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Messerattacke in Würzburg: Seehofer spricht von gescheiterter Integration

Bei den Opfern der Messerattacke von Würzburg handelt es sich überwiegend um Frauen. Mindestens drei überlebten den Angriff nicht. Seehofer und Söder meldeten sich nun zu Wort. Alle News hier im Ticker.

Polizisten stehen in der Innenstadt. Bei einer Messerattacke in der Würzburger Innenstadt sind am Freitag mehrere Menschen getötet worden. (Foto) Suche
Polizisten stehen in der Innenstadt. Bei einer Messerattacke in der Würzburger Innenstadt sind am Freitag mehrere Menschen getötet worden. Bild: dpa

Nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg rückt nun das Motiv des mutmaßlichen Täters in den Fokus. Auch in der Nacht zu Samstag war die Polizei eigenen Angaben zufolge mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um die Hintergründe und den Ablauf der Tat zu ermitteln. Noch ist unklar, warum der 24-jährige Somalier am späten Freitagnachmittag in der Innenstadt drei Menschen mit einem Messer tötete und mindestens fünf weitere schwer verletzte. Mindestens zwei sollen in Lebensgefahr schweben. Womöglich ist der Angreifer, der nach der Tat angeschossen und festgenommen wurde, psychisch krank. Aber auch ein islamistisches Motiv des Angreifers wird den Ermittlern zufolge geprüft. Gekannt haben sollen sich Täter und Opfer nicht.

Mutmaßlicher Täter mit gezieltem Schuss gestoppt

Die Polizei hatte den mutmaßlichen Täter mit einem gezielten Schuss gestoppt, nachdem Passanten ihnen den Weg gezeigt hatten. Der 24-Jährige, der seit 2015 in Würzburg lebt, kam mit einem Oberschenkeldurchschuss in ein Krankenhaus. Dort machte er laut Polizei auch kurze Angaben. Was genau er sagte, war zunächst unklar. Unter den Verletzten soll auch ein kleiner Junge sein, sein Vater soll tot sein. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte laut "Main Post", überwiegend seien die Opfer Frauen gewesen, der Täter habe sie wohl wahllos ausgesucht.

Messerattacke in Würzburg im News-Ticker aktuell

+++ Söder: Lückenlose Ermittlungen zu Motiv für Verbrechen in Würzburg +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat versichert, dass die Ermittlungen zum Motiv für das Verbrechen von Würzburg am vergangenen Freitag lückenlos geführt werden. Auch islamistische Motive würden benannt, sollten sie vorliegen, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Es müssten aber auch Dimension und Zusammenhang geklärt werden. "Da sind die Sicherheitsbehörden dran", betonte Söder.

Wie bei einem Mosaik müsse Steinchen für Steinchen zusammengefügt werden. "War das dann eine Einzeltat? Gab es Verbindungen? Wie sind die Fragen gewesen in der Vergangenheit von Auffälligkeit um Betreuung und Einschätzung der Gefährdung?", nannte Söder als mögliche Fragestellungen. Zunächst brauche es den Faktencheck, dann müsse eine überlegte, besonnene Reaktion erfolgen.

Am Freitag hatte in der Würzburger Innenstadt ein 24 Jahre alter Somalier drei Frauen umgebracht und mehrere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Über das Motiv des Angreifers herrscht weiterhin Unklarheit.

+++ Seehofer spricht nach Würzburg-Attacke von gescheiterter Integration +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht in der tödlichen Messerattacke von Würzburg auch ein Beispiel für gescheiterte Integration. Der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch) sagte er: "Wenn ein junger Mann sechs Jahre in einem Obdachlosenheim lebt, ohne dass jemand hinschaut und sich kümmert, dann kann ich mit unserer Politik nicht zufrieden sein, da fehlt es am Bewusstsein."

Noch sei die Motivlage des Täters nicht vollständig geklärt, sagte Seehofer. "Wir haben Hinweise auf eine islamistische Gesinnung des Täters. Eine psychische Störung kommt offenbar dazu." Was ihn an dem Fall am meisten beschäftige, sei die Frage, wie es sein könne, dass ein 24-jähriger Mann, der sich rechtskonform in Deutschland aufhalte, nach sechs Jahren im Land in einer Obdachlosenunterkunft lebe. "Damit können wir uns doch nicht abfinden." Bund und Länder müssten überlegen, ob die Integrationsbemühungen verstärkt werden müssen.

Seehofer warnte zugleich vor einer Bedrohungslage durch Extremismus und Terrorismus. "Ich will die Menschen nicht in Angst und Schrecken versetzen, aber wir dürfen die Gefahren auch nicht verharmlosen", sagte er. Durch Islamisten, Rechts- und Linksextremisten sowie durch die sogenannten Reichsbürger sei eine Alarmsituation gegeben. "In der Pandemie hat sich das noch verstärkt."

+++ Würzburgs OB warnt nach Messerattacke vor Pauschalisierung +++

Nach der Messerattacke von Würzburg mit drei Toten sieht Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CSU) die Politik in einer besonderen Verantwortung. "Pauschalisieren und Gruppen zu stigmatisieren, das kann irgendwann auch zu Hass führen und in Gewalt münden, in Taten umgesetzt werden. Da ist es ganz zentral, welche Tonspur die Politik legt, auch ein Oberbürgermeister", sagte Schuchardt der "Süddeutschen Zeitung".

Am Freitag hatte in der Würzburger Innenstadt ein 24 Jahre alter Somalier drei Frauen umgebracht und mehrere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Über das Motiv des Angreifers herrscht weiterhin Unklarheit.

Es gehe nicht darum, etwas zu beschönigen, so Schuchardt weiter. "Es geht nicht darum, lax zu sein, wegzuschauen. Sondern das zu tun, was nötig ist, zu ermitteln, aber eben mit einer gewissen Grundempathie", erklärte der Kommunalpolitiker. "Wenn wir Menschen mit sehr schwierigen Biografien aufnehmen, ist klar, dass das nicht einfach ist, sie womöglich auch eine Form der Begleitung brauchen. Und wenn wir feststellen, dass einige von ihnen, wie der Täter, der ja gerade erst volljährig war, als er nach Deutschland kam, eben nicht genügend staatlich begleitet worden sind, muss sich das für die Zukunft massiv ändern." Das schnelle Hingucken und häufigere Hingucken müsse Staatsaufgabe sein, auch im eigenen Interesse.

Schuchardt bekommt nach eigenen Worten derzeit sehr viele E-Mails aus ganz Deutschland, offenbar manche auch mit bedrohlichen Inhalten. Er habe Verständnis für einige, nicht alle. "Ich möchte auch nicht von Friede, Freude, Eierkuchen der "bunten Gesellschaft" reden und ich weiß, dass viele Menschen Ängste haben vor Überfremdung." Aber er gestalte als Kommunalpolitiker nicht die deutsche oder europäische Flüchtlingspolitik. "Ich bin unserer Stadtgesellschaft verpflichtet und als Person Humanist."

+++ Würzburger Messerangriff: Verdächtiger hatte 2015 Streit mit Messer +++

Der Tatverdächtige im Fall des tödlichen Angriffs von Würzburg hatte bereits 2015 in Sachsen einen Streit, in dem ein Messer eine Rolle spielte. Bei der Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft Ende 2015 erlitten der heute 24-Jährige und sein Kontrahent leichte Schnittverletzungen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz am Dienstag auf Anfrage sagte. Die Verletzungen seien aber nur oberflächig gewesen und hätten keiner ärztlichen Versorgung bedurft.

Bei dem Streit ging es um die Benutzung eines Kühlschranks. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung wurden laut Staatsanwaltschaft Anfang 2017 eingestellt, weil es den Angaben zufolge aufgrund widersprüchlicher Aussagen keinen Tatnachweis gab.

Über die Ermittlungen in Sachsen berichtete am Montagabend zuerst die "Welt", die Staatsanwaltschaft Chemnitz äußerte sich daraufhin auf Anfrage.

Der 24 Jahre alte Somalier hatte am Freitagnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen mit einem Messer getötet. Zudem verletzte er laut Polizei drei weitere Frauen, ein Mädchen und einen Jugendlichen lebensgefährlich sowie einen Mann und eine weitere Frau leicht. Die Hintergründe sind unklar. Der Verdächtige ist in Untersuchungshaft - wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung sowie vorsätzlicher Körperverletzung.

Der Tatverdächtige hatte von 2015 bis 2019 in Sachsen, anschließend in Bayern gelebt.

+++ Ermittler: Bisher keine Propagandamaterial bei Messerstecher entdeckt +++

Ermittler haben in der Unterkunft des Messerstechers von Würzburg nach eigenen Angaben bisher kein Hinweise für ein islamistisches oder extremistisches Motiv entdeckt. "Bislang sind beim Tatverdächtigen noch keine Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte gefunden worden", teilten Generalstaatsanwaltschaft München und Landeskriminalamt am Dienstag mit. Das Ermittlungsverfahren dauere an. Im Zuge dessen soll es ein psychiatrisches Gutachten geben, um zu klären, ob der 24 Jahre alte Somalier bei der Tat am Freitag schuldfähig war und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss.

Der Migrant hatte in der Würzburger Innenstadt auf Menschen eingestochen, die er wohl gar nicht kannte. Drei Frauen starben, sieben Menschen wurden verletzt, darunter ein elfjähriges Mädchen. Der 24-Jährige wurde mit einem Polizeischuss gestoppt. Er sitzt in Untersuchungshaft - wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung sowie vorsätzlicher Körperverletzung.

+++ Angriff in Würzburg: Verdächtiger 2015 in Sachsen auffällig +++

Der Tatverdächtige im Fall des tödlichen Messerangriffs von Würzburg lebte von 2015 bis 2019 in Sachsen und geriet bereits damals ins Visier der Ermittlungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelte wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Sachsen am Montag sagte.

Es habe sich um eine körperliche Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft gehandelt. Die Ermittlungen seien eingestellt worden, da die Betroffenen den Tathergang unterschiedlich dargestellt hätten. Zuerst hatte die Zeitung "Die Welt" über den Fall in Sachsen berichtet.

Der 24 Jahre alte Somalier hatte am Freitagnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen getötet. Zudem verletzte er laut Polizei mit einem Messer drei weitere Frauen, ein Mädchen und einen Jugendlichen lebensgefährlich sowie einen Mann und eine weitere Frau leicht. Die Hintergründe sind unklar. Der Verdächtige ist in Untersuchungshaft - wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung sowie vorsätzlicher Körperverletzung.

+++ Helfer berichten über die Messerattacke von Würzburg +++

Dass nicht noch mehr Menschen unter den Opfern des Würzburger Messerangreifers sind, ist offensichtlich auch couragierten Bürgern zu verdanken, die mit Gegenständen auf den Angreifer losgingen.

Einer von ihnen ist Chia Rabiei. Der Kurde mit iranischer Staatsbürgerschaft lebt nach eigenen Worten seit 18 Monaten in Deutschland, derzeit in einer Asylbewerberunterkunft in Würzburg. "Ich habe versucht, ihn beschäftigt zu halten, bis die Polizei kommt", erzählt Rabiei der Deutschen Presse-Agentur. Videos dieser Szenen, die seit dem Angriff im Internet kursieren, zeigen, wie der Kurde sich den mit einem langen Messer bewaffneten Somalier immer wieder entgegenstellt und mit einem Rucksack abwehrt.

"Er hat auf einmal gegen ihn gekämpft. Er war im 1:1 mit ihm", beschreibt Augenzeuge Dietrich Winter das Geschehen. "Er ist ausgerutscht, der Attentäter kam auf ihn zu. Ich schau ihn an und sehe, wie sein Leben an ihm vorbeizieht."

Auch Dietrich Winter und zwei Freunde, die er nach eigener Aussage seit Kindesbeinen kennt, haben eingegriffen: "Stühle, Flaschen - wir haben alles versucht. Das hat ihn aber nicht abgelenkt", sagt der 21-Jährige. "Ich habe es als meine Aufgabe empfunden, alle Leute zu warnen und möglichst schnell weg von hier zu bringen."

Einen Jugendlichen auf einer Bank am Barbarossaplatz habe er angeschrien. "Er hatte Kopfhörer drinnen, er hat nichts mitbekommen." Der Täter sei von hinten auf ihn losgegangen. Er habe gesehen, wie der Somalier von hinten drei, vier Mal auf sein Opfer eingestochen habe, erzählt Winter. Der 16 Jahre alte Jugendliche wurde lebensgefährlich verletzt.

Sein Freund habe ein Baustellenschild aus der Halterung rausgezogen. "Wir sind zu ihm (dem Angreifer) gerannt und haben das Ding auf ihn geworfen", sagt Winter. "Dann hat er sich wieder auf uns fokussiert und ist nicht in dieses Restaurant rein. Wäre er da rein, wäre noch mehr passiert."

Die Männer haben dramatische Bilder zu verkraften. "Ich hab' diese Frau gesehen, ich hab' sie angeschrien mit allem, was ich konnte. Meine Stimmbänder - ich hab sie fast alle rausgeschrien", sagt Augenzeuge Winter. "Aber sie hat es nicht gehört." Er habe sie am Zopf gepackt und mehrmals auf sie eingestochen.

+++ Anwalt des Messerangreifers erwartet neue psychiatrische Untersuchung +++

Der Anwalt des Messerangreifers von Würzburg rechnet damit, dass die psychische Verfassung seines Mandanten erneut von einem Experten untersucht wird. "Natürlich muss eine neue psychiatrische Untersuchung erfolgen", sagte Rechtsanwalt Hanjo Schrepfer am Montag.

Der Verdächtige sitzt in Würzburg in Untersuchungshaft - wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in sechs weiteren Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung in einem weiteren Fall.

Der 24 Jahre alte Somalier hatte am Freitagnachmittag in der Innenstadt drei Frauen getötet. Zudem verletzte er laut Polizei mit einem Messer drei weitere Frauen, ein Mädchen und einen Jugendlichen lebensgefährlich sowie einen Mann und eine weitere Frau leicht. Die Hintergründe sind unklar.

Schrepfer wartet derweil weiter auf Akteneinsicht. Diese Woche wolle er sich dann mit seinem Mandanten treffen - wann das sein soll, verriet er allerdings nicht.

Der Migrant war schon vor der Tat am Freitag wegen Bedrohung und Beleidigung polizeibekannt, er kam deshalb zeitweise in eine Psychiatrie. Das Verfahren läuft noch, das psychiatrische Gutachten nach einem Vorfall im Januar in seiner Obdachlosenunterkunft steht noch aus.

+++ Söder will Helfer der Würzburger Messerattacke ehren +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will mutige Helfer der Messerattacke von Würzburg mit der Bayerischen Rettungsmedaille auszeichnen. "Sie haben ein Höchstmaß an Zivilcourage gezeigt", sagte Söder am Montag der "Main-Post". Die Bayerische Rettungsmedaille ist eine staatliche Auszeichnung für Personen, die unter Einsatz des eigenen Lebens Menschen aus Lebensgefahr gerettet haben. Einer Sprecherin der Staatskanzlei zufolge ist noch nicht bekannt, wie viele Menschen die Rettungsmedaille erhalten sollen.

Ein Somalier hatte am Freitagnachmittag in Würzburg drei Frauen mit einem Messer getötet. Zudem verletzte er sieben weitere Menschen, fünf davon schwebten nach der Attacke in Lebensgefahr.

Dass nicht noch mehr Menschen unter den Opfern sind, ist offenbar couragierten Bürgern zu verdanken, die mit Gegenständen auf den Angreifer losgingen. Videos dieser Szenen kursierten nach dem Angriff im Internet und zeigen, wie sich zum Beispiel ein Mann dem mit einem langen Messer bewaffneten Angreifer immer wieder entgegenstellt und mit einem Rucksack abwehrt.

Der Ministerpräsident zeigte sich laut "Main-Post" beeindruckt, dass unter den Helfern auch Menschen mit Migrationshintergrund waren: "Gut und Böse hängen nicht von der Herkunft ab", sagte Söder demnach.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Sonntagabend im "Bild live"-Talk "Die richtigen Fragen" eine solche Ehrung angedeutet. Auch die Stadt Würzburg überlegt nach Angaben eines Sprechers derzeit, wie sie die mutigen Bürger würdigen kann.

+++ Bundesregierung zeigt sich erschüttert über Tat von Würzburg +++

Die Bundesregierung hat sich entsetzt gezeigt über den tödlichen Messerangriff von Würzburg. "Es ist eine Tat von nicht zu begreifender Brutalität und Bösartigkeit", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Anteilnahme gelte den Opfern, deren Familien und Augenzeugen.

"Die Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung hoffen, dass die Verletzungen heilen, dass die Betroffenen wieder gesund werden können an Körper und an Seele und dass sie für diesen Weg Begleitung und Unterstützung finden", sagte Seibert. Es gebe aber auch Grund zur Dankbarkeit: für das schnelle Eingreifen der Polizei und den Mut und die Geistesgegenwart von Passanten, die sich dem mutmaßlichen Täter entgegenstellten. "Das ist eine Heldentat, die die vollbracht haben", sagte Seibert über Letztere.

Ein 24 Jahre alter Mann aus Somalia hatte am Freitagnachnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen, die er offensichtlich nicht kannte, mit einem Messer getötet. Zudem verletzte er sieben weitere Menschen, fünf davon schwebten nach der Attacke in Lebensgefahr.

Warum der Migrant, der in Würzburg in einer Obdachlosenunterkunft lebte, die Menschen attackierte, ist noch unbekannt. Der Täter war in der Vergangenheit mehrfach psychisch auffällig. Die Ermittler prüfen allerdings auch, ob es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte. Auch Seibert verwies auf "Hinweise auf islamistische Hasspropaganda" in der Wohnung des mutmaßlichen Täters.

+++ Würzburg legt nach Messerattacke Kondolenzbuch aus +++

Die Stadt Würzburg hat im Rathaus ein Kondolenzbuch ausgelegt, in dem Bürgerinnen und Bürger ihr Mitgefühl für die Opfer und Angehörigen der Messerattacke ausdrücken können. Ihre Anteilnahme bekundeten unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CSU), die am Sonntag auch an einer Gedenkfeier im Dom der bayerischen Mainstadt teilgenommen hatten.

Ein 24 Jahre alter Mann aus Somalia hatte am Freitagnachnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen, die er offensichtlich nicht kannte, mit einem Messer getötet. Zudem verletzte er sieben weitere Menschen, fünf davon schwebten nach der Attacke in Lebensgefahr.

Warum der Migrant, der in Würzburg in einer Obdachlosenunterkunft lebte, die Menschen attackierte, ist noch unbekannt. Der Verdächtige war in der Vergangenheit mehrfach psychisch auffällig. Die Ermittler prüfen allerdings auch, ob es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte.

+++ Islamwissenschaftler bewerten Funde nach Messerangriff von Würzburg +++

Die in der Obdachlosenunterkunft des Messerangreifers von Würzburg gefundenen Gegenstände werden derzeit von Islamwissenschaftlern bewertet. "Aber wir sind bei Weitem noch nicht so weit, dass wir sagen können, wir haben es ausgewertet", sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) am Montag in München. Zu den Funden zählen auch zwei Handys. "Wir gehen davon aus, dass sie ihm gehören", sagte der Sprecher mit Verweis auf den 24 Jahre alten Verdächtigen aus dem afrikanischen Bürgerkriegsland Somalia.

Welche weiteren Gegenstände nun untersucht und bewertet werden, sagte der Sprecher nicht. Damit ist unklar, ob unter anderem auch Schriftstücke entdeckt wurden, die auf ein politisches Motiv hindeuten könnten.

Bislang ist nicht bekannt, warum der Migrant am Freitag in Würzburg drei Frauen mit einem Messer tötete und sieben Menschen verletzte, fünf davon lebensbedrohlich. Womöglich war der Mann geistig verwirrt oder psychisch krank, wie Ermittler vermuten. Es werde aber auch geprüft, ob islamistische Einstellungen zur Tat beigetragen haben könnten. Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) wollte beides nicht ausschließen.

+++ Gedenkfeier in Erinnerung an Opfer der Messerattacke in Würzburg +++

Minutenlanges Glockengeläut: Bei einer Trauerfeier im Würzburger Kiliansdom haben viele Menschen den Opfern des tödlichen Messerangriffs von Freitag gedacht. Das Gewaltverbrechen habe die Menschen bis ins Mark erschüttert, sagte Würzburgs Bischof Franz Jung am Sonntag.

"Die Trauer um die verlorenen Menschen wird niemals enden", sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). "Ich war vorgestern Abend gelähmt und erschüttert vor Entsetzen." Er warnte davor, andere Flüchtlinge in Sippenhaft zu nehmen für die Tat des Somaliers, dessen Motiv Ermittlern zufolge noch unklar ist.

Zum Gedenkgottesdienst waren neben Angehörigen der Opfer und Einsatzkräften zahlreiche Vertreter der Politik und des öffentliches Lebens geladen. Darunter waren Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) und der Präsident der Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster.

+++ Strobl zu Angriff von Würzburg: Gedanken bei Opfern und Angehörigen +++

Nach der tödlichen Messerattacke von Würzburg hat Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) der Opfer gedacht und den Mut der Helfer gelobt. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen und auch bei den mutigen Menschen, die mit viel Zivilcourage eingegriffen haben", sagte der stellvertretende Ministerpräsident der dpa am Sonntag. "Wir werden der Gewalt nicht weichen, sondern unsere freiheitliche Gesellschaft mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen." Baden-Württemberg stehe an der Seite von Bayern.

Strobl sagte: "Auch wenn wir sicher noch nicht alle Hintergründe kennen, hat mich diese Tat darin bestärkt, dass wir weiter alles dafür tun müssen, einen Anschlag - egal aus welcher Richtung, egal aus welcher Motivation - in Baden-Württemberg zu verhindern."

+++ "Eklatanter Verdacht" auf islamistisches Motiv in Würzburg +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht einen "eklatanten Verdacht" auf einen islamistischen Hintergrund bei der Messerattacke von Würzburg. "Es spricht sehr viel angesichts dessen, was wir aufgefunden haben, dafür, dass es sich um eine islamistisch motivierte Tat handeln könnte", sagte Herrmann am Sonntagabend im "Bild live"-Talk "Die richtigen Fragen".

So habe man bei der Durchsuchung der Unterkunft des 24-Jährigen Somaliers einiges gefunden, was auf islamistisches Propagandamaterial hinweisen könnte. Außerdem habe der Verdächtige selbst von seinem "Beitrag zum Dschihad" gesprochen. Man müsse aber jetzt die weiteren Ermittlungen abwarten, vor allem die Auswertung zweier Handys.

Herrmann sprach sich auch für eine Überprüfung des Flüchtlingsrechts aus. Es wäre "klug", wenn man sich nach der Bundestagswahl überlege, ob der subsidiäre Schutzstatus für Flüchtlinge auf Dauer so bleiben könne. Überprüft werden müsse vor allem, inwieweit man den Schutz beenden könne. "Mir liegt da besonders am Herzen, dass wir Personen, die hier schwere Straftaten begehen oder als Gefährder eingeschätzt werden, wieder außer Landes bringen können." Der 24-Jährige hat einen subsidiären Schutzstatus, er hält sich also legal in Deutschland auf.

+++ Polizei präzisiert Detail-Angaben zu Opfern von Würzburg +++

Nach unterschiedlichen Angaben zu Zahl und Identität der Opfer des Messerangriffs von Würzburg hat die Polizei am Sonntag ihre Angaben präzisiert. Demnach starben in einem Kaufhaus drei Frauen im Alter von 24, 49 und 82 Jahren. Der Verdächtige hatte die Opfer, die dort einkaufen wollten, am Freitagnachmittag unvermittelt mit einem Messer angegriffen, das er sich zuvor in der Haushaltswarenabteilung besorgt hatte. Vorherige Angaben, eine der Frauen habe in dem Laden als Verkäuferin gearbeitet, träfen nicht zu, sagte ein Polizeisprecher.

Zudem verletzte der Somalier in dem Geschäft einen 57 Jahre alten Mann leicht. Der 24-Jährige griff in dem Laden den Ermittlungen zufolge auch eine 52-jährige Frau an. Sie wurde schwer verletzt, ist aber außer Lebensgefahr. Auf der Straße vor dem Kaufhaus fanden Polizisten ein elfjähriges Mädchen sowie einen 16 Jahre alten Jugendlichen - beide mit schweren Verletzungen. Lebensgefahr bestand bei beiden am Sonntag nicht mehr.

Der Täter verletzte darüber hinaus eine 26 Jahre alte Frau leicht - sie wurde ebenfalls auf der Straße gefunden. In einer nahe gelegenen Bank soll der Mann eine weitere Frau angegriffen haben. Die 73-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, ist aber laut Polizei nun außer Lebensgefahr.

Der Zustand einer 39-Jährigen, die der Somalier ebenfalls attackierte, war am Sonntag stabil. Sie sei nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte der Sprecher. Wo der Mann diese Frau angriff, war zunächst unbekannt. Die blutige Bilanz der Messerattacke: drei tote Frauen, drei lebensgefährlich verletzte Frauen, ein Mädchen und ein Jugendlicher in Lebensgefahr, ein leicht verletzter Mann und eine leichtverletzte Frau, so die Polizei.

+++ Spurensuche und Zeugenbefragung nach Gewalttat von Würzburg +++

Nach der Gewalttat in Würzburg mit drei Toten und sieben Verletzten sind die Ermittler weiterhin mit Spurenauswertung und Zeugenbefragungen beschäftigt. Ziel sei es, den genauen Tatablauf zu rekonstruieren und das Motiv des Angreifers herauszufinden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Ermittler gehen zum einen dem Verdacht nach, der 24 Jahre alte Somalier könnte psychisch krank sein. Zum anderen könnte eine extremistische Einstellung für den Messerangriff des Mannes in der Innenstadt mitverantwortlich gewesen sein.

Das bayerische Landeskriminalamt leitet in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen. So untersuchen die Beamten beispielsweise ein Handy, das in der Würzburger Obdachlosenunterkunft des Angreifers entdeckt worden war. "Die Auswertungen dauern einfach, erfahrungsgemäß mehrere Tage", sagte ein Ermittler der dpa. "Das muss jetzt alles übersetzt und bewertet werden." Der Somalier sitzt in Untersuchungshaft. Er war nach dem Verbrechen von der Polizei angeschossen und festgenommen worden.

+++ Opfer der Bluttat von Würzburg überwiegend Frauen +++

Bei den Opfern der Messerattacke von Würzburg handelt es sich überwiegend um Frauen. Wie die Polizei am Samstag bei einer Pressekonferenz in Würzburg erklärte, sind neben den drei Getöteten auch die meisten Verletzten weiblich. Ob der mutmaßliche Täter, ein 24 Jahre alter Mann aus Somalia, bewusst Frauen als Opfer ausgewählt hatte, sei hingegen noch nicht bekannt und müsse noch ermittelt werden. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand könne es sich auch um einen Zufall handeln.

+++ Täter von Würzburg im Januar in Streit verwickelt - mit Messer +++

Der mutmaßliche Angreifer von Würzburg hat im Januar bei einem Streit in einer Obdachlosenunterkunft zu einem Messer gegriffen und es bedrohlich in der Hand gehalten. Das sagte Wolfgang Gründler von der Generalstaatsanwalt Bamberg am Samstag in Würzburg einen Tag nach der Messerattacke des Verdächtigen mit drei Toten. Worum es bei der Auseinandersetzung im Januar mit Mitbewohnern und Verwaltern ging, sagte Gründler nicht. Verletzt worden sei niemand. Die Polizei leitete aber ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Beleidigung ein, der Somalier kam vorübergehend in eine Psychiatrie.

Im Juni soll der 24-Jährige zudem einen Verkehrsteilnehmer in der Würzburger Innenstadt belästigt haben. "Da hat der Beschuldigte ein verstörtes Verhalten mit psychischen Auffälligkeiten gezeigt." Der Mann sei erneut in eine Psychiatrie gekommen, aber nach einem Tag wegen fehlenden Behandlungsbedarfes entlassen worden.

+++ Bundesregierung: Messerattacke richtet sich gegen jede Religion +++

Die Bundesregierung hat erschüttert auf die Messerattacke von Würzburg reagiert. "Die Ermittlungen werden ergeben, was den Amokläufer von Würzburg antrieb. Sicher ist: Seine entsetzliche Tat richtet sich gegen jede Menschlichkeit und jede Religion", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag auf Twitter. "Alle Gedanken und Gebete sind heute bei den Schwerverletzten und den Familien der Opfer in ihrem Schmerz."

+++ Ermittler finden ISIS-Material in Heim von Messerstecher +++

Wie "Bild" berichtet, fanden Ermittler bei der Durchsuchung eines Obdachlosenheims, in dem der Täter gelebt hatte, in einer Mülltonne ISIS-Propagandamaterial. Offenbar hatte der 24-Jährige das Material vor den Morden entsorgt.

+++ Messerattacke in Würzburg: Attentäter hatte Schutzstatus +++

Nach der Messerattacke in Würzburg gibt es Hinweise auf ein islamistisches Motiv des Angreifers. Allerdings schließen die Ermittler nach wie vor auch eine psychische Erkrankung als Hintergrund der Tat nicht aus. Aus Sicherheitskreisen hieß es am Samstag, der mutmaßliche Täter habe bei seiner Vernehmung eine Äußerung gemacht, die auf religiösen Fanatismus schließen lasse.

Hinweise auf Kontakte zu militanten Salafisten gibt es dem Vernehmen nach bisher jedoch nicht. Der Angreifer soll 1997 in der somalischen Hauptstadt Mogadischu geboren sein. Er kam 2015 nach Deutschland. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erhielt der Somalier subsidiären Schutz.

"Ich bin von dieser unfassbar brutalen Tat tief erschüttert", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. Eine abschließende Bewertung des Tatmotivs sei noch nicht möglich. "Nach allem, was wir wissen, ist es dem couragierten Eingreifen mutiger Männer und Frauen in Würzburg und dem entschlossenen Handeln der Polizei zu verdanken, dass noch Schlimmeres verhindert wurde", sagte Seehofer. Dieses selbstlose und mutige Handeln "unter Einsatz ihres eigenen Lebens verdient höchste Anerkennung".

+++ Würzburg-Messerstecher nannte tödliche Attacke seinen "Dschihad" +++

Nach seiner Festnahme soll der Messerstecher von Würzburg erklärt haben, seinen "Dschihad" verwirklicht zu haben, wie der "Spiegel" berichtet. Zuvor hatte ein Zeuge berichtet, er haben den Mann "Allahu Akbar" (deutsch: Gott ist groß) rufen gehört.

+++ Messer-Attacken fanden im Kaufhaus "Woolworth" statt +++

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung spielte sich die tödliche Tat zu großen Teilen in dem Kaufhaus "Woolworth" ab. Der mutmaßliche Täter, ein 24-jähriger Mann aus Somalia, habe dort zunächst nach einem Messer gefragt und sich dann in der Haushaltswarenabteilung ein solches gegriffen. Dann stach er auf die umstehenden Menschen ein, drei Menschen kommen ums Leben, weitere werden teilweise lebensgefährlich verletzt. Er habe die Menschen mit "unfassbarer Brutalität" attackiert, erklärt der bayerische Innenminister Herrmann später.

+++ Umfangreiche Ermittlungen nach Messerattacke von Würzburg +++

Am Tag nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg stehen für die Polizei umfangreiche Ermittlungen an. Unklar ist weiterhin das Motiv des mutmaßlichen Täters, der am späten Freitagnachmittag in der Innenstadt offensichtlich wahllos und ohne jegliche Vorwarnung auf Passanten eingestochen haben soll. Drei Menschen starben, mindestens fünf wurden schwer verletzt. Zwei davon schwebten in Lebensgefahr. Wie viele weitere Verletzte es gab, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag zunächst nicht. "Die Ermittlungen dauern weiter an."

Zum Zustand der überlebenden Opfer konnte die Sprecherin nichts sagen. Sie kündigte für den Samstagnachmittag eine Pressekonferenz an - Uhrzeit und Ort standen zunächst nicht fest.

+++ Entsetzen und Trauer nach Messer-Attacke in Würzburg: Mutige Passanten verhindern Schlimmeres +++

In der Mainstadt herrschte am Abend Entsetzen. Menschen stellten in der Nähe des Tatorts brennende Kerzen in Gedenken an die Opfer auf. In den Blickpunkt gerieten auch die couragierten Bürger, die sich dem Angreifer in den Weg stellten. Dank kam unter anderem von vielen Politikern, die offensichtlich die kurzen Videoclips in sozialen Netzwerken gesehen hatten, in den Passanten den Somalier attackieren.

"Ein großer Dank und Respekt für das beherzte Eingreifen vieler Bürger, die sich dem mutmaßlichen Angreifer entschlossen entgegenstellten", schrieb Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf Twitter. Dies habe möglicherweise dann auch dazu beigetragen, weitere Opfer zu verhindern, sagte Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU). CDU-Chef Armin Laschet schrieb auf Twitter, er fühle besonders mit den Familien der Toten mit und hoffe auf eine baldige Genesung der Verletzten. "Mein großer Respekt gilt den mutigen Bürgern, die schnell eingeschritten sind."

Dank kam auch von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger oder dem FDP-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Martin Hagen, der twitterte: "Großen Respekt an die couragierten Bürger, die sich dem Täter in den Weg gestellt und verhindert haben, dass noch mehr Menschen zu Schaden kommen."

FDP-Chef Christian Linder und die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock von den Grünen gedachten zudem der Opfer und ihrer Angehörigen. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans bezeichnete die Tat auf Twitter als sinnlos und abscheulich. Den Opfern und ihren Angehörigen gelte sein tiefes Mitgefühl. Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) zeigte sich ebenfalls sehr betroffen über das "schreckliche Verbrechen". Er finde es unglaublich, dass viele Menschen so engagiert gehandelt und ihr eigenes Leben gefährdet hätten.

+++ Zwei lebensgefährlich Verletzte nach Würzburger Messerattacke +++

Bei der Messerattacke von Würzburg sind neben den drei getöteten Menschen mindestens zwei weitere Angegriffene lebensgefährlich verletzt worden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Abend, es sei nicht klar, ob alle der Schwerstverletzten überleben würden.

Insgesamt seien fünf Menschen schwerstverletzt worden, darüber hinaus habe es weitere Verletzte gegeben. "Wir müssen jetzt hoffen und beten, dass die Schwerstverletzten überleben", sagte er. Zur Identität der Opfer machte er keine Angaben.

Der mutmaßliche Täter lebte seinen Angaben zufolge seit 2015 in Würzburg. In den vergangenen Monaten sei er gewalttätig gewesen und durch Gewaltbereitschaft aufgefallen. Er sei deswegen auch zwangsweise in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden.

+++ Verdächtiger von Würzburg 24-Jähriger aus Somalia +++

Bei dem mutmaßlichen Täter der Messerattacke von Würzburg handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 24 Jahre alten Mann aus Somalia. Er habe in Würzburg gelebt, sagte ein Polizeisprecher am Freitagabend vor Ort. Bei der Attacke wurden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur drei Menschen getötet und fünf Menschen verletzt. Der Verdächtige wurde festgenommen und durch Schusswaffengebrauch der Polizei verletzt.

+++ Söder: Entsetzliche und schockierende Nachricht aus Würzburg +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Nachricht von Toten und Verletzten bei einer Messerattacke am Freitag in Würzburg als entsetzlich und schockierend bezeichnet. "Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien", schrieb der CSU-Politiker auf Twitter und fügte hinzu: "Wir bangen und hoffen mit den Verletzten." Söder dankte der Polizei für ihr rasches Eingreifen. Ein Einzeltäter hatte am späten Freitagnachmittag mitten in der Würzburger Innenstadt drei Menschen getötet und fünf verletzt.

+++ Innenminister ist auf dem Weg nach Würzburg +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist nach der Messerattacke auf dem Weg nach Würzburg. Er werde sich am Tatort ein Bild der Lage machen, sagte ein Sprecher des CSU-Politikers am Freitagabend. Am Abend sollte sich Herrmann zudem zu dem Vorfall äußern. Bei der Messerattacke in der unterfränkischen Großstadt wurden mehrere Menschen getötet und verletzt. Der mutmaßliche Täter sei überwältigt und festgenommen worden, hieß von der Polizei. Beamte hätten dafür schießen müssen.

+++ Messerattacke Würzburg mit 3 Toten und 5 Verletzten, Barbarossaplatz gesperrt +++

"Wir haben keinerlei Hinweise auf weitere Täter", sagte ein Polizeisprecher. Die Gefahr für die Bevölkerung sei vorüber. Über die möglichen Motive des Festgenommenen wurde zunächst nichts bekannt. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17.00 Uhr alarmiert worden. Auf Twitter verkündete die Polizei: "Wir haben einen Tatverdächtigen festgenommen. Derzeit gibt es keine Hinweise auf einen zweiten Täter. Es besteht KEINE Gefahr für die Bevölkerung! Bitte haltet euch mit Mutmaßungen zurück - weitere Informationen folgen."

Bereiche um den Barbarossaplatz seien gesperrt. Weitere Informationen sollen in Kürze folgen, sagte die Polizei auf Anfrage.Bei der Messerattacke in Würzburg sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur drei Menschen getötet und fünf Menschen verletzt worden. Mehrere Medien hatten am Freitag zuvor darüber berichtet.

+++ Messerattacke in Würzburg: Polizei bittet, keine Videos des Angriffs im Netz zu teilen +++

Nach der Messerattacke in der Würzburger Innenstadt hat die Polizei zur Zurückhaltung in den sozialen Netzwerken aufgerufen. "Bitte teilt keine Bilder oder Videos", hieß es am Freitag in einem Tweet der Polizei. Sie forderte dazu auf: "Respektiert bitte die Privatsphäre der Opfer!" In den sozialen Netzwerken gab es bereits kurz nach dem Ereignis erste Videos, die angeblich das Geschehen zeigen sollen. Bei dem Angriff sind der Polizei zufolge mehrere Menschen getötet worden. Weitere Personen wurden demnach verletzt. Der mutmaßliche Täter sei überwältigt und festgenommen worden.

+++ Messerattacke weckt Erinnerungen an Attacke in Bahn bei Würzburg 2016 +++

Vor knapp fünf Jahren, am 18. Juli 2016, waren bei einer Attacke in einer Bahn bei Würzburg vier Menschen schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling hatte mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg die Reisenden angegriffen. Anschließend flüchtete er zu Fuß, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schließlich von Polizisten erschossen.

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/news.de/dpa

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