10.05.2021, 14.32 Uhr

Ärzte erkannten Symptome nicht: Mutter diagnostizierte Augenkrebs ihrer Tochter mit Google

Weil ihre Tochter unentwegt weinte und die Ärzte keine Diagnose stellten, wurde Rada Hristova zur Detektivin. Sie diagnostizierte den seltenen Augenkrebs ihrer Tochter allein durch die Hilfe von Google.

Die Mutter stellte die Diagnose ohne die Ärzte. Bild: AdobeStock/ itsmejust (Symbolbild)

Eine Mutter aus der englischen Grafschaft Kent hat ihrer Tochter durch ihre Unnachgiebigkeit mit großer Wahrscheinlichkeit das Augenlicht gerettet. Denn als die Allgemeinmediziner keinen Rat wussten und ihre Tochter Katherina ein "empfindliches Baby" nannten, wollte sich Rada Hristova damit nicht zufriedengeben. Es mag der mütterliche Instinkt gewesen sein, der die junge Frau erahnen ließ, das noch mehr dahinter steckte.

Tochter weinte unentwegt -Ärzte wussten keinen Rat

Als ihre Schwägerin einen weißen Punkt im linken Auge des kleinen Mädchens entdeckte, machte sich Rada Hristova bei Google auf die Suche nach möglichen Krankheiten, an denen ihre Tochter eventuell litt. "Ich fühlte mich wie die schlimmste Mutter der Welt, weil ich mein Baby nicht beruhigen konnte und niemand mir sagen konnte warum", so Rada Hristova gegenüber den Nachrichtenportal "Daily Star".

Mutter diagnostizierte Augenkrebs ihrer Tochter OHNE Hilfe der Ärzte

Schließlich wurde die junge Mutter fündig und stellte ganz ohne die Hilfe irgendwelcher Mediziner die Diagnose Augenkrebs. "Obwohl keiner von uns den weißen Punkt wieder sehen konnte, bemerkte ich dann, dass Katherinas Auge im Vergleich zu dem anderen, das hell und glänzend war, stumpf aussah." Gemeinsam mit ihrem Partner Lyudmil sei sie daraufhin ins Krankenhaus geeilt. Die Ärzte überwiesen die umgehend an die Augenklinik des Maidstone Hospital. Dann die Schock-Diagnose: Bei den weißen Punkten handelte es sich um einen großen Tumor. Auf dem betroffenen Auge war das kleine Mädchen bereits erblindet.

Auge wurde entfernt, um Ausbreitung des Krebs zu stoppen

"Obwohl es Sinn machte, konnte ich immer noch nicht glauben, dass meine Tochter Krebs hatte", so Rada Hristova gegenüber dem "Daily Star". "Wenn Sie sich ein krebskrankes Kind vorstellen, sieht das Kind krank aus. Abgesehen von all dem Weinen sah Katherina ansonsten wie ein gesundes Kind aus." Katherinas linkes Auge wurde einige Tage später entfernt, um die Ausbreitung des Krebses zu verhindern. "Die Operation war erfolgreich und Katharinas Schmerzen hörten sofort danach auf."

Leider begannen sich in Katherinas verbleibendem Auge ebenfalls kleine Tumoren zu entwickeln. Die bösartigen Wucherungen wurden aber durch Kryotherapie zerstört, um sie einzufrieren.

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fka/loc/news.de

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