23.04.2021, 13.15 Uhr

Coronavirus-News: Vor 25.000 Jahren! Erste Corona-Epidemie in Steinzeit

Kritiker der Corona-Maßnahmen argumentieren gern gegen die Gefährlichkeit von Corona, indem sie klarstellen, dass es Coronaviren schon immer gab. Eine Forschungsgruppe hat nun festgestellt, dass es in der Steinzeit tatsächlich bereits eine Corona-Epidemie gegeben hat.

Bereits vor etwa 900 Generationen hat es einer Studie zufolge eine Corona-Epidemie gegeben. Bild: (Symbolbild) Romolo Tavani/AdobeStock

Coronaviren weilen schon lange unter uns Menschen. Ob als harmlose Erkältungsviren oder als tödliche SARS- und MERS-Varianten - es existieren Tausende verschiedene Gattungen des Coronavirus. Das SARS-Coronavirus-2, das die aktuelle Pandemie hervorgerufen hat, ist wirklich neuartig. Doch es gibt uralte Coronaviren, die bereits vor 25.000 existiert haben. Das haben australische Forscherinnen und Forscher herausgefunden.

Corona-Epidemie vor 25.000 Jahren in Ostasien

Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Australian National University herausgefunden, dass es in Ostasien vor rund 25.000 Jahren bereits eine Epidemie mit Coronaviren gegeben hat. Diese habe vermutlich sogar über Jahrzehnte angehalten, bis die Bewohner der ostasiatischen Regionen eine Immunität entwickelten. Für die Studie untersuchten die Forschenden das Erbgut von 2.500 Menschen aus 26 Populationen rund um die Welt.

Corona-interagierende Proteine bei Menschen vor 900 Generationen

In den ostasiatischen Populationen fand die Forschergruppe "ein starkes Anreicherungssignal" von Proteinen, die mit Viren interagieren. Dabei wiesen sie genau die Art von Proteinen nach, die speziell auf Coronaviren reagieren. Die Menschen haben vor rund 900 Generationen gelebt, also in der Zeit, die heute als Steinzeit bezeichnet wird.

Epidemie mit Coronavirus dauerte vermutlich Jahrzehnte lang an

Nach einer vermutlich Jahrzehnte andauernden Corona-Epidemie sei diese dann irgendwann von allein abgeflaut, so vermuten die Forschenden. Seit etwa 200 Generationen seien laut den Forschungsergebnissen keine neuen Gene mehr hinzugekommen, die in Zusammenhang mit Coronaviren stehen.

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sig/loc/news.de

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