06.05.2021, 13.34 Uhr

Donald Trump: Ex-Präsident außer sich! Partei-Freundin warnt vor seinem "Personenkult"

Liz Cheney ist Donald Trump als Vorsitzende der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus ein Dorn im Auge. Dabei sollte sie doch seine Partei-Freundin sein. Ist sie aber nicht. Stattdessen warnt sie vor dem Ex-Präsidenten.

Hat sich den Ärger von Donald Trump zugezogen: Liz Cheney. Bild: dpa

Diese beiden werden auf absehbare Zeit wohl keine Freunde mehr: Liz Cheney hat im Machtkampf bei den Republikanern eindringlich eine Abkehr von Ex-Präsident Donald Trump gefordert. Liz Cheney ist keine kleine Nummer. Sie ist eine der führenden Abgeordneten der Partei im US-Repräsentantenhaus und könnte Trump gefährlich werden, der immer noch zur Spitze der Republikaner gerechnet werden muss. Doch fürLiz Cheney geht sein Treiben entschieden zu weit.

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Warnung vor antidemokratischen Personenkult: Donald Trump will Liz Cheney absägen

Sie appellierte in einem Gastbeitrag für die "Washington Post" an ihre Parteikollegen, für echte konservative Werte einzustehen und sich "von dem gefährlichen und antidemokratischen Trump-Personenkult" abzuwenden. Als Vorsitzende der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus ist Cheney die dritthöchste Abgeordnete ihrer Fraktion. Trump fordert, sie aus dieser Führungsposten zu entfernen.

Cheney kritisierte erneut die anhaltende Behauptung Trumps, er sei durch Betrug um seinen Sieg bei der Wahl im vergangenen November gebracht worden. "Seine Botschaft: Ich bin immer noch der rechtmäßige Präsident, und Präsident (Joe) Biden ist illegitim. Trump wiederholt diese Worte jetzt mit vollem Wissen, dass genau diese Art von Sprache am 6. Januar Gewalt provoziert hat." Damals hatten Trump-Anhänger das Kapitol gestürmt, wo die Abgeordneten und Senatoren Bidens Sieg amtlich machen wollten. Cheney warf Trump vor, "das Vertrauen in Wahlergebnisse und in die Rechtsstaatlichkeit" untergraben zu wollen. "Kein anderer amerikanischer Präsident hat dies jemals getan."

Trump pestet gegen Cheney in seinem Blog: Sie ist eine "Närrin"

Cheney schrieb weiter: "Die Republikanische Partei ist an einem Wendepunkt." Die Partei stehe vor der Entscheidung, sich Trumps "Kreuzzug" gegen das legitime Wahlergebnis anzuschließen oder die Wahrheit und Verfassungstreue zu wählen. Trump sprach der innerparteilichen Konkurrentin für Cheneys Posten, Elise Stefanik, seine volle Unterstützung aus. In einem Beitrag auf seinem Blog schrieb er: "Liz Cheney ist eine kriegshetzerische Närrin, die in der republikanischen Parteiführung nichts zu suchen hat." US-Medien berichten, Cheney könnte von ihren Parteikollegen bereits in der kommenden Woche aus dem Führungsamt gewählt werden. Zuvor hatte Trump bereits Mitt Romney verbal angegriffen.

Cheney gehörte zu zehn von 211 republikanischen Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus, die im Januar dafür gestimmt hatten, nach dem Sturm auf das Kapitol ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wegen "Anstiftung zum Aufruhr" zu eröffnen. Die für eine Verurteilung Trumps notwendige Mehrheit im Senat kam damals nicht zustande.

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rut/news.de/dpa

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