht der Täter, eine Feindschaft entwickelt, und das ganze ist dann offenbar in der Tat eskaliert", sagte Wolters dem Sender.Genaueres zu der Beziehung zwischen Opfer und mutmaßlichen Tätern müsse noch ermittelt werden. Die Tat sei ersten Erkenntnissen zufolge heimtückisch erfolgt, weil die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt worden sei. "Es passierte nicht spontan", sagte Wolters.

Die Staatsanwaltschaft gehe von einem Mord aus und sehe niedrige Beweggründe. Die Tat sei ersten Erkenntnissen zufolge heimtückisch erfolgt, weil die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers für die Tat ausgenutzt worden sei. Der 13-Jährige könne für die Tat nicht strafrechtlich verfolgt werden, da er noch nicht strafmündig sei. Das Jugendamt müsse nun entscheiden, inwieweit bei ihm weitere Maßnahmen erforderlich seien, sagte der Staatsanwalt. In Betracht käme unter anderem die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung.

+++ Polizei: Vermisste 15-Jährige vermutlich seit Sonntag tot +++

Akribisch suchten bis zu 50 Beamte noch am Nachmittag des 21. Juni nach Spuren, auch eine Drohne sowie Spürhunde wurden eingesetzt. In einer Grünanlage im Ortsteil Fredenberg endete die Suchaktion mit dem Fund der Leiche der 15-jährigen Anastasia. Angehörige hatten das Mädchen am Sonntagabend als vermisst gemeldet, wie ein Polizeisprecher aus Salzgitter sagte.Im Internet kursierte schnell ein privater Zeugenaufruf mit einem Foto der Vermissten. Nach aktuellem Stand geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Tat am Sonntag begangen wurde, wie Sprecher Wolters sagte.

Es seien alle schockiert und entsetzt über den Tod der Schülerin, sagte Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. "Ich verurteile dieses grausame und kaltblütige Verbrechen aufs Schärfste", sagte er und drückte der Familie und den Freundinnen und Freunden des Opfers Mitgefühl aus.

+++ Jugendliche unter Tatverdacht: Haftbefehl wegen Mordes beantragt +++

Für den Tod eines 15-jährigen Mädchens in der niedersächsischen Stadt sollen zwei Jugendliche verantwortlich sein. Ein 13-Jähriger und ein 14-Jähriger gelten als dringend tatverdächtig, wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig am 22. Juni mitteilte. "Das Motiv für die Tat ist noch nicht endgültig geklärt, liegt nach derzeitigen Erkenntnissen aber im persönlichen Bereich", teilte die Staatsanwaltschaft mit. "Wir gehen derzeit von einem Mord aus niedrigen Beweggründen aus", sagte Behördensprecher Hans Christian Wolters.

Die beiden Jugendlichen seien vorläufig festgenommen worden, sagte Wolters weiter. Es handele sich um zwei Deutsche aus Salzgitter. Nach bisherigen Erkenntnissen kannten die beiden das Opfer. Alle drei sollen zur selben Schule in Salzgitter-Fredenberg gegangen sein. Zum genauen Tathergang in dem Ortsteil hielten sich die Ermittler aber noch bedeckt. Auch auf die Frage, wie die beiden Verdächtigen so schnell in den Fokus gerieten, wollte sich die Staatsanwaltschaft zunächst nicht äußern.

Für den 14-Jährigen sei beim Amtsgericht Braunschweig ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt worden. Eine Inhaftierung des 13-Jährigen sei wegen der Strafunmündigkeit nicht möglich, über den Tatverdacht gegen ihn sei das Jugendamt informiert worden. Die Einrichtung stehe im intensiven Kontakt mit der Polizei, sagte der Jugenddezernent in Salzgitter, Dirk Härdrich. Sofern eine Inobhutnahme in Betracht komme, sei die Zustimmung der Eltern oder eine Entscheidung des Familiengerichts über die elterliche Sorge notwendig. "Eine Zwangsunterbringung ist nur durch familiengerichtlichen Beschluss zulässig", sagte er.

+++ Leiche von getöteter Schülerin soll obduziert werden - Tatmotiv unklar +++

Weitere Informationen zur Todesursache erhofften sich die Ermittler von der Obduktion, deren Ergebnisse für Donnerstag erwartet wurden. Auch am abgesperrten Fundort der Leiche wurde die Spurensuche am Mittwoch fortgesetzt. Es gehe darum, den Tathergang schnell und möglichst genau zu rekonstruieren, sagte der Polizeisprecher. Auch Zeugenvernehmungen wurden ihm zufolge fortgesetzt.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben laut Staatsanwaltschaft, dass sich die drei Jugendlichen kannten und auf dieselbe Schule in Salzgitter-Fredenberg gingen. Es zeichne sich ab, dass es sich um einen Mord aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben könnte, sagte Behördensprecher Wolters. Hinweise auf eine Sexualstraftat gebe es derzeit nicht.

+++ 15-jährige Schülerin in Salzgitter-Fredenberg vermisst +++

Vor dem Leichenfund hatte die Polizei eine Beschreibung des Teenagers herausgegeben und die Suche in dem Stadtteil Fredenberg verstärkt. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Die Polizei Salzgitter wurde von Kräften der Zentralen Polizeidirektion und der Diensthundestaffel unterstützt, wie es in einer Mitteilung hieß. Die rothaarige Schülerin wurde zuletzt in Jeans und Turnschuhen gesehen. Angehörigen wird in solchen Fällen seelsorgerische Betreuung angeboten.

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loc/news.de/dpa